Abschreibung von Firmengebäuden – wann kann man anfangen?

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In der Regel nutzen Unternehmer Immobilien für ihre Geschäftstätigkeit. Die für deren Herstellung anfallenden Aufwendungen stellen keine direkten Kosten dar, sondern durch Abschreibungen. In einer Situation, in der der Unternehmer das Gebäude selbst herstellt, stellt sich die Frage, ab wann das Firmengebäude abgeschrieben werden kann.

Abschreibung von Firmengebäuden - Bedingungen

Nach den Einkommensteuergesetzen werden grundsätzlich abgeschrieben:

  • Gebäude, Gebäude und Räumlichkeiten, die sich im Eigentum befinden,

  • Maschinen, Geräte und Transportmittel sowie

  • Andere Dinge

- mit einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr, die der Steuerpflichtige für Zwecke im Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeit verwendet oder aufgrund eines Miet- oder Pachtvertrags oder einer bestimmten Vereinbarung in Gebrauch nimmt.

Während des Gebrauchs verschleißen die Räumlichkeiten, daher ist eine Abschreibung möglich. Es muss jedoch die Voraussetzungen für den Ansatz als Anlagevermögen des Unternehmens erfüllen. Die Räumlichkeiten gelten als Anlagevermögen, wenn:

  1. Eigentum oder Miteigentum des Steuerpflichtigen ist,

  2. vom Steuerpflichtigen selbst erworben oder hergestellt wurde,

  3. es ist am Tag der Abnahme vollständig und einsatzbereit,

  4. die voraussichtliche Nutzungsdauer länger als ein Jahr ist,

  5. vom Steuerpflichtigen für Zwecke im Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeit verwendet oder aufgrund eines Miet-, Pacht- oder Leasingvertrages in Gebrauch genommen wird.

Bei Vorliegen der vorstehenden Voraussetzungen sind nach allgemeinen Grundsätzen besteuerte Unternehmer, die ein Steuerbuch über Einnahmen und Ausgaben oder Gewerbebücher führen, zur Eintragung in das Anlageregister verpflichtet.

Wie Sie sehen, ist eine der Bedingungen für die Abschreibung eines Gebäudes die Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit am Tag der Inbetriebnahme. Wie die Praxis zeigt, haben Steuerzahler beim Bau eines Gebäudes ein Problem mit der Ermittlung des Anfangswertes.

Vollständigkeit und baurechtliche Eignung

Bei der Beurteilung der Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes ist auf die Bestimmungen des Baugesetzes vom 7. Juli 1994 (d. h. 2013, Pos. 1409) zu verweisen. Aus den Vorschriften des vorgenannten Gesetzes geht hervor, dass die zuständige Behörde nach Durchführung einer obligatorischen Besichtigung über die Nutzungserlaubnis für ein Bauobjekt entscheidet.

Nach Art. 59 des Baurechtsgesetzes musste die Baubehörde prüfen, ob das Bürogebäude trotz des unbebauten Lagergebäudes genutzt werden kann.

Da das Gebäude wirtschaftlich genutzt wird, um Einnahmen zu erzielen, handelt es sich um ein vollständiges und gebrauchsfähiges Anlagevermögen.

Somit ist davon auszugehen, dass der Zeitpunkt der „Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit“ des Gebäudes durch die bauaufsichtliche Genehmigung bestimmt wird.

Vollständigkeit und steuerrechtliche Eignung des Gebäudes

Wie bereits erwähnt, wird ein Anlagevermögen (z. B. ein Gebäude) abgeschrieben, wenn es am Tag seiner Inbetriebnahme fertiggestellt und einsatzbereit ist. Ein Asset erfüllt diese Kriterien, wenn es mit allen strukturellen Elementen ausgestattet ist, die eine bestimmungsgemäße Funktion ermöglichen. Die Formulierung „gebrauchstauglich“ ist in erster Linie als Möglichkeit der tatsächlichen und rechtmäßigen Nutzung zu verstehen. Damit ein von einem Steuerpflichtigen errichtetes Gebäude in das Anlageregister eingetragen und dann gemäß Art. 22a Absatz. 1 Punkt 1 PIT-Gesetz, muss zum Zeitpunkt der Nutzungsübernahme vollständig und einsatzbereit sein. Vollständigkeit einer Anlage bedeutet, dass sie ein funktionales Ganzes ist, vollständig, vollständig und unabhängig nutzbar ist. Eine nutzbare Anlage ist wiederum eine Anlage, die für eine bestimmte Aktivität nützlich, angemessen und für die Funktion, die sie erfüllen soll, geeignet ist.

Der Begriff der Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit wurde bereits mehrfach von Verwaltungsgerichten geklärt. Im Urteil des Landesverwaltungsgerichts in Wrocław vom 8. Juni 2011, Aktenzeichen. act I SA / Wr 349/2011 lesen wir:

(...) Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit zum Zeitpunkt der Nutzungsübernahme bedeutet, dass die Anlage die für ihre bestimmungsgemäße Funktion erforderlichen Strukturelemente enthält, technisch leistungsfähig ist und bei Vorliegen formaler Anforderungen auch erfüllt ist ( ...) ."

Wie vom Finanzamt angegeben, wird im Falle einer Errichtung eines Gebäudes der Zeitpunkt der „Vollständigkeit und Gebrauchstauglichkeit“ des Gebäudes durch die bauaufsichtliche Genehmigung bestimmt.

Diese Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Posen im Einzelbescheid vom 10. April 2014, Aktenzeichen, bestätigt. ILPB4 / 423-15 / 14-2 / ​​​​MC, wo wir lesen können:

(...) Die Gesellschaft ist berechtigt, ab dem auf den Monat der Eintragung in das Register des Anlagevermögens folgenden Monat ab dem Anfangswert eines einstöckigen Bürogebäudes Abschreibungen vorzunehmen. Die Abschreibungen stellen steuerlich abzugsfähige Kosten dar, bis die Summe der Abschreibungen ihrem Anfangswert entspricht, gemäß Art. 16 h von Absatz 1. 1 Ziff. 1 Körperschaftsteuergesetz, sofern nicht nach Art. 16 dieses Gesetzes können diese Abschreibungen nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden.

Die Abschreibung eines eingeschossigen Bürogebäudes kann beginnen, wenn eine Nutzungsgenehmigung für das umgebaute bestehende Bürogebäude vorliegt und das Gebäude mit einem zweigeschossigen Bürogebäude aufgegeben wurde, das mit dem eingeschossigen Gebäude durch ein delegierter Verbindungsbeamter, beginnend mit dem Monat, der auf den Monat folgt, in dem diese Maßnahme in das Verzeichnis des Anlagevermögens und des immateriellen Vermögens eingetragen wird (…).

Beispiel 1.

Der Unternehmer baute das Gebäude. Es war gebrauchstauglich, wurde aber von der zuständigen Behörde nicht akzeptiert. In einer solchen Situation ist eine Abschreibung eines Firmengebäudes nicht möglich.