Korrektur einer Doppelrechnung – was ist zu beachten?

Webseite

Grundsätzlich sollte jede Tätigkeit eines Unternehmers für eine andere Wirtschaftseinheit durch eine ausgestellte Rechnung bestätigt werden. Im Geschäftsverkehr kann es Situationen geben, in denen ein Unternehmer irrtümlicherweise zwei Rechnungen ausstellt, die dieselbe Steuertätigkeit belegen. In diesem Artikel erklären wir, wie eine Doppelrechnung korrigiert wird.

Zwei Arten von Umständen

Stellt eine juristische Person, eine Organisationseinheit ohne Rechtspersönlichkeit oder eine natürliche Person eine Rechnung, in der der Steuerbetrag ausgewiesen ist, ist sie nach den Bestimmungen des Umsatzsteuergesetzes zur Zahlung verpflichtet. Wenn der Steuerpflichtige daher die gleiche steuerpflichtige Tätigkeit zugunsten des Auftragnehmers mit zwei unterschiedlichen Rechnungen nachgewiesen hat, ist er in der Regel verpflichtet, die ausgewiesene Steuer zweimal zu zahlen.

Es ist zu beachten, dass die Berichtigung einer Doppelrechnung davon abhängt, ob die betreffende Rechnung in den legalen Verkehr gebracht wurde oder nicht. Wurde die Rechnung dem Käufer zugestellt, gelangt sie in den Rechtsverkehr, was die Ausstellung einer Korrekturrechnung erforderlich macht. Wenn die Rechnung dem Käufer hingegen nicht zugestellt wurde, kann sie durch Stornierung korrigiert werden.

Korrektur einer doppelt ausgestellten Rechnung

Bei doppelter Dokumentation derselben Tätigkeit mit beim Käufer eingegangenen Rechnungen besteht die einzige Korrekturmöglichkeit darin, für eines dieser Dokumente eine Korrekturrechnung auszustellen. Eine solche Rechnung sollte den darin angegebenen Umsatzbetrag auf Null korrigieren.

Die Berichtigung einer Doppelrechnung sollte durch eine Reduzierung der Steuerbemessungsgrundlage gegenüber der in der ausgestellten Rechnung angegebenen Bemessungsgrundlage mit ausgewiesener Steuer erfolgen, vorausgesetzt, der Steuerpflichtige hat die Steuererklärung vor Ablauf der Frist für die Abgabe der Steuererklärung für die betreffende Buchführung erhalten Zeitraum, in dem der Käufer des Waren- bzw. Die Einholung der Eingangsbestätigung der Korrekturrechnung durch den Käufer der Ware oder den Leistungsempfänger nach Ablauf der Frist für die Abgabe der Steuererklärung für einen bestimmten Abrechnungszeitraum berechtigt den Steuerpflichtigen, die Korrekturrechnung für den Abrechnungszeitraum, in dem diese Bestätigung ausgestellt wurde, zu berücksichtigen erhalten. Diese Ausnahme gilt entsprechend im Falle eines Irrtums des Steuerbetrags auf der Rechnung und der Ausstellung einer Korrekturrechnung zur Rechnung, in der der Steuerbetrag höher als der fällige Betrag ausgewiesen wird.

Beispiel 1.

Der Steuerzahler verkaufte die Ware am 15. Mai und stellte fälschlicherweise zwei Rechnungen aus, die dieselbe Tätigkeit belegen. Er stellte eine Korrekturrechnung "zu Null" aus und schickte sie an den Käufer, der die Rechnungskorrektur am 18. Mai erhielt. Der Steuerzahler erhielt die Quittung am 24. Mai. Damit kann er die Rechnungskorrektur in seine Steuererklärung für Mai aufnehmen.

Beispiel 2.

Der Steuerzahler verkaufte die Ware am 15. Mai und stellte fälschlicherweise zwei Rechnungen aus, die dieselbe Tätigkeit belegen. Er stellte eine Korrekturrechnung "zu Null" aus und schickte sie an den Käufer, der die Rechnungskorrektur erst am 20. Juni erhielt. Der Steuerzahler erhielt am 27. Juni eine Quittung. Damit kann er die Rechnungskorrektur in seine Steuererklärung für Juni aufnehmen.

Die Form der Eingangsbestätigung der Rechnung kann beliebig sein, da der Gesetzgeber in den Verordnungen keine besondere Methode vorgeschrieben hat. Einzige Bedingung, die erfüllt werden muss, ist eine eindeutige Erklärung, dass der Empfänger eine Korrekturrechnung erhalten hat. Zu den zulässigen Methoden gehören: eine schriftliche Bestätigung des Eingangs der Korrekturrechnung durch den Käufer, eine Kopie des unterschriebenen Originals der Korrekturrechnung, ein vom Käufer unterschriebenes Fax der Originalkorrekturrechnung, eine Rückbestätigung eines Briefes oder Einschreiben mit der Original-Korrekturrechnung

Rechnungsstorno

Die Institution der Rechnungsstornierung ist in keinem Rechtsakt geregelt, jedoch wird aufgrund der entwickelten Praxis und Rechtsprechung davon ausgegangen, dass auch eine solche Möglichkeit besteht. Sie ist unter Androhung zweier Voraussetzungen zulässig, erstens darf nur die Rechnung storniert werden, die im Zusammenhang mit einer tatsächlich nicht erfolgten Transaktion ausgestellt wurde, und zweitens darf nur eine nicht vermarktete Rechnung storniert werden. In der Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz vom 8. Dezember 2015 (Aktenzeichen ITPP1 / 4512-926 / 15 / AJ) heißt es: wenn die von der Gesellschaft ausgestellten Rechnungen nicht in den Rechtsverkehr eingeführt wurden, insbesondere Fall - nach Ansicht der Kommune - diese Rechnungen stornierbar sein sollten, damit die Gesellschaft nicht verpflichtet ist, die anfallende Steuer zu begleichen.

Beispiel 3.

Am 20. November stellte der Steuerzahler fälschlicherweise eine Rechnung für den Verkauf aus, der nicht mit dem Mehrwertsteuerbetrag von 23% erfolgte. Die Rechnung wurde nicht an die Gegenpartei gesendet. Der Steuerpflichtige hat die Möglichkeit, eine solche Rechnung zu stornieren oder ihr eine Korrekturrechnung zum Nulltarif auszustellen.

Beispiel 4.

Am 20. November stellte der Steuerzahler irrtümlicherweise zwei Rechnungen aus. Die Rechnung wurde dem Auftragnehmer zugestellt, der die Vorsteuer abgezogen hat. Der Steuerzahler kann die Originalrechnung nicht stornieren, kann aber eine Korrekturrechnung ausstellen.