Rechnungsfehler und Mehrwertsteuerabzug – die wichtigsten Informationen

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Dass dem Käufer eine vom Verkäufer ausgestellte Rechnung vorliegt, ist nur eine formelle Voraussetzung für die Ausübung der Abzugsmöglichkeit. Um einem Steuerpflichtigen das Recht auf Vorsteuerabzug zu entziehen, müssen die Mängel der Rechnung schwerwiegend genug sein, um eine Behandlung dieses Dokuments als Rechnung auszuschließen.

Die Methode zur Dokumentation der umsatzsteuerlichen Tätigkeiten ist weitgehend formalisiert. Der Formalismus betrifft in dieser Hinsicht sowohl die Informationen, die in jeder Mehrwertsteuerrechnung enthalten sein müssen, als auch das Datum, an dem sie ausgestellt werden muss. Es ist nicht möglich, von den im Reglement festgelegten Regeln abzuweichen.

Aus Sicht der Umsatzsteuerabrechnungen des Verkäufers und des Käufers ist die Rechnung eines der wichtigsten Dokumente. Die Pflicht, den Umsatz für Zwecke der Umsatzsteuer mit Umsatzsteuerrechnungen von Steuerpflichtigen dieser Steuer nachzuweisen, ist in Art. 106b Absatz. 1 des Umsatzsteuergesetzes. Gemäß dieser Bestimmung ist der Steuerzahler verpflichtet, eine Rechnung auszustellen, die den Verkauf bestätigt.

Eine korrekt ausgestellte Rechnung berechtigt zum Abzug der darin enthaltenen Mehrwertsteuer. Manchmal sind in den ausgestellten Rechnungen Fehler enthalten, sofern sie erheblich sind und die Möglichkeit des Abzugs der Mehrwertsteuer von den Rechnungen ausschließen.

Im Folgenden stellen wir die häufigsten Fehler vor, die auf Rechnungen erscheinen.

Fehler bei der Berechnung der Mehrwertsteuer

Auch wenn die auf der Rechnung ausgewiesene Mehrwertsteuer falsch berechnet wurde, entzieht dies dem Steuerpflichtigen nicht das Recht zum Vorsteuerabzug. Eine solche Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Warschau im Einzelbescheid vom 8. November 2011, Az.-Nr. IPPP1-443-1228 / 11-2 / BS, wo wir lesen können:

(...) Der Antragsteller ist berechtigt, die Mehrwertsteuer in Höhe des vom Rechnungssteller auf der Rechnung ausgewiesenen Betrags abzuziehen, auch wenn dieser nach Ansicht des Antragstellers in falscher Höhe ausgewiesen ist.

Insbesondere in diesen Fällen gelten die Bestimmungen des Art. 88 Sek. 3a (4) (a) und (b) Umsatzsteuergesetz.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der Aussage der oben genannten Fehler hat der Antragsteller das Recht, die auf den erhaltenen Rechnungen ausgewiesene Mehrwertsteuer abzuziehen. (...)

Auch der Erhalt einer Rechnung mit einem überhöhten Mehrwertsteuerbetrag entzieht dem Käufer nicht das Recht, den gesamten Steuerbetrag abzuziehen. Diese Position wird von den Finanzbehörden bestätigt, ein Beispiel dafür ist das Schreiben des Direktors der Steuerkammer in Posen vom 18. Januar 2016, Aktenzeichen. ILPP1 / 4512-1-814 / 15-2 / MK, wo wir lesen können:

(...) Das Unternehmen hat Fälle identifiziert, in denen die Lieferanten die Mehrwertsteuer für Bau-, Renovierungs- oder Montageleistungen innerhalb von Gebäuden erhoben haben, die dem Unternehmen zu einem Mehrwertsteuersatz von 23 % erbracht wurden (während nach Ansicht des Unternehmens für diese Dienstleistungen sollte ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 8% gelten (Mehrwertsteuersatz) und hat daher für sie Mehrwertsteuerrechnungen ausgestellt, in denen der überhöhte Steuerbetrag angegeben ist.

(...) In einem solchen Fall ist aufgrund der dargestellten Sachverhaltsdarstellung und der vorstehenden Rechtsvorschriften darauf hinzuweisen, dass der Antragsteller zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, der sich aus den Rechnungen über die erbrachten Leistungen ergibt an den Antragsteller weitergegeben und zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet. Die Verwendung eines falschen Steuersatzes durch den Rechnungssteller entzieht dem Antragsteller nicht das Recht zum Vorsteuerabzug, da dies keine negative Prämisse ist, die den Abzug dieser Steuer verhindert, wie in Art. 88 des Gesetzes (...).

Mehrwertsteuer, wenn die Tätigkeit nicht steuerpflichtig oder steuerbefreit ist

Gemäß Art. 88 Sek. 3a Ziff. 2 des Gesetzes bilden keine Grundlage für die Minderung der geschuldeten Steuer und die Erstattung der Steuerdifferenz bzw steuerpflichtig oder steuerfrei ist.

Daher ist in einer Situation, in der die Tätigkeit nicht steuerpflichtig oder steuerbefreit ist und darauf Mehrwertsteuer berechnet wurde, ein Abzug von einer solchen Rechnung nicht fällig.

Diese Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Warschau mit Schreiben vom 2. Juni 2014, Aktenzeichen, bestätigt. IPPP1 / 443-410 / 14-2 / ​​​​Igo, wo wir lesen können:

(...) die von den Kontrahenten erhaltenen Barboni stehen in keinem Zusammenhang mit dem Erhalt des gegenseitigen Vorteils durch den Antragsteller, da ein solcher Vorteil nicht als Kauf eines bestimmten Volumens durch die Kontrahenten während des vereinbarten Vergleichs angesehen werden kann (Monate, Quartale). Darüber hinaus unterliegt das Versäumnis des Käufers, eine bestimmte Anzahl von Käufen zu erfüllen, keiner Sanktion oder Haftung. Daher ist in der im Antrag dargestellten Situation zu berücksichtigen, dass der Empfänger der Prämien der Gesellschaft keine Dienstleistungen im Sinne von Art. 8 Sek. 1 des Umsatzsteuergesetzes, so dass diese Tätigkeit nicht steuerpflichtig ist und nicht mit einer Umsatzsteuerrechnung belegt werden sollte.

Folglich, wenn die Auftragnehmer keine Dienstleistungen für das Unternehmen erbracht haben, werden die von ihnen ausgestellten Rechnungen gemäß Art. 88 Sek. 3a Nr. 2 UStG, begründen für den Antragsteller keine Kürzung des zu entrichtenden Steuerbetrags um den dort ausgewiesenen Vorsteuerbetrag (...).

Beispiel 1.

Der Steuerzahler hat seinen Angestellten eine Wohnung zu Wohnzwecken gemietet. Der Vermieter stellte ihm eine Rechnung mit 23% MwSt. aus. Eine solche Rechnung berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug, da die Anmietung von Räumlichkeiten zu Wohnzwecken ausgenommen ist.

Rechnungen, die fiktive Aktivitäten angeben

Scherz. 88 Sek. 3a Ziff. 4 UStG ergibt sich, dass die ausgestellten Rechnungen oder Korrekturrechnungen nicht Grundlage für den Vorsteuerabzug sind, die:

  • staatliche Tätigkeiten, die nicht ausgeführt wurden - in dem Teil, der diese Tätigkeiten betrifft,

  • falsche Beträge angeben - in dem Teil, der die Posten betrifft, deren Beträge nicht mit der Realität übereinstimmen,

  • bestätigen die Aktivitäten, auf die die Bestimmungen der Kunst. 58 und 83 des Bürgerlichen Gesetzbuches - im Teil über diese Tätigkeiten.

Art. 58 des Bürgerlichen Gesetzbuches bestimmt, dass eine Rechtshandlung, die der Handlung zuwiderläuft oder auf die Umgehung der Handlung gerichtet ist, ungültig ist, es sei denn, die betreffende Bestimmung sieht eine andere Wirkung vor, insbesondere werden die unwirksamen Bestimmungen der Rechtshandlung durch die entsprechenden ersetzt Bestimmungen des Gesetzes. Unwirksam ist auch ein Rechtsakt, der den Grundsätzen des gesellschaftlichen Zusammenlebens widerspricht.

Im Gegenzug Art. 83 des Bürgerlichen Gesetzbuches macht eine der anderen Partei vorgelegte Willenserklärung mit deren Zustimmung zum Erscheinen ungültig. Wurde eine solche Erklärung abgegeben, um einen anderen Rechtsakt zu verbergen, wird die Gültigkeit der Erklärung nach den Eigenschaften dieses Rechtsakts beurteilt.