Zentrales Rechnungsregister – was ist das und was ist seine Aufgabe?

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Das Zentrale Rechnungsregister (nachfolgend CRF genannt) lässt bei vielen Unternehmern befürchten, dass der Staat eine sehr weitgehende Kontrolle über ihre Geschäftstätigkeit haben möchte. Bei der Lektüre der Tagespresse könnten Steuerzahler befürchten, dass das Finanzministerium eine Lösung plant, die darin besteht, alle ausgestellten Rechnungen im sog Wolke. Aus Sicht des Ministeriums wäre eine solche Lösung nur sehr schwer umsetzbar und würde die Geschäftstätigkeit zu sehr stören. Außerdem wäre diese Lösung sehr kostspielig. In Polen gibt es fast zwei Millionen Mehrwertsteuerzahler, die sehr unterschiedliche Systeme verwenden. Daher wurde diese Lösung aufgegeben.

Zentrales Register für Rechnungen und zugehörige Lösungen

Das Finanzministerium plant, dass das neue Rechnungsregister auf der Grundlage der neuen Dateistruktur JPK_VDEK aufgebaut wird. Es wird davon ausgegangen, dass die Basisversion der Registry ab dem 01.07.2019 zur Verfügung steht. Die Datei JPK_VDEK ersetzt die Datei JPK_VAT und die Erklärungen VAT-7 und VAT-7K. Der Steuerpflichtige, der seine JPK_VDEK-Dateien sendet, sendet auch Informationen über alle von ihm ausgestellten oder erhaltenen Rechnungen. Die oben genannten Informationen gehen an die zentrale Datenbank des Finanzministeriums, wo die sog Zentrales Rechnungsregister. Es werden also Informationen zu allen Rechnungen angezeigt.

Geplanter Start eines Feedbackkanals für Steuerzahler

Auch das Finanzministerium plante früher, einen Rückmeldekanal für Steuerzahler einzurichten. Außerdem wollten sie zunächst die Zeiträume verkürzen, für die JPK_VAT-Dateien gesendet werden. Dank des Feedbacksystems würde der Steuerpflichtige von der Steuerbehörde eine Rückmeldung erhalten, dass die von ihm eingereichte JPK_VAT-Datei Kaufrechnungen enthält, die von den Verkäufern nicht gemeldet wurden. Somit ist dieses Register letztlich nicht nur für die Betriebsprüfung zu verwenden. Die Rückmeldung würde es den Steuerpflichtigen ermöglichen, ihren Auftragnehmer zu überprüfen (ob die von ihm ausgestellten Rechnungen im Register enthalten sind).

JPK-Steuerung

Derzeit werden Informationen über Unstimmigkeiten in den JPK-Dateien der Auftragnehmer nur an die Steuerbehörden gesendet. Bei Abweichungen muss der Steuerpflichtige die Betriebsprüfung berücksichtigen. Beim Versenden von JPK weiß er nicht, ob sein Auftragnehmer auch für ihn ausgestellte Rechnungen gemeldet hat. So müssen die Steuerbehörden die Steuerzahler über Unstimmigkeiten informieren und im Extremfall eine Prüfung einleiten. Durch einen Fehler kann ein Steuerzahler negativen Sanktionen und Zinsen ausgesetzt sein.

Keine negativen Auswirkungen bei Selbstkorrektur von Fehlern

Das Finanzministerium prognostiziert, dass Sie negative Folgen wie Sanktionen oder Verzugszinsen vermeiden können, wenn Sie Fehler selbst korrigieren. Wird die JPK-Datei nicht innerhalb von 14 Tagen ab dem Datum des Antrags des Leiters des Finanzamts korrigiert, wird dem Unternehmer eine Geldbuße in Höhe von 500 PLN auferlegt. Die obige Lösung wird sowohl für Steuerzahler als auch für Steuerbehörden von Vorteil sein. Die Steuerbehörden haben weniger Arbeit, da die Steuerzahler ihre Fehler selbst korrigieren können. Der Anreiz, Sanktionen zu verweigern und keine Zinsen zu zahlen, wird sie sicherlich dazu bringen, ihre Konten zu überprüfen.

JPK - Verkürzung der Zeiträume, für die der Bericht gesendet wird

Zuvor hatte das Finanzministerium geplant, die Zeit für die SAF-T-Berichterstattung deutlich zu verkürzen. Einerseits sind die obigen Informationen von Vorteil, da wir unsere Auftragnehmer überprüfen können. Andererseits kann eine übermäßige Verkürzung dieser Frist sehr belastend sein, insbesondere für kleine Steuerzahler. In den meisten Fällen lagern sie ihre Buchhaltung an Buchhaltungsbüros aus. Zu häufige Berichte können die Führung Ihres Unternehmens erschweren. Der Steuerzahler muss sich ständig Gedanken über den Versand und die Zustellung von Dokumenten an die Buchhaltung machen, anstatt sich mit den aktuellen Angelegenheiten des Unternehmens zu befassen. Das Projekt sieht vorerst eine monatliche Übermittlung von Informationen an das CRF auf Basis von SAF-Sendungen vor.

Voraussichtliches Datum für die Einführung von Änderungen

Das Finanzministerium plant, das oben genannte System im Juli 2019 zu starten. Außerdem ist geplant, die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen abzuschaffen. Das Finanzministerium plant, die in Form von SAF-T übermittelten Daten anzupassen, um sie mit denen zu ergänzen, die heute in der Erklärung enthalten sind, d. h. eine neue Dateistruktur JPK_VDEK zu erstellen.

Das Zentrale Rechnungsregister ist positiv zu bewerten. Dank ihm können Steuerzahler ihre Auftragnehmer laufend überprüfen.

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