Umsatzsteuerunterlagen – wie werden sie richtig aufbewahrt?

Dienstleistungssteuer

Eine genaue Ermittlung der Höhe der Steuern auf Waren und Dienstleistungen ist dank ordnungsgemäß geführter Aufzeichnungen möglich. Auch die Höhe der Vorsteuer wird anhand der Umsatzsteuerunterlagen ermittelt. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, wie wichtig für aktive Umsatzsteuerzahler die Pflicht zur zuverlässigen und fehlerfreien Eintragung in das jeweilige Register ist. Darüber hinaus sieht das Gesetz über die Steuern auf Waren und Dienstleistungen die Notwendigkeit vor, Aufzeichnungen auch für andere Kategorien von Unternehmen als die oben genannten zu führen. aktive Umsatzsteuerzahler. Für wen gilt das Umsatzsteuerregister?

Umsatzsteuernachweise von aktiven Steuerzahlern

Steuerpflichtige, die zur Entrichtung der Umsatzsteuer verpflichtet sind und zum Vorsteuerabzug berechtigt sind (sog. aktive Umsatzsteuerpflichtige), sind umsatzsteuerlich zur vollständigen Buchführung verpflichtet. Wie sich unmittelbar aus dem Inhalt von Art. 109 Absatz. 3 des Umsatzsteuergesetzes der oben genannten Steuerpflichtige sind verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen, die die für die korrekte Erstellung der Steuererklärung erforderlichen Daten und zusammenfassende Informationen enthalten. Die genannte Bestimmung legt auch obligatorische Elemente fest, die in jedem Datensatz enthalten sein sollten. Ein solches Dokument soll insbesondere die zur Feststellung des Besteuerungsgegenstands und der Besteuerungsgrundlage erforderlichen Angaben, den zu entrichtenden Steuerbetrag, die Berichtigung der Ausgangssteuer, den Vorsteuerbetrag, der den Ausgangssteuerbetrag mindert, die Berichtigung der Vorsteuer, die Steuerbetrag, der an das Finanzamt zu zahlen ist oder von diesem erstattet wird, sowie weitere Daten, die zur Identifizierung einzelner Transaktionen verwendet werden, einschließlich der Nummer, mit der die Gegenpartei für Zwecke der Steuer- oder Umsatzsteuer identifiziert wird.

Es ist erwähnenswert, dass nach dem Änderungsgesetz ab dem 1. Januar 2018 ein neuer Art. 109 Absatz. 8a, wonach das obige Umsatzsteuerregister unter Verwendung von Computerprogrammen zwingend in elektronischer Form zu führen ist. Diese Änderung wurde eingeführt, da den Steuerbehörden die einheitlichen Mehrwertsteuer-Kontrolldateien in elektronischer Form übermittelt werden mussten. Dies ist unmittelbar in Art. 82 § 1b der Abgabenordnung. Diese Verordnung besagt, dass juristische Personen, Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit und natürliche Personen, die unter Verwendung von Computerprogrammen Steuerbücher führen, verpflichtet sind, dem Leiter der Finanzverwaltung ohne Aufforderung durch die Steuerbehörde Auskunft über die geführten Aufzeichnungen zu erteilen, indem elektronische Kommunikationsmittel, etwa im Sinne von Art. 109 Absatz. 3 des Umsatzsteuergesetzes für monatliche Zeiträume bis zum 25. des auf jeden Folgemonat folgenden Monats unter Angabe des Monats, auf den sich diese Angaben beziehen.

Umsatzsteuerunterlagen von steuerbefreiten Steuerpflichtigen

Die Pflicht zur Führung von Aufzeichnungen für Mehrwertsteuerzwecke gilt auch für Unternehmen, die von der subjektiven Mehrwertsteuerbefreiung profitieren. Gemäß Art.113 des Mehrwertsteuergesetzes steht diese Befreiung Steuerpflichtigen zu, deren Verkaufswert im vorangegangenen Steuerjahr insgesamt 200.000 PLN nicht überstiegen hat. Die unter die vorstehende Verordnung fallenden Unternehmen müssen zwar die beim Verkauf fällige Steuer nicht zahlen, jedoch gemäß Art. 109 Absatz. 1 UStG, sind verpflichtet, einen Verkaufsbeleg für einen bestimmten Tag, spätestens jedoch vor dem Verkauf am nächsten Tag, aufzubewahren. Mit der Einführung dieser Verpflichtung soll in erster Linie der Zeitpunkt bestimmt werden, zu dem der Wert der steuerbefreiten Verkäufe überschritten werden kann.

Anders als beim Register der aktiven Umsatzsteuerzahler enthalten die Vorschriften des Gesetzes keine detaillierten Anforderungen an die Struktur und die Grundsätze der Führung des Registers der steuerbefreiten Umsätze. Folglich ist jede Form der Aufzeichnung zulässig, solange das Datum und der Umfang des Verkaufs auf dieser Grundlage bestimmt werden können. Da von der Mehrwertsteuer befreite Steuerpflichtige zudem nicht verpflichtet sind, SAF-T zu übermitteln, muss das Register nicht in elektronischer Form geführt werden.

Im Übrigen ist hervorzuheben, dass Steuerpflichtige, die subjektiv von der Mehrwertsteuer befreit sind, keine Aufzeichnungen über die gekauften Waren und Dienstleistungen führen müssen. Ein solches Register ist überflüssig, da ihnen das Recht zum Vorsteuerabzug rechtlich entzogen ist.

Die zweite Gruppe von Steuerpflichtigen, die aufgrund der Veräußerung keine Ausgangssteuer zahlen müssen, sind von der Mehrwertsteuer befreite Unternehmen. Die objektive Befreiung nach Art. 43 und Kunst. 82 des Umsatzsteuergesetzes aufgrund der Ausübung bestimmter Tätigkeiten, die von der Besteuerung nach dem Gesetz ausgenommen waren. Die objektiven Befreiungen hängen nicht von der Höhe des Umsatzes ab, was bedeutet, dass für diese Kategorie von Steuerpflichtigen keine Mehrwertsteueraufzeichnungen erforderlich sind. Der Ausschluss von der Aufbewahrungspflicht ergibt sich unmittelbar aus dem Inhalt des Art. 109 Absatz. 3 des Umsatzsteuergesetzes.

Umsatzsteuernachweise bei innergemeinschaftlichem Erwerb von Gegenständen

Eine besondere Art der Befreiung ist in Art. 10 Sek. 1 Punkt 2 Umsatzsteuergesetz. Die Tätigkeit des innergemeinschaftlichen Erwerbs von Waren durch:

  • Pauschalbauern für ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten,

  • Steuerpflichtige, die nur andere als steuerpflichtige Tätigkeiten ausüben und nicht berechtigt sind, den Steuerbetrag um den Betrag der Vorsteuer beim Erwerb von Waren und Dienstleistungen zu mindern,

  • Steuerpflichtige von der Steuer befreit,

  • juristische Personen, die keine Steuerpflichtigen sind.

Die vorstehende Befreiung gilt nur für den innergemeinschaftlichen Warenwert bis zu 50.000 PLN während des Steuerjahres. Eine Überschreitung der angegebenen Grenze führt daher zur Zahlung der Mehrwertsteuer auf den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen, auch wenn der Steuerpflichtige von der Steuerbefreiung profitiert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Wert der im Rahmen des innergemeinschaftlichen Untersuchungsrahmens gekauften Waren zu überwachen. Diese Verpflichtung wird in Art. 109 Absatz. Artikel 11 des Mehrwertsteuergesetzes, der vorsieht, dass Unternehmen, die von der Mehrwertsteuer befreit sind und gleichzeitig einen innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen vornehmen, Aufzeichnungen führen sollen, anhand derer der Wert der von ihnen in anderen Mitgliedstaaten erworbenen Gegenstände bestimmt werden kann. Das Mehrwertsteuerregister sollte so geführt werden, dass das Datum angegeben wird, an dem der Warenwert, den diese Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten erworben haben, 50.000 PLN übersteigt.

Verkaufsbelege mit der Kasse

Da die Analyse der Bestimmungen des Art. 111 Sek. 1 UStG sind Steuerpflichtige, die an natürliche Personen verkaufen, die keine gewerbliche Tätigkeit ausüben, und Pauschallandwirte verpflichtet, über Registrierkassen über Umsätze und Steuerbeträge Buch zu führen. Die Regeln für die Führung dieser Aufzeichnungen, die Inanspruchnahme der Befreiung beim Kauf einer Registrierkasse und die Befreiung bestimmter Gruppen von Steuerpflichtigen von der Verpflichtung zur Verwendung von Registrierkassen werden sowohl durch die Bestimmungen des Mehrwertsteuergesetzes als auch durch die Verordnung des Ministers für Entwicklung geregelt und Finanzen über Ausnahmen von der Aufzeichnungspflicht an Registrierkassen und an Registrierkassen.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass gemäß Art. 112 Umsatzsteuergesetz führen alle Steuerpflichtigen, sowohl aktive als auch steuerbefreite, Aufzeichnungen und alle für die Steuerabrechnung hilfreichen Unterlagen bis zum Erlöschen der Steuerpflicht.