Kostenlose Autonutzung und Mehrwertsteuer

Dienstleistungssteuer

Personenkraftwagen sind Bestandteil fast jedes Unternehmens und werden zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten eingesetzt. Bei einer entgeltlichen Lieferung von Waren oder Dienstleistungen für Personenkraftwagen besteht kein Zweifel, dass dieser Verkauf der Mehrwertsteuer unterliegt. Was aber, wenn der Pkw kostenlos genutzt wird? Müssen in diesem Fall auch Waren und Dienstleistungen für die kostenlose Nutzung des Autos versteuert werden?

Kostenlose Nutzung des Autos unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer

Die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen unterliegt grundsätzlich der Besteuerung. Das Umsatzsteuergesetz sieht jedoch vor, dass auch die kostenlose Erbringung einer Dienstleistung versteuert werden muss. Nach Art. 8 Sek. 2 Punkte 1 des Gesetzes die Verwendung von Gegenständen des Unternehmens des Steuerpflichtigen zu anderen Zwecken als der Geschäftstätigkeit des Steuerpflichtigen, insbesondere auch für persönliche Zwecke seiner Arbeitnehmer, einschließlich ehemaliger Arbeitnehmer, Gesellschafter, Gesellschafter, Gesellschafter, Genossenschafter und deren Haushaltsangehörige, Mitglieder juristischer Personen, Mitglieder eines Vereins, wenn der Steuerpflichtige bei Erwerb, Einfuhr oder Herstellung dieser Gegenstände ganz oder teilweise berechtigt war, den Steuerbetrag um den Betrag der Vorsteuer zu mindern oder deren Bestandteile.

Somit ist die unentgeltliche Nutzung eines Personenkraftwagens zu privaten Zwecken, wie sich aus der vorstehenden Definition ergibt, eine steuerpflichtige Tätigkeit, sofern der Steuerpflichtige beim Kauf oder bei der Herstellung dieses Personenkraftwagens zum Vorsteuerabzug berechtigt war. Wenn also beim Fahrzeugkauf kein Vorsteuerabzugsrecht bestünde, würde die Steuerpflicht nicht entstehen.

Die Besteuerung der kostenlosen Pkw-Nutzung hängt daher von folgenden Voraussetzungen ab:

  • Das Kraftfahrzeug gehört zum Betrieb des Steuerpflichtigen.

  • Das Fahrzeug wird für andere als die geschäftlichen Zwecke des Steuerpflichtigen verwendet, insbesondere für die persönlichen Zwecke einer Person.

  • Die Inanspruchnahme ist kostenlos.

  • Beim Kauf eines Personenkraftwagens oder seiner Bestandteile war der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug ganz oder teilweise berechtigt.

Beispiel 1.

Ein medizinisch tätiger Steuerzahler kaufte einen Personenkraftwagen. Aufgrund der Steuerfreiheit der ärztlichen Tätigkeit war der Steuerpflichtige bei diesem Erwerb nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Der Steuerzahler lieh seiner Frau für private Zwecke kostenlos ein Auto. Eine solche Maßnahme führt nicht zur Zahlung der Mehrwertsteuer.

Beispiel 2.

Der Steuerpflichtige hat einen Personenkraftwagen gekauft und auf diesen Erwerb die Vorsteuer abgezogen. Im Rahmen der Anbahnung von Geschäftskontakten und um einen neuen Kunden zu gewinnen, verlieh er das Auto an einen anderen Auftragnehmer. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass das Auto zu Zwecken im Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeit genutzt wurde, sodass keine Steuerpflicht entsteht.

Es ist auch zu beachten, dass die kostenlose Nutzung des Autos eine steuerpflichtige Tätigkeit ist, wenn der Kauf des Autos selbst kein Recht zum Steuerabzug begründet, sondern dieses Recht auf den Kauf von Komponenten für dieses Fahrzeug zurückzuführen ist. Dies macht es jedoch nicht erforderlich, die private Nutzung des gesamten Autos zu besteuern, sondern nur die Einzelteile.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass, wenn der Steuerpflichtige beim Kauf eines Personenkraftwagens nur ein eingeschränktes Recht zum Vorsteuerabzug hätte, aus der Überlassung zur unentgeltlichen Nutzung keine Steuerpflicht für einen solchen Umsatz resultiert. Dies ist in Art. 8 Sek. 5 UStG, der sich unmittelbar auf die Beschränkung des Vorsteuerabzugs von 50 % bei der Nutzung dieses Fahrzeugs zu privaten und geschäftlichen Zwecken bezieht. Dies ist in Art. 86a Umsatzsteuergesetz.

Beispiel 3.

Ein Steuerpflichtiger, der ein Unternehmen betreibt, hat einen Personenkraftwagen gekauft, den er sowohl für geschäftliche als auch für private Zwecke nutzen möchte. Der Steuerpflichtige hat aufgrund des Kaufs dieses Autos 50 % der Vorsteuer abgezogen. Wird das Auto kostenlos zur privaten Nutzung übergeben, besteht keine Umsatzsteuerpflicht.

Der steuerpflichtige Betrag für die kostenlose Ausleihe eines Fahrzeugs

Wenn wir feststellen, dass die kostenlose Verleihung eines Fahrzeugs zu anderen Zwecken als der Geschäftstätigkeit zu einer Steuerpflicht für diese Tätigkeit führt, ist die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Ausgangssteuer zu bestimmen. Besteuerungsgrundlage sind in dem von uns analysierten Fall die Kosten für die Erbringung der jeweiligen Leistung, die dem Steuerpflichtigen entstehen. Das Mehrwertsteuergesetz enthält keine Anleitung zur Ermittlung solcher Kosten. Die gängige Praxis hat eine Methode entwickelt, die darin besteht, die Servicekosten als angemessenen Teil der Abschreibungsgebühr zuzüglich der laufenden Betriebskosten während der Bereitstellung des Fahrzeugs zu berechnen.

Beispiel 4.

Im Unternehmen beträgt die monatliche Abschreibungsgebühr für einen Personenkraftwagen 1.000 PLN. Die monatlichen Kosten für Versicherung, Reparaturen und Betriebskosten betragen jedoch 200 PLN. Das Unternehmen leiht seinem Mitarbeiter an 10 Tagen im Monat ein kostenloses Auto zur privaten Nutzung. Die Steuerbemessungsgrundlage beträgt daher 10/30 x (1000 + 200) = 400 PLN. Auf diesen Betrag muss das Unternehmen 23 % Steuern zahlen.

Dokumentation der kostenlosen Ausleihe des Fahrzeugs

Nach den aktuell geltenden Vorschriften muss die kostenlose Leistung nicht mit einer Rechnung belegt werden. Aufgrund der Änderungen in den Vorschriften funktioniert die Einrichtung der internen Rechnungen derzeit nicht. Hervorzuheben ist auch, dass bei Erbringung der Leistung an eine natürliche Person, die keine gewerbliche Tätigkeit ausübt, auch keine Quittungspflicht besteht. Die unentgeltlich ausgeübten Tätigkeiten sind von der Registrierungspflicht an der Kasse ausgenommen.