Wann wird der Verwaltungsvertrag mehrwertsteuerpflichtig

Dienstleistungssteuer

Ein Managementvertrag ist ein Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen, zu dem die Bestimmungen über das Mandat gemäß Art. 750 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Vertragsparteien einer solchen Vereinbarung sind ein Unternehmer und eine natürliche Person oder eine natürliche Person, die ein Unternehmen betreibt, oder eine juristische Person.

Ein Managementvertrag ist definiert als Due Diligence-Vereinbarung mit Elementen einer Ergebnisvereinbarung. Der Vertrag kann genau festlegen, was diese Sorgfalt beinhaltet. Daher ist der Manager für die Ausübung der Sorgfaltspflicht bei der Führung des Unternehmens verantwortlich. Mit anderen Worten - für den richtigen Einsatz Ihrer Fähigkeiten bei der Führung des Unternehmens.

Verwaltungsvertrag und Mehrwertsteuer

Gemäß Art. 15 Sek. 1 des Gesetzes über die Steuer auf Waren und Dienstleistungen (im Folgenden: Umsatzsteuergesetz) werden umsatzsteuerpflichtige Dienstleistungen erbracht von:

  • ein Steuerpflichtiger, der eine juristische Person ist,

  • Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit,

  • Selbstständige natürliche Personen.

Was bedeutet Selbsterbringung von Managementleistungen?

Nach dem Umsatzsteuergesetz kann ein Verwaltungsvertrag als wirtschaftliche Tätigkeit angesehen werden. Sofern die vom Verwalter erbrachten Leistungen unter Nutzung der Infrastruktur und Organisation des Unternehmens, mit dem er den Vertrag abgeschlossen hat, erbracht werden und die ausgeführten Tätigkeiten für ihn kein wirtschaftliches Risiko darstellen, kommt von der Erbringung der Leistung nicht die Rede Dienstleistungen in Eigenregie. Einfach ausgedrückt ist eine unabhängige Person nicht jemand, der nicht für seine eigene Arbeit verantwortlich ist.

Wichtigster Punkt für die Anerkennung einer Dienstleistung als selbständige wirtschaftliche Tätigkeit sind daher die Haftung des Auftraggebers gegenüber Dritten und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung durch den Geschäftsführer.

Diese Position vertrat auch der Direktor der Steuerkammer Kattowitz im Einzelbescheid vom 13. Dezember 2013 (Az. IBPP2 / 443-812 / 13 / KO). Im vorliegenden Fall hat der Geschäftsführer im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit mit dem Unternehmer einen Geschäftsführungsvertrag abgeschlossen, auf dessen Grundlage er als Mitglied der Geschäftsführung Geschäftsführungsleistungen erbracht hat. Grundvoraussetzung für den Vertragsabschluss war der Abschluss einer Haftpflichtversicherung durch die Geschäftsführung auf eigene Kosten. Somit war der Manager gegenüber Dritten rechenschaftspflichtig.

Wenn also die vom Manager abgeschlossene Versicherung die Haftpflicht der Mitglieder der Leitungsorgane des Unternehmens abdeckt und er die Versicherungsprämie bezahlt hat, ist davon auszugehen, dass er ein selbständiges Unternehmen ist und Mehrwertsteuer zahlt. Die Versicherung muss die zivilrechtliche Haftung für Schäden abdecken, die dem Unternehmen und Dritten durch Unehrlichkeit oder unsachgemäßes Handeln bei der Erfüllung der Pflichten entstehen.

Aus diesem Grund sollte die Vergütung des Managers allgemein mehrwertsteuerpflichtig sein und mit einer MwSt.-Rechnung belegt werden.

Wann ist die Tätigkeit des Managers ohne Mehrwertsteuer?

Maßgebend für die Besteuerung ist die Anerkennung, ob eine bestimmte Tätigkeit von einer Führungskraft im Rahmen einer selbständig ausgeübten Geschäftstätigkeit ausgeübt wurde. Wenn daher zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ein Arbeitsverhältnis besteht, d.h. der Geschäftsführer nicht mit wirtschaftlichen Risiken belastet wird, die sich aus den im Vertrag vorgenommenen Handlungen ergeben, wird diese Tätigkeit nicht mehrwertsteuerpflichtig.