Umsatzsteuerpflichtige Tätigkeiten

Dienstleistungssteuer

Steuerpflichtige können grundsätzlich von der Mehrwertsteuerbefreiung profitieren. Es gibt jedoch eine Gruppe von Tätigkeiten, deren Bestimmung die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Befreiung ausschließt und die Pflicht zur Umsatzsteuerregistrierung auferlegt.

Welche Tätigkeiten bedingen die Pflicht zur Umsatzsteuerregistrierung?

In Kunst. 113 Absatz. 1 des Mehrwertsteuergesetzes gibt es eine Befreiung für Verkäufe von Steuerpflichtigen, deren Verkaufswert im vorangegangenen Steuerjahr den Gesamtbetrag von 200.000 PLN nicht überstiegen hat. Der Steuerbetrag ist nicht im Verkaufswert enthalten. Wenn der Verkaufswert des Steuerpflichtigen im vorangegangenen Steuerjahr 200.000 PLN (ohne MwSt.-Betrag) nicht überstieg, kann dieser Steuerpflichtige daher die Befreiung in Anspruch nehmen und somit die fällige Steuer nicht berücksichtigen.

Diese Ausnahme gilt jedoch nicht für die in Art. 113 Absatz. 13 des Umsatzsteuergesetzes. Diese Befreiung gilt auch nicht für Steuerpflichtige:

  1. Lieferungen durchführen:

  1. Waren, die in Anhang 12 des Gesetzes aufgeführt sind,

  2. Verbrauchsteuerpflichtige Waren im Sinne der Verbrauchsteuervorschriften, mit Ausnahme von:

    • Strom (PKWiU 35.11.10.0),
    • Tabak produkte,
    • andere als die unter Buchstabe a genannten Personenkraftwagen e, vom Steuerpflichtigen nach den Vorschriften über die Einkommensteuer dem abschreibungspflichtigen Anlagevermögen zuzuordnen,

  1. Gebäude, Bauwerke oder Teile davon, in den Fällen des Art. 43 Sek. 1 Punkt 10 lit. A und B,

  2. Baustellen,

  3. neue Transportmittel;

2) Erbringung von Dienstleistungen:

  1. legal,

  2. auf dem Gebiet der Beratung, ausgenommen landwirtschaftliche Beratung im Zusammenhang mit dem Anbau und der Züchtung von Pflanzen und der Tierzucht und -züchtung sowie im Zusammenhang mit der Erstellung eines Bebauungsplans und der Modernisierung eines landwirtschaftlichen Betriebes,

  3. Schmuck;

3) die keinen Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit im Hoheitsgebiet des Landes haben.

Im Folgenden stellen wir Fälle vor, die Zweifel an der Möglichkeit der Inanspruchnahme der Umsatzbefreiung aufkommen lassen.

Benutzer dienste

Die Grundsätze der Ausübung von Tätigkeiten im Bereich der Buchführung sind im Rechnungslegungsgesetz vom 29. September 1994 (Gesetzblatt 2013, Pos. 330 in der jeweils gültigen Fassung) festgelegt. Gemäß Art. 76a Absatz. 2 oben des Gesetzes, Unternehmer, die die in Abs. 1, sind auch berechtigt, Tätigkeiten auszuüben, die Folgendes beinhalten:

  1. Führung von Steuerbüchern und anderen Aufzeichnungen für Steuerzwecke im Namen und für Steuerzahler, Zahler und Eintreiber und Hilfestellung in dieser Hinsicht,

  2. Erstellung von Steuererklärungen und -erklärungen im Namen und zu Gunsten von Steuerpflichtigen, Zahlern und Eintreibern oder diesbezügliche Hilfeleistung,

- soweit in gesonderten Vorschriften festgelegt.

In einer Situation, in der wir uns mit technischen Tätigkeiten ohne Beratung befassen, profitieren daher Unternehmen, die Buchhaltungsdienstleistungen erbringen, von der Befreiung.

Diese Position wird auch von den Finanzbehörden bestätigt, ein Beispiel dafür ist die allgemeine Auslegung des Finanzministers vom 9. April 2015, Rz. PT3.8101.2.2015.AEW.16, wo wir lesen können:

(...) in einer Situation, in der das Unternehmen (unabhängig von seinem Status oder mit bestimmten Befugnissen) nur Buchhaltungsdienstleistungen, Steuerbücher und andere Aufzeichnungen für Steuerzwecke oder die Erstellung (Ausfüllung) von Steuererklärungen und -erklärungen erbringt und keine Beratungsdienste oder rechtliche (wie die in § 2 Abs. 1 Satz 1 oder 4 des Steuerberatungsgesetzes genannten) die Bestimmungen des 113 Absatz. 13 Punkt 2 lit. a oder b des Umsatzsteuergesetzes. Daher kann ein solches Unternehmen von der Mehrwertsteuerbefreiung profitieren (es sei denn, es gelten andere Bedingungen als die erörterten, die von der Befreiung nach Art. 113 des Mehrwertsteuergesetzes ausgenommen sind). Erbringt dagegen ein Unternehmen (unabhängig von seinem Status oder mit bestimmten Befugnissen) Beratungs- oder Rechtsdienstleistungen (z. B. gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 oder 4 Steuerberatungsgesetz), die Bestimmungen des Art. 113 Absatz. 13 Punkt 2 lit. a oder leuchtet. b des Umsatzsteuergesetzes.

Folglich ist diese Einrichtung nicht berechtigt, die in Art. 113 Absatz. 1 und 9 des Umsatzsteuergesetzes. (...)

Immobiliengutachter

Die Immobilienbewertung wurde im Gesetz vom 21. August 1997 über die Immobilienverwaltung (Gesetzblatt 2015, Pos. 1774 in der jeweils gültigen Fassung) geregelt.

Gemäß Art. 174 Absatz. 3 dieses Gesetzes bestimmt der Liegenschaftsgutachter den Wert der Liegenschaft sowie der mit ihr dauernd verbundenen Maschinen und Geräte.

Nach Art. 174 Absatz. 3a des Gesetzes kann der Immobiliengutachter Studien und Gutachten erstellen, die kein Wertgutachten darstellen über:

  • Immobilienmarkt und Beratung in diesem Markt,

  • Wirksamkeit von Investitionen in Immobilien und deren Entwicklung,

  • die finanziellen Folgen der Annahme oder Änderung lokaler Pläne,

  • Kennzeichnung des Gegenstands des getrennten Eigentums an Räumlichkeiten,

  • Beleihungswert von Immobilien,

  • Ermittlung des Wertes von Immobilien für die Bedürfnisse eines einzelnen Anlegers,

  • Bewertung von als Beteiligungen im Sinne der Rechnungslegungsvorschriften klassifizierten Immobilien,

  • Bewertung von Immobilien als Anlagevermögen von Anteilen im Sinne des Rechnungslegungsgesetzes.

Unseres Erachtens erbringen die Gutachter keine Beratungsleistungen, daher können sie von der Befreiung profitieren. Diese Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Bydgoszcz mit Schreiben vom 11. Dezember 2015, Aktenzeichen, bestätigt. ITPP3 / 4512-557 / 15 / MD, wo wir lesen können:

(...) Betreiben von Geschäften auf dem Gebiet der Immobilienbewertung (Erstellung von Wertgutachten, Analyse des Immobilienmarktes und Investitionsrentabilitätsanalyse), entsprechend der erworbenen Berufsqualifikation und der Berufsbezeichnung Immobiliengutachter, wenn der Wert des steuerpflichtigen Verkaufs, der unter die Tätigkeit fällt, 150.000 PLN nicht übersteigt [Anmerkung . aut. derzeit] im Verhältnis zur Dauer der Geschäftstätigkeit die subjektive Befreiung nach Art. 113 Absatz. 9 des Umsatzsteuergesetzes (...).