Ist das Testprodukt, das ich erhalten habe, kostenlos?

Dienstleistungssteuer

Unternehmer erhalten häufig von anderen Unternehmen verschiedene Arten von Produkten, die dazu bestimmt sind, die Gebrauchstauglichkeit im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit zu testen und zu überprüfen. Es handelt sich um eine Marketingaktivität, die es ermöglicht, das angebotene Produkt vor Vertragsabschluss zu überprüfen und die Wahl dieses Produkts zu fördern. Ein unentgeltlich zur Prüfung zur Verfügung gestelltes Produkt kann zu Einkünften des Steuerpflichtigen aus dem unentgeltlichen Erhalt der Ware führen.

Testprodukt kostenlos erhalten

Als Einkünfte können nach den steuerrechtlichen Bestimmungen (außer Geld und Geldwert) auch der Wert der erhaltenen Sachen oder Rechte sowie der Wert sonstiger Sachbezüge, einschließlich des Wertes der unentgeltlich erhaltenen Sachen und Rechte, gelten oder teilweise gegen Entgelt, sowie den Wert sonstiger unentgeltlicher oder teilweise gezahlter Leistungen.

Gesetzliche Regelungen enthalten keine Definition des freien Warenbezugs oder der unentgeltlichen Leistungen, sondern geben lediglich an, wie der Steuerpflichtige den Wert der auf diesem Konto erzielten Einnahmen zu berechnen hat. Der Wert der erhaltenen Waren oder Rechte, auch der unentgeltlich erhaltenen, wird nämlich auf der Grundlage der Marktpreise ermittelt, die bei Waren oder Rechten gleicher Art und Art verwendet werden, insbesondere unter Berücksichtigung ihres Zustands und Grades der Abnutzung sowie Zeit und Ort der Beschaffung.

Grundvoraussetzung für die Anerkennung des unentgeltlichen Wareneingangs als Einkommen ist der tatsächliche Eingang beim Steuerpflichtigen. Es reicht daher nicht aus, sich zur Herausgabe der betreffenden Waren zu verpflichten. Der Zeitpunkt der Erzielung von Umsatzerlösen wird mit kostenlosem Wareneingang erfasst.

Beispiel 1.

Der Unternehmer hat sich verpflichtet, die Ware dem Steuerpflichtigen am 14. September kostenlos zu übergeben. Die eigentliche Übergabe fand jedoch am 19. Oktober statt. Dies bedeutet, dass der Zeitpunkt des Entstehens von Einnahmen aus dem freien Wareneingang auf den 19. Oktober festgelegt werden sollte.

Die obige Position wurde vom Obersten Verwaltungsgericht im Urteil vom 5. Februar 1997 SA / Sz 1191/96 bestätigt, in dem die Richter entschieden, dass:

Aus dem Wortlaut der Vorschrift des Art. 11 Sek. 1 des Einkommensteuergesetzes ergibt sich, dass für Sachleistungen nur der Begriff „erhalten“ gilt. Somit sind Einnahmen im Sinne von Art. 11 Sek. 1 werden nur die Werte erhaltener Sachleistungen und nicht – wie es die Verordnung in Bezug auf Geld und Geldwerte verlangt – auch dem Steuerpflichtigen zur Verfügung gestellt.

Korrekte Einstufung des Produkts zum Testen

Ein Problem in Steuerangelegenheiten ist, ob bei der Prüfung der Ware ein kostenloser Bestandteil vorliegt. Als unentgeltlich einzustufen ist nach Auffassung des Finanzamtes die Entgegennahme von Waren durch den Unternehmer, die nicht mit den anfallenden Kosten oder einem anderen Äquivalent verbunden sind und ihm einen materiellen Gewinn bringen, dessen Wert bestimmbar ist. Aus dem Vorstehenden folgt, dass die Handlung des Unternehmers eine Einbahnstraße sein soll.

Auf der anderen Seite besagt die Doktrin, dass der Unternehmer keinen finanziellen Gewinn erhält, da die kostenlose Bereitstellung der Ware zur Nutzung und Probezeit für eine Probezeit eine Werbung für das Produkt darstellt, da die Möglichkeit der Qualitätskontrolle besteht des Produkts und seiner Nützlichkeit wird das Vermögen des Unternehmens in keiner Weise erhöhen. Darüber hinaus trägt sie nicht zu einer Erhöhung der Einnahmen zu Lasten eines anderen Unternehmens bei. Der einzige mögliche Nutzen, der angegeben werden kann, ist die Chance, die Kosten zu reduzieren, die durch die falsche Entscheidung für das gekaufte Produkt entstehen.

Gleichwertigkeit der Leistungen

Wie bereits oben erwähnt, wickeln wir die Warenannahme kostenfrei ab, wenn die Leistung des einen Vertragspartners nicht der Leistung des anderen Auftragnehmers entspricht. In dem von uns analysierten Fall ist es jedoch eine Überlegung wert, ob eine Art Äquivalenz vorliegt. Es sollte anerkannt werden, dass der Warenlieferant von dem Unternehmer, der die gelieferte Ware testet, eine Meinung über das Produkt erwartet. Diese Meinung ist für den Unternehmer eine wertvolle Information, die er im Rahmen seiner eigenen Geschäftstätigkeit eigentlich nicht erlangen konnte. Diese Ansicht gilt als gleichwertige Leistung und schließt die Überlassung der Ware als unentgeltlich aus.

Eine ähnliche These hat der Oberste Verwaltungsgerichtshof im Urteil vom 16. Juni 2011, II FSK 788/10, vertreten, in dem es heißt:

Das Grundmerkmal der unentgeltlichen Leistung besteht darin, dass der Leistungsberechtigte zu keiner Gegenleistung, z. Der Begriff der unentgeltlichen Leistungen umfasst Leistungen, die zum Erhalt von Leistungen auf Kosten eines anderen Rechtsträgers oder zu einem unentgeltlichen, dh nicht kostenbezogenen oder anderen gleichwertigen Vermögensgewinn für diese Person führen, die über ein bestimmtes Vermögen oder finanzielle Vermögenswerte verfügt Abmessungen. Wesentliches Merkmal einer unentgeltlichen Leistung ist daher, dass der Leistungsempfänger keine Gegenleistung erbringen muss. Damit ein bestimmter Vorteil als unentgeltlich angesehen werden kann, muss er daher ausschließlich in einem einseitigen Gewinn des Rechtsträgers bestehen, der den Vorteil erhalten hat.

Es ist zu beachten, dass es in dieser Frage keine einheitliche Position in Lehre und Rechtsprechung gibt und jeder Fall separat und individuell betrachtet werden sollte. Befindet sich der Steuerpflichtige in einer solchen Situation, sollte erwogen werden, bei der zuständigen Behörde eine individuelle Auslegung in seinem Fall zu beantragen, um Zweifel auszuräumen.

Erhalt von Gratisware als Gratisgeschenk

Im Geschäftsverkehr gibt es Situationen, in denen ein Steuerpflichtiger beim Kauf von Waren ein zusätzliches Produkt zum Testen in Form eines Gratisprodukts erhält. In solchen Situationen ist zu bedenken, dass es keine kostenlose Leistung gibt, wenn der Wert der unentgeltlich erhaltenen Waren oder Dienstleistungen im Preis anderer gekaufter Waren und Dienstleistungen enthalten ist.

Es ist auch erwähnenswert, dass das Wissen des Steuerpflichtigen, der diese Art von Waren erhält, wichtig ist. Wenn nämlich der Käufer wüsste, dass er auch in Form eines Zusatzprodukts ein Gratisprodukt erhalten würde, liegt keine unentgeltliche Leistung vor und es werden folglich auch keine Einkünfte aus nichtlandwirtschaftlicher Geschäftstätigkeit erzielt. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass der Preis des kostenlosen Produkts im Preis des gekauften Produkts enthalten war. Hatte der Käufer hingegen keine Kenntnis von der erhaltenen Zuwendung, kann davon ausgegangen werden, dass diese erzielten Einnahmen als unentgeltliche Leistung eingestuft werden.