Freiwillige Abzüge vom Gehalt des Arbeitnehmers

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Eine der Grundpflichten des Arbeitgebers besteht darin, dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt zu zahlen. Sie ist geschützt und die Abzugsmöglichkeiten sind daher eingeschränkt. Neben den gesetzlichen Abzügen sieht das Arbeitsgesetzbuch freiwillige Abzüge vom Arbeitnehmerentgelt vor. Es ist jedoch zu beachten, dass, wenn der Anspruch auf freiwillige Abzüge mit den gesetzlichen Abzügen zusammenfällt, die gesetzlichen Abzüge Vorrang haben.

Freiwillige Abzüge vom Gehalt des Arbeitnehmers

Freiwillige Abzüge vom Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers treten auf, wenn:

  • Arbeitnehmerbeiträge zum Kredit- und Hilfsfonds,
  • Darlehensrückzahlungen aus der Sozialkasse des Unternehmens,
  • Beiträge an die Gewerkschaft,
  • Prämien für Lebensversicherungen.

Für diese sogenanntenDie freiwilligen Abzüge vom Entgelt umfassen sowohl Forderungen an den Arbeitgeber als auch an andere – d. h. an Dritte. Bei der Erstellung gibt es keine maximal zulässigen Abzugsbeträge, sondern abzugsfreie Beträge.

Frei von jeglichen Abzügen ist der Betrag von:

  • das Mindestarbeitsentgelt für Vollzeitbeschäftigte nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und Vorschüssen für die Einkommensteuer - bei Abzug der dem Arbeitgeber geschuldeten Beträge,
  • 80 % des Betrags - bei Abzug anderer Beträge als dem Arbeitgeber geschuldet.

Die Höhe des Mindestlohns ist der Lohn nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und vorgezogener Einkommensteuer. Mit anderen Worten, es ist der Nettobetrag, der sich aus dem Mindestlohn ergibt.

Es ist auch zu beachten, dass der abzugsfreie Betrag von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer variieren kann. Seine Höhe hängt nicht nur vom Mindestlohn ab, sondern auch davon, ob dem Arbeitnehmer ein Grund- oder ein erhöhter Steuerabzug zusteht und ob ihm der steuermindernde Betrag zusteht.

Es gilt nur die Schriftform

Damit ein Arbeitgeber freiwillige Lohnabzüge geltend machen kann, muss er die schriftliche Zustimmung des Arbeitnehmers einholen. Der Arbeitnehmer sollte auch die abzugsfähigen Beträge schriftlich angeben. In der Praxis gibt der Arbeitnehmer die Erklärung zusammen mit der Zustimmung zum Abzug ab. Die Zustimmung des Arbeitnehmers zu freiwilligen Abzügen vom Arbeitsentgelt ohne Schriftform ist unwirksam.

Freiwillige Abzüge vom Entgelt ohne Zustimmung des Arbeitnehmers führen dazu, dass der Arbeitgeber das fällige Entgelt nicht zahlt und einen ungerechtfertigten Abzug vornimmt, was gegen die Rechte des Arbeitnehmers verstößt.

Die unrechtmäßige Aufrechnung ist eine Verletzung der Rechte des Arbeitnehmers, die mit einer Geldstrafe von 1.000 bis 30.000 PLN geahndet werden kann.

Daher sollte der Arbeitgeber bei einem freiwilligen Abzug ohne Zustimmung des Arbeitnehmers berücksichtigen:

  • die Verpflichtung, dem Arbeitnehmer die abgezogenen Beträge mit Zinsen zurückzugeben,
  • eine Geldstrafe, die vom Inspektor der Nationalen Arbeitsinspektion verhängt wird.