Wer ist betroffen und ab wann wird das zentrale Rechnungsregister eingeführt?

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Das Finanzministerium plant seit langem die Einführung des Zentralen Rechnungsregisters (CRF). In dem vom Ministerium vorgelegten Gesetzesentwurf zur Änderung des Gesetzes über die Steuern auf Waren und Dienstleistungen und des Gesetzes - Steuerverordnung wurden Bestimmungen zu CRF enthalten. Schauen wir uns an, wann das Zentrale Rechnungsregister in Kraft treten soll und welche Änderungen es für Unternehmer mit sich bringt.

Ab wann soll das Zentrale Rechnungsregister in Kraft treten?

Die Idee, ein zentrales Rechnungsregister zu schaffen, wurde bereits 2010 von der Europäischen Kommission im „Grünen Buch der Mehrwertsteuer“ als EU-weit einzuführende Lösung empfohlen.

In Polen Zentrales Rechnungsregister zzuletzt implementiert ab 01.07.2019. Zuerst wurde beschlossen, sich auf die Entwicklung der Funktionalität von einheitlichen Kontrolldateien (JPK) zu konzentrieren, dann begann die Arbeit am Modell der geteilten Zahlung in Mehrwertsteuer (Split Payment) und STIR, dh einem Mechanismus, der es ermöglicht, die Bank des Steuerzahlers zu überprüfen Konten, und jetzt wurde beschlossen, CRF zu implementieren. Ab dem 01. Juli 2019 wird das Zentrale Rechnungsregister erstellt und eine neue Struktur einer einzigen Kontrolldatei eingeführt - JPK_VDEK, die die derzeitige Datei JPK_VAT und die Erklärungen VAT-7 und VAT-7K ersetzt.

Zweck der Einführung eines zentralen Rechnungsregisters

Wie das Finanzministerium erläutert, besteht der Zweck der Einführung des Zentralen Rechnungsregisters darin, die Richtigkeit der ausgestellten Mehrwertsteuerrechnungen zu analysieren und zu kontrollieren. Das CRF soll helfen, Steuerstraftaten und vorsätzlichen Betrug, z.B. Mehrwertsteuer, aufzudecken. Durch den direkten Zugriff auf die Rechnungen von Unternehmern können die Finanzbehörden detaillierte Analysen durchführen und so Steuerstraftaten schnell aufdecken - die Anwendung eines falschen Mehrwertsteuersatzes durch bewusste Senkung oder die Ausstellung des sog leere Rechnungen. Dies bedeutet unter anderem eine relative Reduzierung der Kontrollen unter Beteiligung von Unternehmern - eine stärkere Automatisierung sowie eine Beschleunigung der Dauer solcher Kontrollen.

Das Finanzministerium hofft, dass die Einführung eines zentralen Rechnungsregisters zur Beseitigung betrügerischer Aktivitäten führt, wodurch die Bedingungen für eine ordnungsgemäße Geschäftstätigkeit verbessert werden. Vollständigere Daten, die auf der Grundlage der übermittelten Aufzeichnungen im Rahmen der neu eingereichten JPK_VDEK-Dateien erhalten werden, bilden die Grundlage für eine effektivere Nutzung des Registers.

Welche Daten enthält das Rechnungszentralregister?

Das Zentralregister der Rechnungen enthält detaillierte Daten aus den Mehrwertsteuerregistern sowie aus der aktuellen Mehrwertsteuererklärung, die auf der Grundlage neuer JPK_VDEK-Dateien gesendet werden, die Daten aus der aktuellen JPK_VAT mit den Daten aus der Mehrwertsteuererklärung kombinieren. Daher wird das Register nur in elektronischer Form geführt. Bei Fehlern in der Datei JPK_VDEK, z. Wenn der Unternehmer die Berichtigung der Akte nicht innerhalb von 14 Tagen übersendet, wird ihm per Beschluss eine Geldstrafe von 500 PLN auferlegt.

Zentrales Rechnungsregister und Erfordernis der elektronischen Rechnungsstellung

Das CRF ist daher auf der Grundlage der von den Steuerpflichtigen bereitgestellten Uniform Control Files zu erstellen und zu versenden über:

  • Von Unternehmern verwendete Online-Buchhaltungssysteme;

  • zuvor erstellte Anwendung des Finanzministeriums.

Die Verpflichtung, die Aufzeichnungen zusammen mit der Mehrwertsteuererklärung zu übermitteln, ersetzt die bisherige Verpflichtung zur Übermittlung von JPK_VAT-Dateien. Somit dient das Umsatzsteuerregister nicht mehr nur als Grundlage für die Berechnung der in der MWST-7 (VAT-7K)-Erklärung enthaltenen Beträge, sondern dient Kontroll- und Analysezwecken.

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Sowohl die Bestimmungen zum CRF als auch die gesonderten Regelungen zur Erstellung des PEF, d. h. der elektronischen Rechnungsplattform, werden sogar die Ausstellung elektronischer Rechnungen vorschreiben. Derzeit sind Business-to-Business-Dokumente in der Regel PDF-Dateien, die ein nicht bearbeitbares Bild der Rechnung enthalten – und diese Dateien werden letztendlich nicht als elektronische Rechnungen betrachtet. Daher lohnt es sich bei der Auswahl von Rechnungsprogrammen zu analysieren, ob Sie mit dem Programm echte E-Rechnungen, also elektronische Rechnungen in strukturierter Form, ausstellen können. Die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung würde zur Automatisierung der Datenarbeit beitragen und sowohl für Unternehmer als auch für Buchhalter eine enorme Zeitersparnis bedeuten.