Abschreibung von Abschreibungen anpassen – wie geht das?

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Das Anlagevermögen eines Unternehmens wird in der Regel abgeschrieben, und dank der vorgenommenen Abschreibungen haben Unternehmer die Möglichkeit, die steuerlich abzugsfähigen Kosten zu erhöhen. Doch was ist zu tun, wenn die Abschreibung durch einen Fehler unterschätzt wurde? Die Antwort auf diese Frage ist die Anpassung der Abschreibungen.

Berichtigung von Abschreibungen und Datum ihrer Vornahme

Für den Fall, dass der Fehler in der Untertreibung der Abschreibung nicht schnell genug bemerkt wurde, sollte der Unternehmer Steuererklärungen aus Vorjahren korrigieren. Die Berichtigung von Abschreibungen kann nicht einmal im Steuerjahr vorgenommen werden, in dem ein solcher Fehler festgestellt wurde.

Die Methode zur Korrektur von Meldungen aus früheren Jahren

Die Bestimmungen der Abgabenordnung weisen darauf hin, dass Steuerpflichtige, Überweiser und Einziehungsberechtigte das Recht haben, eine bereits abgegebene Steuererklärung zu korrigieren, sofern nicht gesonderte Regelungen etwas anderes vorsehen. Es sollte nicht schwer sein - es reicht aus, eine Berichtigungserklärung abzugeben und ihr eine schriftliche Begründung beizufügen, in der die Gründe für die Berichtigung erläutert werden.

Begrenzung der Steuerverbindlichkeiten und Anpassung von Abschreibungen

Im Rahmen der Einreichung der Berichtigung von Abschreibungen kommt den Vorschriften zur Verjährung von Steuerschulden besondere Bedeutung zu. Sie sagen, dass die Steuerpflicht 5 Jahre nach dem Ende des Kalenderjahres erlischt, in dem die Steuerzahlungsfrist abgelaufen ist. Diese Regelungen sollten sich auf unterbewertete Abschreibungen beziehen, so dass, wenn sich die falschen Abschreibungen auf eine erloschene Steuerschuld beziehen, diese nicht korrigiert werden können. Handelt es sich jedoch um Fehlabschreibungen im Zusammenhang mit den noch laufenden Steuerverbindlichkeiten, hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, eine Berichtigung vorzunehmen.

Anpassung von Abschreibungen für Bilanzzwecke

Das Rechnungslegungsgesetz legt die Verpflichtungen des Unternehmers im Zusammenhang mit der Abschreibung des Anlagevermögens fest: Zum Zeitpunkt der Annahme des Anlagevermögens zur Nutzung ist der Unternehmer verpflichtet, den Satz (Zeitraum) und die Abschreibungsmethode festzulegen. Auch die beschlossenen Abschreibungssätze sollten von Zeit zu Zeit überprüft werden - dadurch können eventuelle Anpassungen der Abschreibungen in den Folgejahren leichter vorgenommen werden.

Aus bilanziellen Gründen sind in Vorjahren geminderte Abschreibungen in den folgenden Geschäftsjahren durch Erhöhung der Abschreibungssätze zu korrigieren.

Abweichend von den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes sind daher aus Bilanzgründen die unterschätzten Abschreibungen in zukünftigen Perioden - also nach Entdeckung eines Fehlers - zu korrigieren.