Sozialversicherungsbeiträge - können sie in die Steuerkosten eingerechnet werden?

Service

Unternehmer verbinden ZUS-Beiträge in erster Linie mit einer weiteren Pflichtgebühr, die Sie bei der Führung eines eigenen Unternehmens beachten müssen. Sie verursachen zwar den monatlichen Mittelabfluss vom Konto des Steuerzahlers, haben aber natürlich auch Vorteile. Eine davon ist die Möglichkeit, das Einkommen um einige ZUS-Beiträge zu reduzieren und damit - die Einkommensteuerbemessungsgrundlage zu reduzieren. In diesem Artikel wird erläutert, wie Sie dies tun und die doppelte Abzugsfalle vermeiden.

Sozialversicherung

Die Sozialversicherungsbeiträge – also Invalidenrente, Altersrente, Kranken- und Unfallversicherung – machen den größten Teil aller an die ZUS gezahlten Gebühren aus. Daher ist die gute Nachricht, dass sie Ihre Einkommensteuerbemessungsgrundlage vollständig senken können. Der Unternehmer ist in dieser Angelegenheit nur durch eine Bedingung eingeschränkt – die Prämie muss bezahlt werden. Am besten ist es natürlich, wenn die Gebühren fristgerecht bezahlt werden – bis zum 10. des Monats, der auf den Monat folgt, auf den sich der Beitrag bezieht. Kommt es jedoch - aus verschiedenen Gründen - zu Verzögerungen bei der Zahlung des fälligen Betrages, besteht kein Grund zum Ringen - die Prämie kann das Einkommen zu einem späteren Zeitpunkt der Zahlung mindern. Dennoch lohnt es sich nicht, das Verständnis der Sozialversicherungsanstalt zu missbrauchen und nicht zu oft mit Zahlungen zu verspäten.

Sozialversicherungsbeiträge können auf zwei Arten von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden - als steuerlich abzugsfähige Kosten oder als Abzug vom Einkommen. Hier lohnt es sich, eine der Methoden zu übernehmen und getreu anzuwenden, denn Doppelbeiträge reduzieren die Steuerlast des Staates, was leider mit negativen Folgen verbunden sein kann.

Bei der Einbeziehung von Sozialversicherungsbeiträgen als Kosten sind diese in Spalte 13 des Steuerbuchs der Einnahmen und Ausgaben als sonstige Ausgaben im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit anzugeben. Wird jedoch die Wahl getroffen, Beiträge vom Einkommen abzuziehen, werden sie nicht im Steuerbuch erfasst, sondern ihre Summe wird vom um die Kosten geminderten Einkommen abgezogen.

Der Unternehmer kann sein Einkommen um die gesamten gezahlten Sozialversicherungsbeiträge für seine eigene und die mitarbeitende Person kürzen. Wie sieht es mit den Arbeitnehmerbeiträgen aus? Auch sie können das Einkommen mindern, jedoch nur insoweit, als sie vom Arbeitgeber finanziert werden und nur in Form von steigenden steuerlich abzugsfähigen Kosten. Die durch die eigene Versicherung des Arbeitnehmers anfallenden Kosten dürfen keinesfalls als Betriebskosten gelten. Der Unternehmer kann Arbeitnehmerbeiträge selbstverständlich in dem Monat abrechnen, für den die Vergütung fällig war, sofern die Beiträge gezahlt wurden.

Arbeitsfonds und Fonds für garantierte Leistungen an Arbeitnehmer

Der Arbeitsfonds sowohl von Unternehmern als auch von kooperierenden Personen und Arbeitnehmern kann die Steuerbemessungsgrundlage ebenfalls verringern. Sie kann jedoch im Gegensatz zur Sozialversicherung nur als Steueraufwand anerkannt werden. In diesem Fall kann der Unternehmer die Gebühr nicht vom Einkommen abziehen.

Ebenso kann der Steuerpflichtige als Kosten die für seinen Arbeitnehmer gezahlten Beiträge an die garantierte Personalvorsorgekasse abrechnen.

Starten Sie eine kostenlose 30-tägige Testphase ohne Bedingungen!

ZUS-Beiträge - Krankenversicherung

Der Krankenversicherungsbeitrag ist der einzige, der die Bemessungsgrundlage mit der Einkommensteuer nicht mindern kann – weder in Form einer Kostenerhöhung noch in Form einer Einkommensminderung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der gezahlte Krankenversicherungsbeitrag nur eine Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber ZUS darstellt.

Der Unternehmer kann den durch den Krankenversicherungsbeitrag berechneten Steuerbetrag ermäßigen. In diesem Fall ist sie durch zwei Bedingungen begrenzt – erstens muss die Prämie wie bei ihren Vorgängern zwingend gezahlt werden, und zweitens – nicht in voller Höhe, sondern nur 7,75 % können den berechneten Steuerbetrag mindern.

Wie Sie sehen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die ZUS-Beiträge. Sie können dem Unternehmer erheblich helfen, weitere zu entrichtende Gebühren – diesmal an das Finanzamt in Form der Einkommensteuer – zu senken.