Repräsentations- und Werbekosten versus steuerlich absetzbare Kosten

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Repräsentations- und Werbekosten sind Aufwendungen, deren Einbeziehung in die Unternehmenskosten stark umstritten ist. Dies liegt daran, dass es diesbezüglich keine klaren Regelungen gibt und die häufigen Gesetzesänderungen. Lesen Sie unseren Artikel und erfahren Sie, wann Repräsentations- und Werbekosten steuerlich absetzbar sind und wann nicht.

Vertretungskosten

Als Repräsentationskosten zu betrachtende Ausgaben mussten sich zunächst durch folgende Merkmale auszeichnen:

  • einen positiven Eindruck hinterlassen,
  • Größe,
  • überdurchschnittliches Maß.

Allerdings hat die Rechtsprechung neue Kriterien für die Anerkennung von Aufwendungen als Repräsentationskosten aufgestellt. Im Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs vom 25.01.2012, Aktenzeichen II FSK 1445/10, ist zu lesen: Die Kosten der Vertretung nach Art. 23 Sek. 1 Ziff. 23 u.p.d.o.f. sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vertretung des Steuerpflichtigen oder des von ihm geführten Unternehmens, unabhängig von deren Größe oder Dienstort.

Geschenke für Kunden

Auch im Hinblick auf die Vertretungskosten sind Geschenke für Auftragnehmer problematisch.

In Situationen, in denen Geschenke für Auftragnehmer ein Firmenlogo enthalten, gelten sie als normale Werbekosten und die Mehrwertsteuer kann von diesen Ausgaben abgezogen werden (bei aktiven Mehrwertsteuerzahlern) und die Ausgaben können in die Unternehmenskosten einbezogen werden.

In einer Situation, in der Geschenke kein Firmenlogo haben, sollten sie als Repräsentationskosten behandelt werden, d.h. der Aufwand kann nicht in die Kosten des Unternehmens einbezogen werden. Die Bestätigung dieser Position findet sich in der am 21. Oktober 2010 vom Direktor der Steuerkammer in Bydgoszcz herausgegebenen Interpretation ITPB3 / 423-406 / 10 / PS, in der wir lesen: Gadgets, die bei Geschäftstreffen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wenn sie dauerhaft das Logo der Gesellschaft tragen und ihr Anteilswert relativ gering ist, sind sie nicht repräsentativ im Sinne von Art. 16 Sek. 1 Ziff. 28 des Gesetzes und damit auch die damit verbundenen Aufwendungen nach Art. 15 Sek. 1 des Einkommensteuergesetzes, steuerlich absetzbare Kosten. Das Ausschenken von Alkohol mit dem Firmenlogo an Ihren Kunden ist ein als Repräsentation anerkannter Aufwand, der nicht als Aufwand angerechnet werden kann.
Ausnahme ist die Spende von Alkohol des eigenen Produktes, das das Firmenlogo enthält. Diese Praxis kann zum Beispiel auf Weinberge angewendet werden.

Mahlzeiten und Kleidung für Mitarbeiter

Darüber hinaus ist hervorzuheben, dass Ausgaben für Kleidung, regenerative Mahlzeiten oder Getränke für Mitarbeiter, die unter besonderen Bedingungen arbeiten, in die Betriebskosten einbezogen werden können. Dieser Umstand ergibt sich aus Art. 2377 § 1 des Arbeitsgesetzbuches, wo wir lesen: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer kostenlos Arbeitskleidung und Schuhe zur Verfügung zu stellen, die den Anforderungen der polnischen Normen entsprechen:

  • wenn die eigene Kleidung des Arbeitnehmers beschädigt oder stark verschmutzt sein kann;
  • aufgrund von technologischen, hygienischen oder arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen.

und Kunst. 232 des Arbeitsgesetzbuches, wo wir lesen: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Arbeitnehmern, die unter besonders belastenden Bedingungen beschäftigt sind, unentgeltlich angemessene Mahlzeiten und Getränke zur Verfügung zu stellen, wenn dies aus präventiven Gründen erforderlich ist. Der Ministerrat legt durch Verordnung die Art dieser Speisen und Getränke und die Anforderungen, die sie erfüllen müssen, sowie die Fälle und Bedingungen für ihre Ausgabe fest.

In einer solchen Situation können die angefallenen Aufwendungen als Steuerkosten eingestuft werden, da es sich um Aufwendungen handelt, die der Arbeitgeber-Steuerpflichtige zu tragen hat. Beim Einkauf von Kaffee, Tee, Wasser oder Getränken für Mitarbeiter, die nicht unter besonderen Bedingungen arbeiten, können diese Aufwendungen auch in die Steuerkosten einbezogen werden.

Die Bestätigung dieser Position finden Sie im Schreiben des Leiters des zweiten Finanzamts in Rzeszów vom 10. Oktober 2005, Nr. II US.I.PB / 423-11 / 05, wo wir lesen: (...) bestimmt der Arbeitgeber die Arten der persönlichen Schutzausrüstung sowie der Arbeitskleidung und des Schuhwerks, deren Verwendung an bestimmten Stellen im Zusammenhang mit Art. 2376 § 1 und Artikel. 2377 und die voraussichtliche Nutzungsdauer von Arbeitskleidung und -schuhen. Zwar hat der Arbeitgeber im vorliegenden Fall die Nutzungsdauer der Arbeitskleidung nicht unmittelbar festgestellt, sondern den Umstand angegeben, der den Arbeitnehmer zur Abholung der Kleidung berechtigt. Diese Lösung wurde vom Steuerzahler mit der im einleitenden Teil dieser Begründung beschriebenen Besonderheit der Tätigkeit beim Farbmischer und der Notwendigkeit der Imagepflege des Unternehmens begründet. Aufgrund dieser Sachlage erkennt das örtliche Finanzamt die dem Unternehmen für den Erwerb von Arbeitskleidung entstehenden Aufwendungen an, die dann gemäß der oben genannten Regelung an die am Farbmischer tätigen Mitarbeiter als steuerlich abzugsfähige Kosten (.. .).

Vertretungskosten und Mehrwertsteuer

Repräsentationsaufwendungen dürfen in der Regel keinen Steueraufwand darstellen (§ 23 Abs ). Dies wird auch durch die individuelle Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Łódź vom 6. März 2012, Nr.IPTPB3 / 423-319 / 11-2 / GG, bestätigt, in der wir lesen: (...) Die Vertretungskosten sind keine steuerlich abzugsfähigen Kosten (...), aber die Vorsteuer auf Waren und Dienstleistungen ist ein Steueraufwand in dem Teil, in dem nach den Vorschriften über die Steuern auf Waren und Dienstleistungen , hat der Steuerpflichtige keinen Anspruch auf Minderung oder Erstattung der Differenz der Steuern auf Waren und Dienstleistungen (...).

Ausgenommen hiervon sind Beherbergungs- und Verpflegungsleistungen, in diesen beiden Fällen ist ein Vorsteuerabzug gemäß Art. 88 Sek. 1 Punkt 4 Umsatzsteuergesetz.

Werbeausgaben

Werbung ist die Verbreitung von Informationen über ein bestimmtes Unternehmen, Produkt oder eine Dienstleistung, um darauf aufmerksam zu machen. Darüber hinaus soll Werbung die Vorteile hervorheben und zum Kauf animieren. Werbung kann viele Formen annehmen, z. B. eine Anzeige in einer Zeitung, im Radio oder Fernsehen, Poster, Flugblätter, Bannerwerbung, gesponserte Artikel und die Verteilung von Produktmustern an potenzielle Käufer. Die Regelungen verbieten die Anerkennung von Werbeaufwendungen als Kosten nicht, weil sie eine neue Einnahmequelle erschließen sollen.

Beispiel 1.

Herr Janusz wird 2021 ein neues Produkt auf den Markt bringen. Im November 2020 startete er eine Werbekampagne, für die die Rechnung am 20. Dezember 2020 noch am Tag der Fertigstellung ausgestellt wurde. Auf Seiten des Unternehmers stellte sich die Frage, in welchem ​​Zeitraum er den Aufwand als Kosten anrechnen sollte.

Die Methode der Kostenabrechnung hängt von der angewandten Kostenrechnungsmethode ab.

  • Wenn der Cash-Ansatz gewählt wird: Die Produkte werden zwar ab Januar 2021 verkauft, die Aktion fand jedoch im Jahr 2020 statt und sollte daher in diesem Jahr in den Kosten 2020 enthalten sein.
  • Bei Anwendung der Periodenabgrenzungsmethode sind die Ausgaben anteilig zu den Perioden abzurechnen, auf die sich die Ausgaben beziehen. 2 Monate im Jahr 2020 (November, Dezember) und der Rest im Jahr 2021.

Repräsentations- und Werbekosten - Zusammenfassung

Die Vertretungskosten dürfen in der Regel keine Steuerkosten darstellen, jedoch ist ein Vorsteuerabzug auf diese Kosten möglich. Ausgenommen hiervon sind Aufwendungen für Verpflegungs- und Hotelleistungen, bei denen ein Vorsteuerabzug ohnehin nicht möglich ist.

In Bezug auf Werbekosten können diese Geschäftskosten darstellen. Es ist auch möglich, auf diese Ausgaben die Mehrwertsteuer abzuziehen. Starten Sie eine kostenlose 30-tägige Testphase ohne Bedingungen!

Darstellung und Werbung im Online-Buchhaltungssystem wFirma.pl

Abrechnung von Repräsentationskosten

Um die Mehrwertsteuer von der Rechnung, in der die Vertretungskosten im System wFirma.pl dokumentiert sind, abzuziehen, gehen Sie bei aktiven Mehrwertsteuerzahlern auf die Registerkarte AUFZEICHNUNGEN »MwSt.-KAUFREGISTER» EINTRAG HINZUFÜGEN.

Vervollständigen Sie im generierten Fenster die Daten entsprechend dem Stand auf der Rechnung. Diese Buchungsmethode führt dazu, dass die Ausgaben nur im Mehrwertsteuerregister der Käufe erfasst werden und somit die Ausgangsumsatzsteuer reduziert wird.

Werbekostenrechnung

Für Werbeausgaben muss die die Ausgaben belegende Rechnung im Muster AUSGABEN »RECHNUNG» HINZUFÜGEN »RECHNUNG MIT MWST / RECHNUNG (OHNE MWST.)» SONSTIGE GESCHÄFTSBEZOGENE AUSGABEN eingegeben werden.

Vervollständigen Sie im generierten Fenster die erforderlichen Daten entsprechend dem Stand auf der Rechnung.

Die Rechnung wird in Spalte 13 der KPiR - Sonstige Ausgaben und Umsatzsteuerregister bei aktiven Umsatzsteuerzahlern aufgenommen, wenn die Buchung auf einer Umsatzsteuerrechnung beruht.