Wie dokumentiert man Bankkosten und Einnahmen?

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Derzeit ist jeder Unternehmer in seinem Betrieb verpflichtet, Bankkosten und Einnahmen zu dokumentieren. Wichtig ist, dass die Vorschriften nicht explizit vorschreiben, dass der Inhaber des Unternehmens ein Bankkonto eröffnen muss, sondern die Notwendigkeit eines solchen ergibt sich aus verschiedenen Rechtsakten, wie der Abgabenordnung, dem Umsatzsteuergesetz oder dem Unternehmergesetz. In bargeldloser Form müssen beispielsweise grundsätzlich alle Abrechnungen mit dem Finanzamt oder der Sozialversicherungsanstalt erfolgen.

Ein Bankkonto ist mit verschiedenen Gebühren verbunden – zum Beispiel für getätigte Überweisungen, Zinsen für aufgenommene Kredite, die Nutzung einer Bankomatkarte sowie die Erzielung von Einnahmen. Kann/sollte der Unternehmer solche Ereignisse im Steuerbuch der Einnahmen und Ausgaben verbuchen? Wenn ja, auf welcher Grundlage?

Bankkosten als steuerlich abzugsfähige Ausgaben

Zu Beginn der Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit mit der Bank als steuerlich abzugsfähige Kosten sollte daran erinnert werden, was der Unternehmer in diese Kosten einbeziehen darf.

Wichtig!

Ein Steueraufwand kann ein Aufwand sein, der:

  • tatsächlich entstanden ist,
  • ordnungsgemäß dokumentiert ist,
  • bezieht sich auf die Einkünfte des Unternehmers,
  • nicht von den steuerlich abzugsfähigen Kosten nach Art. 23 des Einkommensteuergesetzes.

Bankgebühren (dh Kontoführungsgebühr, Überweisungen, Zahlkarten, Gebühren für Abhebungen an nicht der Bank des Kontos gehörenden Geldautomaten oder Abhebungen im Ausland, Gebühren für Transaktionen usw.) Kosten für die Erzielung von Einkommen. Dies bedeutet, dass diese Ausgaben, wenn die anderen Bedingungen erfüllt sind, die Steuerbemessungsgrundlage senken können.

Es lohnt sich, die dritte Bedingung genauer zu betrachten, d. h. die Notwendigkeit, bestimmte Kosten mit den erzielten Einnahmen ins Verhältnis zu setzen. Es besteht kein Zweifel an der Situation, wenn der Unternehmer im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ein speziell bezeichnetes Bankkonto verwendet. Dann ist bekannt, dass alle damit verbundenen Kosten in direktem Zusammenhang mit dem Unternehmen und den erzielten Einnahmen stehen. Anders ist es, wenn der Unternehmer sein Privatkonto für Firmenabrechnungen nutzt. In einer solchen Situation muss er auf Kosten seine geschäftlichen Transaktionen genau von denen trennen, die seine persönlichen Überweisungen sind. Die Steueraufwendungen beinhalten Bankprovisionen in dem Teil, in dem sie mit der Führung eines Unternehmens zusammenhängen.

Wichtig!

Bei der Nutzung eines privaten Bankkontos für geschäftliche Zwecke kann der Unternehmer die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kontoführung, der Kartennutzung usw. nicht als Steueraufwand anerkennen. Die Steuerbemessungsgrundlage darf nur um Provisionen und andere Gebühren reduziert werden, die in direktem Zusammenhang mit den im Rahmen der Geschäftstätigkeit getätigten Transaktionen stehen.

Bei der Betrachtung von Bankausgaben in der Wirtschaft sollte auch die Frage der Kreditaufnahme hervorgehoben werden. Nun, ein Unternehmer darf nur Zinsen und Aufwendungen im Zusammenhang mit seiner Bedienung als steuerlich abzugsfähige Kosten berücksichtigen. Das erhaltene Darlehen stellt kein Einkommen dar, daher kann die Rückzahlung der Raten allein die Steuerbemessungsgrundlage nicht senken.

Alle Bankkosten sind in Spalte 13 der KPiR – „Sonstige Aufwendungen“ aufzunehmen.

Bankeinkünfte im Geschäft

Ein Bankkonto ist oft auch mit Gewinn verbunden. Dies geschieht, wenn das Konto über Firmenmittel verfügt, für die die Bank Zinsen berechnet. Wichtig ist, dass sie für den Unternehmer Bankeinkünfte aus der ausgeübten Tätigkeit darstellen, die er versteuern sollte. Die Einnahmen aus verschiedenen Arten von Treueprogrammen oder Geld-zurück-Diensten (Cashback) werden auf die gleiche Weise behandelt.

Bankeinnahmen sollten in Spalte 8 der KPiR – „Sonstige Einnahmen“ enthalten sein.

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Bankkosten und -einnahmen - Dokumentation

Es ist bereits bekannt, dass Bankausgaben steuerlich abzugsfähige Kosten darstellen können und auf dem Konto erzielte Gewinne besteuert werden sollten. Wie geht das, wenn der Unternehmer keine Rechnung oder Rechnung von der Bank erhält? Grundlage für die Buchung ist in diesem Fall ein Kontoauszug, der alle Zahlungsströme auf einem Konto auflistet. Sie ergibt sich direkt aus Abs. 13 Punkt 4 der Verordnung des Finanzministers vom 26. August 2003 über die Führung des Steuerbuchs der Einnahmen und Ausgaben.

§ 13 der Verordnung über die KPiR:

Rechnungslegungsnachweise umfassen auch:

  1. täglich erstellte Nachweise (Verkaufsrechnungen) zur Verbuchung mit Sammelbuchung;
  2. Buchhaltungsnotizen, erstellt zur Korrektur der Buchung eines Geschäftsvorfalls, die sich aus einem fremden oder eigenen Ausweis ergeben, vom Auftragnehmer des Steuerpflichtigen erhalten oder dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt werden;
  3. Nachweis von Verschiebungen;
  4. Nachweise über Porto und Bankgebühren;
  5. sonstige Gebührennachweise, auch auf der Grundlage von Zahlungsbüchern, und Unterlagen mit den Daten nach § 12 Abs. 3 Punkt 2.

In der Rechnungslegungspraxis erfolgt die Erfassung dieser Art von Ausgaben häufig durch die Vergabe eines internen Ausweises.

Ein weiterer Zweifel kann sich auf den Zeitpunkt beziehen, an dem die Bankkosten / Kosten in der KPiR erfasst werden sollen. Grundsätzlich gilt, dass das Datum des Anfalls der Kosten das Datum der Ausstellung der Rechnung (Rechnung) oder eines anderen Nachweises ist, der die Grundlage für die Anerkennung der Kosten bildet. Daher sollten bei der Barkostenrechnung (vereinfacht) die mit einem Kontoauszug dokumentierten Bankprovisionen (und sonstigen Kosten) zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Kontoauszugs in einem Betrag in die KPiR aufgenommen werden. Bei der periodengerechten Abrechnung der Kosten werden die Kosten periodengerecht erfasst. Gleiches gilt für die erzielten Bankeinnahmen.

Zusammenfassend können die mit der Führung eines Bankkontos und der Aufnahme eines Unternehmenskredits verbundenen Gebühren als steuerlich abzugsfähige Kosten angesehen werden, und die damit erzielten Gewinne müssen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Steuern anerkannt werden. Grundlage für die Anerkennung der angegebenen Ereignisse im KPiR ist ein Kontoauszug.