Leichenwagen und Panzerwagen - wie wird die Mehrwertsteuer richtig abgerechnet?

Dienstleistungssteuer

Die steuerliche Erfassung der Mehrwertsteuer auf Ausgaben im Zusammenhang mit anderen Kraftfahrzeugen als Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen kann für den Steuerzahler ziemlich schwierig sein. Mit der April-Novelle wurden neue Formalitäten und zusätzliche Unterteilungen sowie Formvorschriften in Form von Fahrleistungsnachweisen für Umsatzsteuerzwecke eingeführt, die den Steuerpflichtigen die Abrechnung zusätzlich erschwerten. Ein Unternehmer, der die Mehrwertsteuer korrekt abrechnen möchte, sollte das Gesetz und die zusätzlichen Vorschriften in dieser Angelegenheit lesen. Bei letzteren ist besonderes Augenmerk auf Unternehmer zu richten, die bei ihren Tätigkeiten Spezialfahrzeuge wie Bankwagen und Wohnwagen verwenden.

Leichenwagen und gepanzertes Fahrzeug - Spezialfahrzeuge

Steuerzahler mit dem sogenannten Sonderfahrzeuge haben Anspruch auf den vollen Vorsteuerabzug beim Kauf des Fahrzeugs und auf die damit verbundenen Aufwendungen. Wichtig ist, dass diese Fahrzeuge von den Steuerzahlern keine zusätzlichen Aufzeichnungen über die Kilometerleistung verlangen. Wie in Art. 86a Absatz 4 Punkte 2, aufgrund der Bauart dieser Fahrzeuge eine private Nutzung nicht möglich oder für die Steuerabrechnung unerheblich macht.

Art. 86a Abs. 1 lit. 9 Punkte 3 des Gesetzes enthält eine Liste von Personenkraftwagen, die als Sonderfahrzeuge gelten. Dazu gehören unter anderem: ein Elektro- oder Schweißgerät, ein Fahrzeug für Bohrarbeiten, ein Bagger und ein Baggerlader, ein Lader, eine Hebebühne für Wartungs- und Montagearbeiten sowie ein Autokran. Theoretisch ist der Katalog dieser Fahrzeuge jedoch geschlossen, wie in Absatz . angegeben 16 des angegebenen Artikels kann die obige Liste auch andere Fahrzeuge enthalten, die in den vom Finanzminister erlassenen Vorschriften aufgeführt sind - darunter finden wir unter anderem Bankautos und Wohnwagen.

Sowohl der Panzerwagen als auch der Wohnwagen wurden in die Verordnung des Finanzministers vom 27. März 2014 über Kraftfahrzeuge aufgenommen, die nur für die gewerbliche Tätigkeit des Steuerpflichtigen verwendet werden. Nach seiner Par. 2:

§ 2. Für andere als die in Art. 2 genannten Kraftfahrzeuge. 86a Absatz 9 des Gesetzes nur für die gewerbliche Tätigkeit des Steuerpflichtigen verwendet werden, sind Kraftfahrzeuge Zweckgesellschaften:

  • Beerdigung,
  • gepanzertes Fahrzeug - nur Typ A und B

- wenn sie über eine Sitzreihe verfügen oder ihr zulässiges Gesamtgewicht mehr als 3 Tonnen beträgt.

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Spezialfahrzeuge: Panzerwagen und Leichenwagen - technische Voraussetzungen

Die Einbeziehung von gepanzerten Fahrzeugen und Bestattungsfahrzeugen als Sonderfahrzeuge ist für den Steuerpflichtigen eine gute Nachricht, dass er von diesen Fahrzeugen ohne zusätzliche formale Belastungen die Vorsteuer in vollem Umfang abziehen kann. Allerdings ist zu bedenken, dass der bloße Name eines Wohnwagens oder eines gepanzerten Fahrzeugs gegenüber dem Finanzamt möglicherweise kein ausreichendes Argument ist. Welche Bedingungen müssen also erfüllt sein?

Diese Fahrzeuge sollten ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3 Tonnen oder einer Sitzreihe haben. Weitere Anforderungen sind in Ziff. 3 - in Übereinstimmung damit wurden die detaillierten technischen Daten der Fahrzeuge in zwei getrennten Gesetzen festgelegt, darunter in der Verordnung des Gesundheitsministers vom 27. Dezember 2007 über die Erteilung von Genehmigungen und Bescheinigungen für den Transport von menschlichen Leichen und Überresten legt sie die Bestimmungen über die technischen Aspekte des Leichenwagens fest. Detaillierte hygienische und technische Anforderungen sind in Ziff. 4 Punkt 1 der Verordnung:

§ 4 Punkt 1. Das Straßentransportmittel, das für den Transport von menschlichen Überresten und Überresten bestimmt ist, sollte die folgenden technischen und hygienischen Anforderungen erfüllen:

  1. zweckgebunden dauerhaft gekennzeichnet sein,
  2. eine Führerkabine haben, die von dem Teil, der für die Unterbringung von Leichen oder menschlichen Überresten bestimmt ist, isoliert ist,
  3. einen Schutz gegen Verschieben des Sarges oder Behälters für Leichen oder menschliche Überreste während des Transports haben,
  4. einen Boden in dem Teil haben, der zur Aufnahme eines Sarges oder eines Behälters für Leichen oder menschliche Überreste bestimmt ist, aus leicht abwaschbaren Materialien besteht und desinfektionsmittelbeständig ist,
  5. haben einen separaten Platz für die Aufbewahrung von Desinfektionsmitteln, Wasch- und Reinigungsutensilien und Einweg-Schutzhandschuhen.

Nach den Vorschriften des Straßenverkehrsrechts sollte ein konformes Bestattungsfahrzeug als Sonderfahrzeug zugelassen werden.

Andererseits wurden die Regelungen bei gepanzerten Fahrzeugen in die Anlagen 3 und 4 der Verordnung des Ministers des Innern und der Verwaltung vom 7. September 2010 über die Anforderungen an den Schutz der gelagerten und transportierten Geldwerte aufgenommen durch Unternehmer und andere Organisationseinheiten. Bankwagen des Typs A sind in Anlage 3 detailliert beschrieben:

1. Bankwagen des Typs A müssen mindestens die folgenden allgemeinen technischen Anforderungen erfüllen:

  • Aufbau mit separatem Laderaum;
  • Fahrgastraum mit fünf Sitzplätzen und Tankabdeckung, hergestellt in Klasse FB 5 nach PN-EN 1522 (Kraftstofftank, Seitenwände) und mindestens FB4 nach PN-EN 1522 (Boden, Dach);
  • Verglasung des Fahrgastraums in Klasse BR 5 nach PN-EN 1063, ohne Öffnungsmöglichkeit;
  • ausgestattet mit Klimaanlage und Belüftungssystem für den Innenraum;
  • Laderaum verstärkt mit Stahlblech, mindestens Güteklasse "45", 1 mm stark nach PN-EN 10083-1, mit nur einer Außentür (insbesondere in Form einer rückwärtigen zweiflügeligen Tür mit einflügeliger Verriegelung durch die andere und die Möglichkeit, ihn in geöffneter Position an den Fachwänden zu befestigen) mit Scharnieren mit Stiften, die gegen Ausschlagen geschützt und mit einem zusätzlichen Schloss, mindestens Klasse A, gemäß der Norm PN-EN 1300 ausgestattet sind;
  • Abdecken und Auskleiden der Oberflächen von Wänden, Boden und Decke sowie Vorrichtungen und Einrichtungsgegenständen innerhalb des Laderaums mit dem Brennbarkeitsgrad B = 0 nach PN-ISO 3795 (oder einem gleichwertigen Dokument);
  • Ausstattung des Laderaums mit Beleuchtung;
  • Außentüren mit Zentralverriegelung und Signalisierung, dass sie nicht geschlossen und nicht entriegelt sind. Türentriegelung und -verriegelung von außerhalb des Fahrzeugs durch Funkfernbedienung oder gleichwertiges Gerät, nur eine Tür öffnen und alle Fahrzeugtüren gleichzeitig schließen. Die Möglichkeit, einzelne Türen über das Armaturenbrett des Fahrzeugs zu ver- und entriegeln. Mindestens 3 Türen im Fahrgastraum oder Ausstattung des Fahrerhauses und des für die Personenbeförderung bestimmten Abteils mit Ausgängen in Form von Türen, Fenstern oder Mannlöchern, die ggf Bestimmungen über den technischen Zustand der Fahrzeuge und den Umfang ihrer notwendigen Ausrüstungen);
  • Ausrüstung mit einer Wegfahrsperre, die den Anforderungen der Richtlinie 74/61/EWG des Rates vom 17. Dezember 1973 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten in Bezug auf Einrichtungen zur Verhinderung der unbefugten Benutzung von Kraftfahrzeugen entspricht (Amtsblatt der EU, polnische Sonderausgabe , Kapitel 13, t 2, S. 49), im Folgenden „Richtlinie 74/61/EWG“ genannt, oder Regelung Nr. 116 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa – Einheitliche technische Anforderungen zum Schutz von Kraftfahrzeugen gegen Unbefugte Verwendung, im Folgenden als "UNECE-Regelung Nr. 116" bezeichnet;
  • Ausstattung mit einem fremdüberwachten Satellitenortungssystem und einem Raubsignalsystem.

2. Der Motorraum sollte über eine automatische Feuerlöschanlage und einen explosionssicheren Kraftstofftank verfügen.

3. Ein Bankfahrzeug des Typs A sollte mit einem modularen Fahrzeugalarmsystem ausgestattet sein, das die Anforderungen der Richtlinie 74/61/EWG oder der UNECE-Regelung Nr. 116 mit mindestens den folgenden Merkmalen erfüllt:

  • „Panik“-Funktion mit einer Taste der Funkfernbedienung und einem zusätzlichen Schalter im Fahrgastraum ein- und ausschaltbar;
  • Ersatzstromversorgung;
  • zusätzliche Alarmsirene;
  • Innenschutzsensoren;
  • Motorbetriebsblock;
  • Servicemodus;
  • ein Alarmsignal mit allen Fahrtrichtungsanzeigern.

4. Ein Bankwagen des Typs A sollte mit einem Alarmübertragungssystem ausgestattet sein, das mindestens Informationen liefert über:

  • Fahrzeugposition und -geschwindigkeit;
  • Öffnen und Schließen der Türen der Lade- und Fahrgasträume;
  • der Alarmzustand des Autoalarmsystems;
  • der Fahrzeugmotor wird ein- und ausgeschaltet.

5. Im Fahrzeug eingebaute elektronische und elektrische Geräte müssen den Anforderungen der Richtlinie 72/245 / EWG des Rates vom 20. Juni 1972 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Unterdrückung von Funkstörungen durch Fremdzündungsmotoren entsprechen, die in auf dem Gebiet der elektromagnetischen Verträglichkeit in Kraftfahrzeugen (Amtsblatt der EU Polnische Sonderausgabe, Kapitel 13, Bd. 1, S. 226) oder Verordnung Nr. 10 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen – Einheitliche Bestimmungen über die Zulassung von Fahrzeugen hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit.

6. Die zusätzliche elektrische Installation des Fahrzeugs (nach dem Bau) sollte den Anforderungen der Norm PN-S 76021 entsprechen (Arten und Umfang der Prüfungen nach Punkt 4.1.b, Tabelle 2, Spalte 4 dieser Norm).

7. Die Räder des Fahrzeugs sollten mit massiven Einlagen oder in einer anderen Struktur ausgeführt sein, die nach einer Reifenpanne eine weitere Fahrt von 15 km mit einer Geschwindigkeit von 50 (+/- 5) km / h ermöglicht.

8. Die Verwendung von Gasanlagen in gepanzerten Fahrzeugen des Typs A ist nicht gestattet.

Detaillierte Informationen zum gepanzerten Fahrzeug Typ B sind hingegen in Anlage 4 enthalten:

1. Bankwagen des Typs B müssen ausgestattet sein mit:

  • Verglasung mindestens der Klasse BR2 gemäß der Norm PN-EN 1063 (oder einer gleichwertigen Klasse) ohne die Möglichkeit, sie zu öffnen;
  • Fahrgastraum mindestens in Klasse FB 2 gemäß PN-EN 1522 (oder einer gleichwertigen Klasse) hergestellt;
  • Außentüren mit Zentralverriegelung und Signalisierung, dass sie nicht geschlossen und nicht entriegelt sind. Verwenden Sie zum Ent- und Verriegeln der Fahrzeugtür von außen die Funkfernbedienung oder ein Gerät entsprechend % 5go. Die Fernbedienung oder ein gleichwertiges Gerät darf nur eine Tür öffnen und alle Türen des Fahrzeugs gleichzeitig schließen. Die Zentralverriegelung soll das Ver- und Entriegeln einzelner Türen über die Instrumententafel des Fahrzeugs ermöglichen. Das Fahrzeug sollte über mindestens 3 Türen im Fahrgastraum oder eine Fahrerkabine und einen für die Beförderung von Fahrgästen bestimmten Raum verfügen, der mit Ausgängen in Form von Türen, Fenstern oder Luken ausgestattet ist, die bei Bedarf den Zugang nach außen ermöglichen, im in den Vorschriften über den technischen Zustand der Fahrzeuge und deren Umfang angegebene Nummer die erforderliche Ausrüstung;
  • Innenraumklimatisierung und Belüftungssystem;
  • Wegfahrsperre, die den Anforderungen der Richtlinie 74/61/EWG des Rates vom 17. Dezember 1973 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Vorrichtungen zur Verhinderung der unbefugten Benutzung von Kraftfahrzeugen entspricht (Gesetzblatt der EU, polnische Sonderausgabe, Kapitel 13, Bd. 2 , S. 49), nachfolgend „Richtlinie 74/61/EWG“ oder Verordnung Nr. 116 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa – Einheitliche technische Anforderungen zum Schutz von Kraftfahrzeugen gegen unbefugte Benutzung , im Folgenden als "UNECE-Regelung Nr. 116" bezeichnet;
  • ein separates Fach für den Bargeldtransport mit Beleuchtung und:

    • eine Vorrichtung zum Speichern von Geldwerten mindestens der Klasse I nach PN-EN 1143-1 oder PN-EN 1143-2, fest mit dem Fahrzeug verbunden, zusätzlich mit einem Zeitschloss ausgestattet oder

    • mit einem Spezialbehälter montiert in einem Spezialständer, der fest am Fahrzeug befestigt ist, oder

    • ein separater Laderaum aus fest verbundenem Stahlblech mit einer Mindestdicke von 1 mm mit einer separaten Tür mit einem Schloss, das mindestens der Klasse A nach PN-EN 1300 entspricht, mit einer Dreipunktverriegelung der Tür;

  • Modulare Autoalarmanlage, die den Anforderungen der Richtlinie 74/61/EWG bzw. der Regelung Nr. 116 / ECE und der Regelung Nr. 97 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa – Einheitliche Bestimmungen für die Zulassung von Alarmanlagen für Fahrzeuge und Fahrzeuge hinsichtlich ihrer Alarmanlagen (Gesetzblatt der EU L von 2008, Nr. 351, Punkt 1, S. 1), die mindestens folgende Eigenschaften aufweisen:

    • „Panik“-Funktion mit einer Taste der Funkfernbedienung und einem zusätzlichen Schalter im Fahrgastraum ein- und ausgeschaltet,

    • Notstromversorgung,

    • zusätzliche Alarmsirene,

    • Innenraumschutzsensoren,

    • Motorbetriebsblockade,

    • Servicemodus,

    • ein Alarmsignal mit allen Fahrtrichtungsanzeigern;

  • extern überwachtes Satellitenortungssystem und Raubsignalsystem;

  • ein Alarmübertragungssystem, das mindestens Informationen übermittelt über:

    • Fahrzeugstandort,

    • Fahrzeuggeschwindigkeit,

    • Öffnen und Schließen der Türen des Lade- und Fahrgastraums,

    • der Alarmzustand der Autoalarmanlage,

    • Starten und Stoppen des Motors.

2. Die im Fahrzeug eingebauten elektronischen und elektrischen Geräte sollen hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit den Anforderungen der Richtlinie 72/245 / EWG des Rates vom 20. Juni 1972 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Funkunterdrückung entsprechen Störungen durch Zündmotoren Zündkerzen in Kraftfahrzeugen (Amtsblatt der EU, polnische Sonderausgabe, Kapitel 13, Bd. 1, S. 226) oder Verordnung Nr. 10 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen - Einheitliche Bestimmungen zur Zulassung von Fahrzeugen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit.

3. Die zusätzliche elektrische Installation des Fahrzeugs (nach dem Bau) sollte den Anforderungen der Norm PN-S 76021 entsprechen (Arten und Umfang der Prüfungen nach Punkt 4.1.b, Tabelle 2, Spalte 4 dieser Norm).

4. Die Räder des Fahrzeugs sollten mit massiven Einlagen oder einer anderen Struktur versehen sein, die nach einer Reifenpanne eine weitere Fahrt von 15 km mit einer Geschwindigkeit von 50 (+/- 5) km / h ermöglicht.

5. Die Verwendung von Gasinstallationen im gepanzerten Fahrzeug des Typs B ist nicht zulässig.

Wichtig ist, dass der Steuerpflichtige verpflichtet ist, die Erfüllung der vorstehenden Bedingungen – gemäß den Bestimmungen des Straßenverkehrsrechts – zu dokumentieren. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeuge, die die Anforderungen des gepanzerten Fahrzeugs des Typs C erfüllen, nicht als Sonderfahrzeuge eingestuft werden können – nähere Informationen zu diesem Fahrzeugtyp sind in Anhang 5 der Verordnung enthalten.