Einmalige Abschreibung – wer kann sie nutzen?

Webseite

Mit dem Gesetz vom 7. Juli 2017 zur Änderung des Gesetzes über die Einkommensteuer und des Gesetzes über die Körperschaftsteuer (Gesetzblatt 2017, Pos. 1448) wurde das Recht für alle Unternehmer auf eine jährliche einmalige Abrechnung von Auslagen für Anlagevermögen bis zu 100.000 PLN bei einem Mindestaufwand von 10.000 PLN. Vor dem 12. August 2017, in dem die Änderung in Kraft getreten ist, einmalige Abschreibung und die Möglichkeit der Einbeziehung in die sog Steueraufwendungen wurden nur denjenigen Steuerpflichtigen geschuldet, die gerade ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben oder deren Bruttoumsatzerlöse im vorangegangenen Steuerjahr den Gegenwert von 1.200.000 PLN nicht überschritten haben.

Nach dem derzeitigen Rechtsrahmen können alle Unternehmer, unabhängig von der Form ihrer Geschäftstätigkeit, eine einmalige Abschreibung in Anspruch nehmen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Darüber hinaus fällt dieses Instrument auch nicht unter das De-minimis-Beihilferegime, so dass es auch von Unternehmern genutzt werden kann, die in den letzten Jahren beispielsweise Fördermittel der Europäischen Union erhalten haben, die die Grenze der De-minimis-Beihilfe ausschöpfen, und von denen die zur Gruppe der Unternehmer gehören, von dieser Art der öffentlichen Förderung ausgeschlossen sind.

Einmalige Abschreibungen - Welche Anlagegüter können abgeschrieben werden?

Da mit der fraglichen Änderung ein Mechanismus geschaffen werden sollte, der Investitionen von Unternehmern stimuliert, gilt die neue Variante der einmaligen Abschreibung nur für Investitionen in ganz neue Anlagegüter der Gruppen 3-6 und 8 der Anlage Klassifizierung von Vermögenswerten. Diese Gruppen umfassen Kessel- und Kraftmaschinen, Maschinen, Geräte und Apparate für den allgemeinen und speziellen Gebrauch, technische Geräte, Werkzeuge, Instrumente, bewegliche Sachen und Ausrüstungen, anderenorts nicht klassifiziert.

Hervorzuheben ist, dass das Anlagevermögen der oben genannten Gruppe fabrikneu sein muss, d. h. die einmalige Abschreibung entfällt auf gebrauchte oder vom Steuerpflichtigen selbst hergestellte Anlagegüter.

Einmalige Abschreibung - Betragsgrenze

Der Unternehmer kann jedes Jahr einmalige Abschreibungen auf den Anfangswert der neu gekauften Anlagegüter der Gruppen 3-6 und 8 der Klassifikation in dem Steuerjahr vornehmen, in dem diese Anlagen in das Verzeichnis des Anlagevermögens eingetragen wurden und immaterielle Vermögenswerte bis zu einem Betrag, der im Steuerjahr 100.000 PLN nicht übersteigt. Der Betrag von 100.000 PLN beinhaltet die Summe der Abschreibungskosten und der Zahlungen für den Erwerb eines Anlagevermögens, die als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden.

Bei einer Gesellschaft, die keine juristische Person ist, bezieht sich die Höhe der Abschreibungsgrenze auf den Gesamtwert der auf die Gesellschafter dieser Gesellschaft entfallenden Abschreibungen.

In einer Situation, in der der Steuerpflichtige eine Investitionsausgabe von mehr als 100.000 PLN tätigt, wird dieser Betrag im Steuerjahr einmalig abgeschrieben und der verbleibende Überschuss wird in den folgenden Steuerjahren nach den allgemeinen Regeln abgeschrieben, die Summe der in den steuerlich abzugsfähigen Kosten enthaltenen Abschreibungen und Zahlungen für den Erwerb eines Anlagevermögens darf den Anfangswert dieses Anlagevermögens nicht übersteigen.

Mindestinvestitionsaufwand

Eine zusätzliche Bedingung für die Inanspruchnahme der neuen Vorschriften ist, dass die von den Steuerzahlern getätigten Investitionen in neues Anlagevermögen in einem bestimmten Jahr mindestens 10.000 PLN betragen.

Im Falle von mindestens zwei im Steuerjahr erworbenen Anlagegütern sollte ihr Gesamtsteuerwert mindestens 10.000 PLN betragen und der Anfangswert jedes von ihnen sollte 3.500 PLN überschreiten.

Dies bedeutet, dass der Steuerpflichtige die Ausgaben für den Erwerb eines oder mehrerer Sachanlagen in einem bestimmten Jahr als steuerlich abzugsfähige Kosten anrechnen kann, sofern er für den Erwerb mindestens 10.000 PLN ausgegeben hat und der Anfangswert jedes davon mehr als . betrug 3.500 PLN.

Wenn der Steuerpflichtige gleichzeitig mit der Abschreibung eines Anlagevermögens mit einem Wert unter 10.000 PLN und über 3.500 PLN beginnt und seinen Wert dann innerhalb der Grenze von 10.000 PLN einbezieht, bleiben die bisher vorgenommenen Abschreibungen in den Kosten enthalten, und unter Berücksichtigung der einmaligen Abschreibung in Höhe von 100.000 PLN unterliegt der nicht abgeschriebene Wert dieses Vermögenswerts.

Zahlungen für den Kauf eines Anlagevermögens, dessen Lieferung in den folgenden Berichtsperioden erfolgt

Die diskutierte Lösung ermöglicht es dem Steuerpflichtigen auch, Zahlungen (z. B. Vorschüsse) für den Erwerb eines Anlagevermögens, deren Lieferung in den folgenden Berichtsperioden, dh im nächsten Monat, Quartal oder Jahr, erfolgt, direkt als steuerlich abzugsfähige Kosten anzurechnen . Wird die Lieferung nicht ausgeführt, z.B. infolge eines Rücktritts vom Vertrag, ist der Steuerpflichtige verpflichtet, die steuerlich abzugsfähigen Kosten allgemein anzupassen.

Wann muss der Steuerzahler seine Einnahmen durch einen Beitrag zum Kauf eines Anlagevermögens erhöhen?

Sowohl vor als auch nach dem Erwerb eines Anlagevermögens, dessen Zahlung vom Steuerpflichtigen als steuerlich abzugsfähige Kosten berücksichtigt wurde, kann es Situationen geben, in denen der Steuerpflichtige zu einer Anpassung der Steueraufwendungen verpflichtet ist.

Vor dem Erwerb eines Anlagevermögens liegt eine solche Notwendigkeit vor, wenn der Steuerpflichtige:

  • liquidierte Geschäftstätigkeit oder
  • die im Gesetz vom 24. August 2006 über die Tonnagesteuer oder im Gesetz vom 6. Juli 2016 über die Aktivierung des Schiffbaus und der ergänzenden Industrien vorgesehene Besteuerungsform in eine Pauschalbesteuerung geändert wurde.

Nach dem Erwerb eines Anlagevermögens entsteht die Verpflichtung zur Erhöhung der Einnahmen durch einen Beitrag zum Erwerb eines Anlagevermögens, wenn der Steuerpflichtige:

  • keine einmalige Abschreibung auf das Anlagevermögen vorgenommen hat oder
  • er verkaufte gegen eine Gebühr ein Anlagevermögen.

Die Einkommenserhöhung durch Zahlung für den Erwerb eines Anlagevermögens sollte dann am letzten Geschäftstag vor dessen Liquidation, am letzten Geschäftstag vor dem Wechsel der Besteuerungsform, an dem Tag erfolgen, an dem der Steuerpflichtige die Erstabschreibung oder zum Zeitpunkt des entgeltlichen Abgangs des Anlagevermögens.

Starten Sie eine kostenlose 30-tägige Testphase ohne Bedingungen!

Wahl der Abschreibungsbasis

Berücksichtigt man, dass in den geltenden Regelungen bereits eine Lösung für die Möglichkeit einer einmaligen Abschreibung bis zu einem Betrag von 50.000 EUR (an Kleinsteuerzahler und Existenzgründer) beim Kauf einer Festeinbau Vermögenswert, der zu einer einmaligen Abschreibung berechtigt, sowohl in Höhe von 50.000 Euro als auch in Bezug auf die vorgeschlagene Abschreibung in Höhe von 100.000 PLN

Gelten die fraglichen Regelungen nur für nach Inkrafttreten erworbenes Anlagevermögen?

Der besprochene einmalige Abschreibungsmechanismus gilt auch für ab dem 1. Januar 2017 erworbene Sachanlagen und ab diesem Zeitpunkt geleistete Zahlungen für den Erwerb dieser Vermögenswerte.

Kann eine einmalige Abschreibung auf bereits teilweise abgeschriebene Sachanlagen vorgenommen werden?

Der Direktor der Nationalen Steuerinformation hat im Steuervorbescheid vom 8. Januar 2018, 0111-KDIB1-2.4010.406.2017.1.MM, festgestellt, dass die Position des Steuerpflichtigen richtig ist, was darauf hindeutet, dass Art. 16k Absatz. 14 KStG gilt sowohl für Fonds, die teilweise abgeschrieben wurden, als auch für Fonds, deren Abschreibung noch nicht begonnen hat. Der in diesem Rezept verwendete Wortlaut „Ab dem Anfangswert des werksseitig erworbenen Anlagevermögens“ er umfasst sowohl Sachanlagen, deren Abschreibung noch nicht begonnen hat, als auch Sachanlagen, die bereits teilweise abgeschrieben sind. Somit ist es nicht gerechtfertigt, teilweise abgeschriebene und nicht abgeschriebene Fonds getrennt zu klassifizieren.

Hat der Steuerpflichtige nach einer einmaligen Abschreibung in Höhe von 100.000 PLN Anspruch auf weitere Abschreibung vom verbleibenden Anfangswert des Anlagevermögens im selben Steuerjahr?

Nach einer einmaligen Abschreibung in Höhe von 100.000 PLN war der Steuerpflichtige nicht berechtigt, im selben Steuerjahr weitere Abschreibungen auf den verbleibenden Anfangswert des Anlagevermögens vorzunehmen. Diese Abschreibungen (gemäß Art.22k (1) oder Art.22i des Einkommensteuergesetzes) dürfen erst ab dem nächsten Steuerjahr berechnet werden, das vom Direktor der Nationalen Steuerinformation in einer Einzelverfügung bestätigt wurde vom 14. November 2017 0115-KDIT3.4011.281.2017.1.DR

Starten Sie eine kostenlose 30-tägige Testphase ohne Bedingungen!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nun jeder Unternehmer, nicht nur Klein- oder Existenzgründer, Anspruch auf die einmalige Abschreibung hat. Diese Abschreibungsvariante betrifft den Erwerb von fabrikneuem Anlagevermögen der Gruppen 3-6 und 8 des Anlagevermögens. Die Abschreibungsgrenze beträgt im Steuerjahr 100.000 PLN bei einem Mindestaufwand von 10.000 PLN und einem Anfangswert eines Anlagevermögens von über 3.500 PLN.