Die persönlichen Daten des Schuldners – können diese an der Schuldenbörse bekannt gegeben werden?

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Die Rechtsgrundlagen für die Rechtmäßigkeit der Weitergabe der personenbezogenen Daten des Schuldners bei der Schuldenbörse finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch, in den Bestimmungen über Kaufverträge. Gemäß den allgemeinen Bestimmungen des Kodex ist jeweils eine Willenserklärung, die ein Angebot zum Verkauf von Forderungen darstellt, anzugeben.

Persönliche Daten des Schuldners auf der Schuldenbörse

Die öffentliche Bekanntgabe von Informationen wie beispielsweise personenbezogenen Daten des Schuldners, die im Rahmen der Schuldenbörse erfolgt, ist eine sehr gängige Praxis von Inkassounternehmen. Trotz vieler kontroverser Meinungen zur Rechtmäßigkeit eines solchen Verhaltens ist festzuhalten, dass es sich um eine Klage handelt, die durch zahlreiche Gerichtsentscheidungen (z. B. das Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs vom 6. 2/2005), in dem das Gericht feststellte, dass die personenbezogenen Daten des Schuldners ohne deren Zustimmung an Inkassounternehmen übermittelt werden dürfen, der Schutz ihrer Rechte, bürgerlichen Freiheiten und ihrer Privatsphäre jedoch gegen die Interessen der Gläubiger abgewogen werden muss) und die Chefinspektor für personenbezogene Daten ("Die Kenntnis darüber, gegen wen sich die Forderung richtet, ist für eine rationale Entscheidung zum Ankauf der Forderung erforderlich. Daher muss jeder Schuldner berücksichtigen, dass bei einer Verzögerung der Erfüllung einer Verpflichtung sein Recht auf Privatsphäre aufgrund der Inanspruchnahme der fälligen Beträge durch den Gläubiger eingeschränkt werden kann.Natürlich ist zu bedenken, dass es sich hierbei um eine Art der Verarbeitung personenbezogener Daten handelt, sodass der Gläubiger per definitionem eine Rechtsgrundlage für eine solche Maßnahme angeben muss. Gemäß dem Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten darf der Gläubiger nur in Angebotsform des Schuldners, Wohnort (ohne konkrete Anschrift) und Höhe der Schuld Wie man sieht, ist der Umfang der öffentlich zugänglichen Informationen begrenzt.

Die personenbezogenen Daten des Schuldners – die Vorteile der Offenlegung

Zweifellos ist sich jeder Schuldner bewusst, dass nach Eingabe seines Namens im Internet Informationen über seine Schuld abrufbar sind. Ein solches Vorgehen kann eine mobilisierende Wirkung auf den Schuldner haben, der sich aus Sorge um seine Meinung aus Angst vor Verlegenheit oder künftigen Unannehmlichkeiten, die sich aus diesem Zustand ergeben oder die Geschäftstätigkeit behindern, zur Zahlung der Zahlungsrückstände entschließt. Auch in einer Situation, in der wir es mit mehreren Schuldnern zu tun haben, die ihr Vermögen verstecken, kann sich die Auswirkung auf ihren zukünftigen Ruf als gute Lösung erweisen.