Wareneinfuhr im vereinfachten Verfahren - Abwicklungsbedingungen

Dienstleistungssteuer

Steuerpflichtige können Waren im vereinfachten Verfahren einführen. Dadurch können die Gewerbetreibenden die Ausgangssteuer auf Waren und Dienstleistungen direkt in der Steuererklärung abrechnen statt in der Zollanmeldung. Die Abrechnung der Ausgangsumsatzsteuer muss bei der Einfuhr von Waren im vereinfachten Verfahren für den Abrechnungszeitraum erfolgen, in dem die Umsatzsteuerpflicht entstanden ist. Wie wird die Wareneinfuhr im vereinfachten Verfahren abgewickelt?

Einfuhr von Waren im vereinfachten Verfahren - Bedingungen

Der Steuerpflichtige hat die Möglichkeit, die Mehrwertsteuer bei der Einfuhr von Waren zu verrechnen, ohne die Steuer gemäß Art. 33 a Umsatzsteuergesetz. Eine solche Möglichkeit bieten vereinfachte Zollverfahren.

Um die Wareneinfuhr im vereinfachten Verfahren ausweisen und somit die Umsatzsteuerabrechnung nutzen zu können, indem sowohl die Ausgangs- als auch die Vorsteuer in der Umsatzsteuererklärung ausgewiesen werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. den zuständigen Leiter des Finanzamts und den zuständigen Leiter des Zollamts vor Beginn des Abrechnungszeitraums, in dem mit der Anwendung der neuen Mehrwertsteuer begonnen werden soll, die Absicht, die Mehrwertsteuer auf die Einfuhr von Waren abzurechnen, in der Steuererklärung schriftlich mitteilen Regeln der Mehrwertsteuerabrechnung;
  2. dem Leiter der Zollstelle vorlegen, vor dem die Formalitäten im Zusammenhang mit der Einfuhr von Waren erledigt werden, ausgestellt frühestens 6 Monate vor der Einfuhr:
  • Bescheinigungen über den Zahlungsverzug der fälligen Sozialversicherungsbeiträge und der Einzelsteuern, die das Einkommen des Staatshaushalts darstellen, die für jeden Titel, einschließlich separat für jede Steuer, jeweils 3% des Betrags der fälligen Beiträge und der fälligen Steuerverbindlichkeiten überschreiten bei individuellen Steuern;
  • Bestätigung der Registrierung des Steuerpflichtigen als aktiver Umsatzsteuerzahler.

Zusätzlich zu den oben genannten Bedingungen sollten Sie auch Folgendes beachten:

  • der Steuerpflichtige ist nicht verpflichtet, dem Leiter des Zollamts die oben genannten Dokumente vorzulegen, wenn er bereits gültige Dokumente besitzt, d.h. nicht früher als 6 Monate vor der Einfuhr ausgestellt wurde,
  • die Vorlage entsprechender Unterlagen gilt auch dann als erfüllt, wenn der Steuerpflichtige inhaltsgleiche Erklärungen abgibt,
  • der Steuerpflichtige muss der Zollbehörde innerhalb von 4 Monaten nach dem Monat, in dem die Steuerpflicht für die Einfuhr von Waren entstanden ist, Dokumente vorlegen, die die Abrechnung des für die Einfuhr von Waren fälligen Steuerbetrags in der Steuererklärung bestätigen.

Werden die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt und die entsprechenden Dokumente nicht vorgelegt, verliert der Steuerpflichtige das Recht, die Steuer durch Anwendung vereinfachter Zollverfahren in Bezug auf den Betrag der bei der Einfuhr von Waren zu entrichtenden Steuern zu begleichen eine gegebene Steuererklärung.

Darüber hinaus kann die Nichtvorlage der Dokumente zum Verlust des Rechts auf Verrechnung der Steuer in der Steuererklärung für einen Zeitraum von 36 Monaten führen. Der Erlass einer solchen Entscheidung ist jedoch optional und liegt im Ermessen des Leiters des Finanzamts.

Einfuhr von Waren im vereinfachten Verfahren - Besteuerung

Die Steuerpflicht aufgrund der Einfuhr von Waren in der Mehrwertsteuer entsteht in der Regel mit der Entstehung einer Zollschuld. So wird bei der Einfuhr von Waren im vereinfachten Verfahren die bei der Wareneinfuhr anfallende Steuer in der Mehrwertsteuer-7-Erklärung für den Monat ausgewiesen, in dem die Zollschuld entstanden ist.