Firmenauflösung und Immobilienverkauf

Dienstleistungssteuer

Die Liquidation eines Unternehmens kann durch viele wirtschaftliche Faktoren verursacht werden. Es stellt sich die Frage, wie mit dem nach der Liquidation verbleibenden Gesellschaftsvermögen umzugehen ist. Für Immobilien, die zuvor gewerblich genutzt wurden und durch Liquidation in Privateigentum übergegangen sind, gelten besondere Regelungen.

Unternehmensauflösung - Vermögensbesteuerung

Um die vorgelegte Frage richtig zu analysieren, ist der Inhalt von Art. 14 Sek. 2 Punkt 17 PIT-Gesetz, wonach Einkünfte aus Geschäftstätigkeit Einkünfte aus der entgeltlichen Veräußerung von Vermögenswerten sind:

  • verbleiben zum Zeitpunkt der Liquidation der Wirtschaftstätigkeit oder der Sonderabteilungen der landwirtschaftlichen Produktion, die unabhängig geführt werden,
  • im Zusammenhang mit der Liquidation einer Gesellschaft, die keine juristische Person ist, oder dem Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer solchen Gesellschaft.

Außerdem lohnt es sich, Art. 14 Sek. 3 Z 12 PIT-Gesetz - Erlöse aus der entgeltlichen Veräußerung von Vermögenswerten werden nicht erfasst:

  • zum Zeitpunkt der Liquidation des selbstständigen Unternehmens oder der selbständigen Sonderabteilungen der landwirtschaftlichen Produktion verbleibend,
  • erhalten im Zusammenhang mit der Liquidation einer Gesellschaft, die keine juristische Person ist, oder dem Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer solchen Gesellschaft
  • wenn ab dem ersten Tag des auf den Monat der Liquidation folgenden Monats: selbständige wirtschaftliche Tätigkeit, selbständige Sonderabteilungen der landwirtschaftlichen Produktion, eine Gesellschaft, die keine juristische Person ist oder ein Gesellschafter aus einer solchen Gesellschaft ausgetreten ist, sechs Jahre verstrichen sind und eine entgeltliche Veräußerung nicht in Ausübung der Wirtschaftstätigkeit oder in besonderen Abteilungen der landwirtschaftlichen Produktion erfolgt.

Aus dem Inhalt der vorgenannten Bestimmungen ergibt sich, dass die Einkünfte aus der wirtschaftlichen Tätigkeit Einkünfte aus der Veräußerung derjenigen Vermögensgegenstände sind, die infolge der Liquidation aus der Wirtschaftstätigkeit ausgeschieden sind. Wenn jedoch zwischen dem ersten Tag des Monats, der auf den Monat folgt, in dem die Vermögenswerte aus der Tätigkeit genommen wurden, und dem Tag ihrer entgeltlichen Veräußerung 6 Jahre verstrichen sind, stellen die Einkünfte aus der Veräußerung dieser Vermögenswerte keine Einkünfte aus wirtschaftlicher Tätigkeit dar.

Besteuerungsvorschriften für Immobilien, die nach der Liquidation des Unternehmens erhalten wurden

Die allgemeine Regel in der Einkommensteuer besagt, dass die Besteuerungsgrundlage die entgeltliche Veräußerung einer Immobilie ist, wenn sie innerhalb von 5 Jahren, gerechnet ab dem Ende des Kalenderjahres, in dem der Erwerb stattgefunden hat, erfolgt (§ 10 Abs. (8) des PIT-Gesetzes).

Die vorstehende allgemeine Regel gilt nicht für die entgeltliche Veräußerung von gewerblichen Zwecken genutzten Grundstücken, auch wenn diese vor der Veräußerung aus der Geschäftstätigkeit zurückgezogen wurden, und zwischen dem ersten Tag des auf den Monat des Jahres folgenden Monats der die Vermögenswerte aus der Tätigkeit genommen wurden und der Zeitpunkt der entgeltlichen Veräußerung, sind noch keine 6 Jahre vergangen (§ 10 Abs. 2 Nr. 3 PIT-Gesetz).

Nutzt ein Steuerpflichtiger jedoch Wohnimmobilien in seinem Gewerbe, sollten für deren entgeltliche Veräußerung allgemeine Regeln gelten. Somit gelten auch dann, wenn Wohnimmobilien zum Unternehmenseigentum gehören, die Grundsätze des Art. 10 Sek. 1 Punkt 8 des PIT-Gesetzes.

Beispiel 1.

Der Unternehmer nutzt das Lager im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit. Am 10. September 2015 wurde die Geschäftstätigkeit liquidiert. Wenn der Steuerpflichtige die Immobilie bis zum 1. Oktober 2021 verkauft, werden die Einnahmen aus dieser Transaktion daher weiterhin als Einkünfte aus wirtschaftlicher Tätigkeit eingestuft (trotz der Tatsache, dass die Aktivität geschlossen wurde).

Beispiel 2.

2013 kaufte der Unternehmer eine Wohnung. Ab Anfang 2014 nutzte er es in seinem Geschäft. Am 2. November 2017 wurde die Aktivität geschlossen. Am 1. Januar 2018 verkaufte der Steuerzahler die Wohnung. Der Verkaufserlös wird als Einkünfte aus der entgeltlichen Veräußerung von Immobilien ausgewiesen, die mit 19% steuerpflichtig sind. Wenn der Steuerpflichtige die Wohnung nach dem 31. Dezember 2018 verkauft, wäre der Verkauf gegen Entgelt steuerfrei.

Bestätigt wird dies unter anderem durch in der individuellen Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Kattowitz vom 29. November 2011, Az.-Nr. IBPBI / 1 / 415-934 / 11 / ZK:

(...) Es ist darauf hinzuweisen, dass die im Antrag angegebenen Grundstücke und Gebäude (zusammen mit der dazugehörigen Infrastruktur) ein separates Anlagevermögen darstellten, das für die Zwecke der zuvor vom Antragsteller ausgeübten wirtschaftlichen Tätigkeit verwendet wurde. Aus diesem Grund werden die Einnahmen aus der entgeltlichen Veräußerung dieser Vermögenswerte, sofern die Veräußerung vor Ablauf der 6-Jahres-Frist erfolgt, gerechnet ab dem ersten Tag des Monats, der auf den Monat der Entnahme dieser Vermögenswerte aus dem Geschäftstätigkeit des Antragstellers Einkünfte aus der in Art. 10 Sek. 1 Punkt 3 der oben genannten handeln, d. h. eine nichtlandwirtschaftliche Wirtschaftstätigkeit.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der bloße Umstand des Erwerbs einer Immobilie nach Beendigung der Geschäftstätigkeit keine Steuerpflicht begründet. Andererseits hängen der zeitliche Umfang der Besteuerung und die Art der Einkunftsquelle, der der nach der Liquidation erzielte Verkaufserlös der Liegenschaft zuzuordnen ist, stark von der Art der Liegenschaft ab.