Folgen der Nichtvorlage des Jahresabschlusses

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Die wichtigste Quelle für verlässliche Informationen über die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist der Jahresabschluss. Eine bestimmte Gruppe von Steuerpflichtigen ist gesetzlich verpflichtet, nicht nur Jahresabschlüsse zu erstellen, sondern diese auch an die zuständigen staatlichen Behörden zu übermitteln. Im heutigen Artikel beschäftigen wir uns mit der Antwort auf die Frage - welche Folgen hat es, wenn der Jahresabschluss nicht bei den zuständigen Stellen eingereicht wird.

Erstellung und Genehmigung von Jahresabschlüssen

Das gesamte Verfahren im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Unternehmens besteht aus drei grundlegenden Schritten: Erstellung, Genehmigung und Einreichung.

Beim ersten Schritt, der Erstellung des Jahresabschlusses, ist daher zu beachten, dass gem. 52 des Rechnungslegungsgesetzes ist der Jahresbericht spätestens innerhalb von drei Monaten nach dem Bilanzstichtag, der in der Regel der letzte Tag des Kalenderjahres ist, zu erstellen. Infolgedessen müssen alle Bestandteile des Berichts innerhalb dieses Zeitraums erstellt werden, d. h. Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Zusatzinformationen sowie Erläuterungen und Eigenkapitalveränderungsrechnungen. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft werden in polnischer und in polnischer Währung erstellt.

Anschließend wird der Jahresabschluss von im Unternehmen autorisierten Personen unterschrieben. Als Datum der Unterzeichnung gilt das letzte Datum, an dem es erstellt wurde. Darüber hinaus übernimmt der Unterzeichner mit der Unterzeichnung des Berichts die Verantwortung für dessen Richtigkeit und Zuverlässigkeit.

Erhält das Unternehmen nach Aufstellung des Jahresabschlusses und vor dessen Billigung Informationen über Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf ihn haben oder dazu führen, dass die Annahme der Unternehmensfortführung nicht gerechtfertigt ist, sollte es diesen Abschluss unter Vornahme entsprechender Buchungen entsprechend ändern in den Buchhaltungsunterlagen. Als Stichtag für die Korrektur des aufgestellten Jahresabschlusses und die Eintragung in die Buchführung eines Geschäftsjahres gilt der Tag der Feststellung des Jahresabschlusses.

Anschließend wird der Jahresabschluss von der zuständigen Behörde des jeweiligen Unternehmens spätestens innerhalb von sechs Monaten nach dem Bilanzstichtag festgestellt.

Übermittlung von Jahresabschlüssen an die zuständigen Behörden

Die zur Aufstellung des Jahresabschlusses verpflichteten Steuerpflichtigen reichen ihn zusammen mit dem Prüfungsbericht innerhalb von 10 Tagen ab dem Datum der Feststellung des Jahresabschlusses beim Finanzamt ein, und Unternehmen reichen zusätzlich eine Kopie des Beschlusses der Feststellungsversammlung ein. Die Pflicht zur Vorlage eines Prüfungsberichts gilt nicht für Steuerpflichtige, deren Jahresabschluss nach gesonderten Bestimmungen von der Prüfungspflicht ausgenommen ist.

Beispiel 1.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Dies bedeutet, dass der Jahresabschluss 2017 bis zum 31.03.2018 erstellt und unterschrieben sein muss . 

Der Unternehmer muss daran denken, dass der Bericht nicht nur beim Finanzamt, sondern auch beim Landesgerichtsregister eingereicht werden sollte. Nach den Vorschriften über die Rechnungslegung ist der Jahresabschluss zusammen mit dem Prüfungsbericht und einer Kopie des Feststellungsbeschlusses innerhalb von 15 Tagen nach Feststellung des Jahresabschlusses beim Registergericht einzureichen. Daher muss der Unternehmer gemäß dem oben dargestellten Beispiel bis zum 15.07.2018 einen genehmigten Jahresabschluss beim Registergericht einreichen.

Folgen der nicht rechtzeitigen Vorlage des Jahresabschlusses

Wird der Jahresabschluss nicht bei den zuständigen Behörden eingereicht, muss der Unternehmer die Möglichkeit berücksichtigen, bestimmte Konsequenzen zu erleiden. Werden die entsprechenden Unterlagen dem Finanzamt nicht vorgelegt, haftet der Rechtsträger nach der Abgabenordnung. Nach Art. Wer den Jahresabschluss oder die Prüfungsberichte pflichtwidrig nicht dem zuständigen Finanzamt vorlegt, wird nach § 80b Handelsgesetzbuch wegen Steuervergehen mit Geldstrafe bestraft.

Die Geldbuße für eine Steuerstraftat, die in der Nichterfüllung dieser Pflichten besteht, kann je nach Familien- und Finanzlage, Einkommen und Erwerbsfähigkeit des Täters zwischen 1/10 des Mindestlohns bis zum 20-fachen Betrag betragen.

Die für die Wahrnehmung dieser Aufgaben verantwortliche Person (in der Regel der Leiter der Einheit, z. B. der Präsident der Geschäftsführung) kann bestraft werden. Gemäß Art. 9 § 3 der Abgabenordnung für Steuerdelikte verantwortlich ist oder der Täter auf Grund einer gesetzlichen Vorschrift, einer Entscheidung einer zuständigen Behörde, eines Vertrages oder einer tatsächlichen Leistung mit wirtschaftlichen Angelegenheiten befasst ist, insbesondere Finanzangelegenheiten, einer natürlichen oder juristischen Person oder einer Organisationseinheit.

Haftungs- und Bußgelder können vermieden werden dank der Einrichtung des aktiven Bedauerns nach Art. 16 des Steuerstrafgesetzbuches. Nach dieser Vorschrift wird der Täter, der nach Begehung einer verbotenen Handlung dies der Strafverfolgungsbehörde unter Angabe der Tatumstände mitteilt, insbesondere an deren Begehung mitwirkende Personen, nicht wegen einer Steuerstraftat bestraft oder a Steuerstraftat. Daher sollte eine aktive Trauer vorbereitet und ein Jahresabschluss beigefügt werden.

Reicht der Unternehmer den Jahresabschluss jedoch nicht beim zuständigen Registergericht ein, gelten die Bestimmungen des Rechnungslegungsgesetzes. Nun, gemäß Art. § 79 des Gesetzes ist mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe zu bestrafen, wer entgegen den Vorschriften des Rechnungslegungsgesetzes den Jahresabschluss nicht einer Prüfung durch einen Abschlussprüfer unterzieht, keine Auskünfte erteilt oder erteilt, Erläuterungen gibt oder den Tatsachen widersprechende Erklärungen oder den Abschlussprüfer nicht in der Wahrnehmung seiner Aufgaben, keine Jahresabschlüsse zur Veröffentlichung vorlegt oder Jahresabschlüsse oder Tätigkeitsberichte nicht beim zuständigen Gerichtsregister einreicht.