Das Opfer von Cyberkriminellen – wer wird das häufigste Opfer?

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Ende des Jahres beschlossen die Experten von Kaspersky Lab, den neuesten Bericht zur Online-Sicherheit zu veröffentlichen. Berücksichtigt wurde das Ausmaß der Cyber-Bedrohungen in Ländern wie den USA, China, Russland, Deutschland und Polen im Jahr 2013. Sollten die neuesten Daten den Internetnutzern Denkanstöße geben? Leider stellt sich heraus, dass die Zahl der Angriffe durch Cyberkriminelle nicht abnimmt.

Opfer von Cyberkriminellen – warum werden sie angegriffen?

Nutzer sind im Internet meist auf eigenen Wunsch Gefahren ausgesetzt. Das Fehlen eines angemessenen Schutzes in Form aktueller Antivirenprogramme, die Verwendung illegaler Softwarekopien, der Zugriff auf verdächtige Seiten, auf denen Hacker lauern, sowie die Verwendung einer veralteten Version des Betriebssystems ohne Firewall und Sicherheit - das sind die Hauptgründe für so viele Angriffe von außen. Wie sehen die einzelnen Statistiken in den genannten Ländern aus?

Anzahl der im Jahr 2013 erkannten Bedrohungen

Das am stärksten gefährdete Land – gemessen an der Anzahl der jährlich pro Nutzer erkannten Bedrohungen – ist Russland. 37 von 100 russischen Internetnutzern haben einen Hacking-Versuch auf ihrem Computer erlebt. In anderen Ländern sehen diese Ergebnisse etwas optimistischer aus – in Deutschland sind es nur 18 %, in den USA – 11 %, in Polen – 10 %, während in China jährlich 8 Anschläge gemeldet werden.

Online-Infektionsrisiko im Jahr 2013

Auch hier liegt Russland an der Spitze – im Jahr 2013 waren sogar 55 % der Nutzer anfällig für Online-Infektionen. Meistens sind sie selbst schuld, was auf die Popularität von Raubkopien in diesem Land zurückzuführen ist. Deutschland belegt mit 42 % den zweiten Platz. Die nächsten Plätze belegten die USA - 39%, Polen - 38% und China, wobei 32% einer Infektion über das Netzwerk ausgesetzt waren.

Das lokale Infektionsrisiko im Jahr 2013

Während China am Ende der obigen Liste stand, liegt es in Bezug auf das Risiko einer lokalen Infektion vorne. Diese Situation ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Chinesen vom globalen Netzwerk abgeschnitten sind. Dies ist beispielsweise bei der Verwendung lokaler Versionen der Software oder der Nutzung von dedizierten Social-Networking-Sites sichtbar. Interessant ist, dass Portale wie Qzone, Tencent und Weibo allein in China mehr Nutzer haben als Facebook weltweit – insgesamt über eine Milliarde. Zurück zu den Bedrohungsdaten – China verzeichnete ein Risiko von 47 % lokaler Infektionen, Russland kam mit 42 % an zweiter Stelle – auch dieses Land wird vom Verkehr in lokalen Netzwerken dominiert. Folgende Plätze belegten jeweils: Polen - 35 %, Deutschland - 30 % und die USA - 29 %.

Wie arbeiten Cyberkriminelle?

Angriffe von Cyberkriminellen werden am häufigsten mit der Umgehung von Sicherheitslücken in Betriebssystemen in Verbindung gebracht. Microsoft erinnert Sie regelmäßig daran, dass Windows XP seit April 2014 nicht mehr unterstützt wird. Aufgrund der wenig erfolgreichen Premiere von Windows 8 bleiben die Nutzer jedoch weiterhin lieber bei den alten Lösungen. Nur in Polen verwenden etwa 30% der Benutzer das alte XP. China ist erneut Rekordhalter - Schätzungen zufolge arbeiten sogar 46% unter Windows XP, von denen fast die Hälfte illegale Versionen der Software verwendet. Russland liegt mit 27% auf ähnlichem Niveau.

Schützen Sie Ihren Computer

Die Experten von Kaspersky Lab achten darauf, Software zu aktualisieren, legale Versionen zu verwenden und den Besuch verdächtiger Websites zu vermeiden - das sind offensichtliche Regeln, die viele Menschen und Organisationen nicht befolgen, was weitere Cyber-Angriffe nach sich zieht.In den letzten Monaten haben Hacker auch auf Social-Networking-Sites gewechselt - am beliebtesten ist in diesem Zusammenhang Facebook, wo regelmäßig neue verdächtige Links mit der Möglichkeit auf ein teures Gadget oder zensierte Videos auftauchen - zu Ihrer eigenen Sicherheit besser vermeiden diese Art von Inhalten.