Vorsteuerabzug durch den Steuerzahler - Möglichkeiten versus kein Gesetz

Dienstleistungssteuer

In der wirtschaftlichen Praxis treffen Steuerpflichtige auf zahlreiche Situationen, in denen sie Zweifel an der Möglichkeit haben, das Recht auf Vorsteuerabzug auf getätigte Aufwendungen auszuüben. Im Folgenden werden mehrere Situationen dargestellt, in denen der Abzug der Mehrwertsteuer für polnische Steuerzahler möglich oder nicht anwendbar ist.

Integrationsveranstaltung und separate Rechnungsstellung

Ein aktiver Umsatzsteuerzahler plant, eine Integrationsveranstaltung zu organisieren. Die Teilnahme von Mitarbeitern und Mitarbeitern an dieser Sitzung ist nicht verpflichtend. Ihnen entstehen keine Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung und die dafür vorgesehene Zeit wird in die Arbeitszeit eingerechnet. Die Veranstaltung wird nicht flächendeckend von einem Unternehmen organisiert. Das Unternehmen N wird Unterkunftsdienstleistungen, Vermietung von Konferenzräumen, Catering-Dienstleistungen und Einrichtung des Bankettsaals erbringen. Unternehmen B erbringt Dienstleistungen zur Organisation und Koordination der Veranstaltung (künstlerischer und unterhaltender Teil, Transportkosten, Ausweise, Versicherung, Fotograf).

Die Rechnung der Firma N umfasst die (in separaten Posten) angegebenen Verpflegungsleistungen, Beherbergungsleistungen, Zimmereinteilung. Sie werden auf einer Rechnung in Rechnung gestellt. Die Rechnung von Unternehmen B umfasst einen Betrag einschließlich der Kosten für jede Dienstleistung.

In der dargestellten Situation handelt es sich um einen Kauf mehrerer separater Dienste von verschiedenen Unternehmen, und außerdem ist es nicht möglich, einen Hauptdienst innerhalb der gegebenen Dienste zu identifizieren. Daher gibt es keinen Bezug einer umfassenden Leistung, die zum Vorsteuerabzug berechtigt wäre.

Darüber hinaus ist der Kauf der oben genannten Beherbergungs- und Beherbergungsleistungen dienen nicht nur der Durchführung der wesentlichen Haupttätigkeit, dh der Organisation einer Integrationsveranstaltung, sondern sind nur eines der Elemente, die die getätigten Einkäufe ausmachen, und sind kein Element des Einkaufs eines homogenen Gesamtpakets Service.

Die getrennte Rechnungsstellung und Käufe von mehreren Auftragnehmern unterstützen den Einkauf vieler unabhängiger Dienstleistungen, die die vom Antragsteller organisierte Integrationsveranstaltung bilden.

Daher ist der Steuerpflichtige nicht berechtigt, die Mehrwertsteuer von den oben genannten abzuziehen Kosten für die Organisation einer Integrationsveranstaltung.

Eine ähnliche Position vertrat der Direktor der Steuerkammer in Warschau im Einzelbescheid vom 27.01.2017. mit Referenznummer 1462-IPPP3.4512.801.2016.2.IG

Steuerpflichtiger von Mehrwertsteuer und Mehrwertsteuerabzug befreit

Ein polnischer Käsehersteller möchte als umsatzsteuerbefreiter Steuerzahler von Fördermitteln der Europäischen Union profitieren. Im Zusammenhang mit der Durchführung des Projekts kauft der Antragsteller Waren und Dienstleistungen, die mit Mehrwertsteuerrechnungen belegt sind, auf denen er als Käufer auftritt. Die im Zusammenhang mit dem durchgeführten Projekt erworbenen Waren und Dienstleistungen werden vom Antragsteller nicht zur Durchführung umsatzsteuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet.

In dieser Situation hat der Steuerpflichtige leider kein Recht zum Vorsteuerabzug auf getätigte Ausgaben, da die Grundvoraussetzung nicht erfüllt ist, dass der Steuerpflichtige, soweit Gegenstände und Dienstleistungen zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet werden, die Recht, den geschuldeten Steuerbetrag um den Betrag der Vorsteuer zu mindern. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die getätigten Käufe nicht mit der Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten in Zusammenhang stehen, da der Käsehersteller kein registrierter, aktiver Mehrwertsteuerzahler ist.

Eine ähnliche Position vertrat der Direktor der National Tax Information in der Einzelverfügung vom 26. April 2017. mit Referenznummer 2461-IBPP3.4512.130.2016.1.MN

Kein Anspruch auf Vorsteuerabzug bei Zweckänderung der Immobilie

Die aktiv umsatzsteuerpflichtige Kollektivgesellschaft vertreibt Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge. Zum Anlagevermögen des Unternehmens gehören unter anderem Immobilien entwickelt. Das Unternehmen als Käufer war nicht zum Vorsteuerabzug beim Kauf der fraglichen Immobilie berechtigt. Die Immobilie wurde in das Verzeichnis des Anlagevermögens der Gesellschaft eingetragen und in den Jahren 2012-2016 hat die Gesellschaft Modernisierungsaufwendungen vorgenommen, die den Wert der Immobilie erhöhen, von der sie die Mehrwertsteuer abgezogen hat. Sanierung und Modernisierung der Liegenschaft 30 % des Anfangswertes der erworbenen Liegenschaft nicht überstiegen.

Die Gesellschaft beabsichtigt, das bebaute Grundstück aus dem Eigentum der Kollektivgesellschaft zu entnehmen und für persönliche Zwecke der Gesellschafter zu übertragen.

Bei der Analyse der obigen Situationen sollte zunächst festgestellt werden, dass die Lieferung der bebauten Immobilie von der Mehrwertsteuerbefreiung gemäß Art. 43 Sek. 1 Punkt 10 Umsatzsteuergesetz. Denn ein solcher Befund ergibt sich aus der Änderung des Bestimmungsortes in Bezug auf die fragliche Immobilie. Das Unternehmen hat die oben genannte Immobilie im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit genutzt, so dass der Steuerpflichtige beim Umbau und der Modernisierung zum Vorsteuerabzug berechtigt war, während es beim Verkauf von der Mehrwertsteuerbefreiung profitiert.

Gemäß Art. 91 Absatz. 2 UStG wurde bei einer Änderung des Zwecks der Liegenschaft klar festgelegt, dass eine jährliche Anpassung in Form eines Zehntels des Vorsteuerbetrags beim Erwerb oder der Herstellung von Liegenschaften vorzunehmen ist Nachlass, d.h. der Korrekturanteil wird für jedes folgende Kalenderjahr bis zum Ende des Ausgleichszeitraums um ein Zehntel der Vorsteuer gekürzt (erhöht).

Zusammenfassend ist der Steuerpflichtige verpflichtet, die abgezogene Vorsteuer aufgrund der Änderung des Verwendungszwecks der Immobilie zu korrigieren. Er ist verpflichtet, die Vorsteuer auf die für die Verbesserung angefallenen Aufwendungen in der Steuererklärung für den Besteuerungszeitraum, in dem die Immobilie entnommen wird, zu korrigieren. Diese Anpassung sollte einmalig für die gesamte Restlaufzeit erfolgen.

Eine Bestätigung des Vorstehenden ist auch die Position des Direktors der Nationalen Steuerinformation in der individuellen Auslegung vom 16.05.2017. mit Referenznummer 0461-ITPP2.4512.79.2017.2.DM.

Archivierung von Rechnungen und Recht auf Vorsteuerabzug

Aktiver polnischer Mehrwertsteuerzahler im Hinblick auf zahlreiche Käufe von Waren und Dienstleistungen bei Lieferanten, von denen er häufig Rechnungen erhält, die von ihnen in Papierform gedruckt und dann gescannt oder fotografiert und per E-Mail an den Steuerzahler gesendet werden. Diese Dokumente spiegeln selbstverständlich die tatsächlich eingetretenen wirtschaftlichen Ereignisse wider und wurden entsprechend der Betriebskontrollen des Steuerpflichtigen positiv auf die Konsistenz zwischen den Daten der Rechnung und der Lieferung oder Erbringung von Dienstleistungen geprüft.

Darüber hinaus implementierte der Steuerzahler dedizierte Software, inkl. zur Archivierung von Rechnungen in elektronischer Form und zur Archivierung von Informationen über das Eingangsdatum dieser Rechnungen, die Ihnen in Verbindung mit dem Buchhaltungs- und Finanzsystem ein schnelles Auffinden jedes Dokuments ermöglichen. Neben dem System erstellte und implementierte er auch ein internes Rechnungsfreigabeverfahren, mit dem die Gültigkeit einer Rechnungsstellung durch den Lieferanten überprüft werden kann.

Unter Berücksichtigung der dargestellten Tatsachen ist festzuhalten, dass der Steuerpflichtige, wenn er mithilfe seiner internen Kontrollverfahren die Echtheit des Ursprungs, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der erhaltenen Rechnungen bestätigen kann, und auch in der Lage ist, Steuern anzugeben Behörden oder Kontrollbehörden mit sofortigem Einzug der in elektronischer Form eingegangenen Rechnungen aus dem Rechnungsarchivierungssystem, hat er das Recht zum Vorsteuerabzug aus archivierten Rechnungen. Selbstverständlich, wenn die durch die betreffenden Rechnungen belegten gekauften Waren und Dienstleistungen zur Ausübung umsatzsteuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet werden.

Die Bestätigung des Vorstehenden ist auch die Position des Direktors der Steuerkammer in Kattowitz in der individuellen Auslegung vom 15.02.2017. mit Referenznummer 2461-IBPP2.4512.945.2016.2.EJu und der Direktor der Steuerkammer in Bydgoszcz in der individuellen Auslegung vom 19. August 2016. mit Referenznummer ITPP3 / 4512-343 / 16 / MD.

Mehrwertsteuerabzug auf Rechnungen, die keine Steueridentifikationsnummer enthalten

Polnischer, aktiver Mehrwertsteuerzahler Herr betreibt einen kleinen Gewerbepavillon, der auf dem Grundstück der Wohnungsgenossenschaft gebaut wurde (unbefristete Miete vom Gemeindeamt). Der Mietvertrag ist nicht vertraglich und die Genossenschaft stellt Rechnungen auf den Vor- und Nachnamen des Unternehmers ohne Angabe der Steueridentifikationsnummer aus. Es besteht daher Zweifel, ob der Steuerpflichtige in dieser Situation zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, wenn die Rechnungen auf den Vor- und Nachnamen des Steuerpflichtigen und gleichzeitig an seiner Wohnanschrift ausgestellt wurden, ohne die NIP-Nummer auf den Rechnungen in zu verwenden Frage.

Als allgemeine Regel gilt, dass eine Rechnung ein Dokument ist, das den korrekten Ablauf eines wirtschaftlichen Ereignisses sowohl im Hinblick auf den Gegenstand der Transaktion als auch die daran beteiligten Unternehmen widerspiegelt. Die materielle und rechtliche Richtigkeit einer Rechnung liegt dann vor, wenn sie ein reales wirtschaftliches Ereignis widerspiegelt. Dagegen ist eine falsch ausgestellte Rechnung als Rechnung anzusehen, die ein inhaltswidriges wirtschaftliches Ereignis zeigt, das weder bei anderen Unternehmen noch zu einem anderen Zeitpunkt in einer anderen Größe oder gar nicht eingetreten ist.

Wenn der gemietete Pavillon vom Steuerpflichtigen für geschäftliche Zwecke genutzt wird, hat der Steuerpflichtige daher das Recht, die Mehrwertsteuer von den Rechnungen abzuziehen, die von Genossenschaften ausgestellt werden (die den Mietvertrag dokumentieren), die den Firmennamen und die Steueridentifikationsnummer nicht enthalten.

Bestätigung des Vorstehenden ist auch die Position des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz in der individuellen Auslegung vom 23.11.2016. mit Referenznummer ITPP2 / 4512-598 / 16-1 / AD.

Mahlzeiten für Mitarbeiter

Ein aktiver Umsatzsteuerzahler führt im Auftrag des Kunden Tätigkeiten im Bereich der Einstellung und Rekrutierung von Mitarbeitern durch. Die eingestellten Mitarbeiter werden vom Bewerber aufgrund von Arbeitsverträgen oder Mandatsverträgen beschäftigt.
Im Rahmen der erbrachten Arbeitnehmerüberlassung trägt der Antragsteller neben den Leistungen des Arbeitsschutzes auch die Kosten der Vergütung von Arbeitnehmern / Auftragnehmern, sowie die Bereitstellung arbeitsrechtlicher Vorsorgeverpflegung und der Unterbringungskosten für außerbetrieblich tätige Arbeitnehmer Wohnort.

Aufgrund der Besonderheiten der Unternehmenstätigkeit werden Mitarbeiter oft vorübergehend in verschiedene Städte entsandt. In diesem Zusammenhang bezieht der Steuerpflichtige Dienstleistungen von externen Stellen, die auf verschiedene Weise qualifiziert und in der Rechnung beschrieben sind, z .

Es sollte auch betont werden, dass alle oben genannten Mitarbeiterernährungsdienste sind Leistungen zur Versorgung der Mitarbeiter mit präventiven und regenerativen Mahlzeiten, deren Bereitstellungspflicht sich aus den arbeitsrechtlichen Vorschriften ergibt.

Unter Berücksichtigung des Vorstehenden kann der Schluss gezogen werden, dass bei Verwendung der bezogenen Dienstleistungen zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten der Steuerpflichtige berechtigt ist, die Vorsteuer beim Bezug von Kantinendienstleistungen, präventiven und regenerativen Mahlzeiten, Fertiggerichten oder dem Servieren von Speisen abzuziehen und Getränke.

Eine Bestätigung des Vorstehenden ist auch die Position des Direktors der Steuerkammer in Kattowitz in der individuellen Auslegung vom 30.10.2015. mit Referenznummer IBPP1 / 4512-597 / 15 / MS.

Anteilseigner, die auf der Grundstückskaufrechnung erscheinen

Wenn eine Personengesellschaft als aktiver, registrierter Umsatzsteuerzahler eine Betriebsstätte erwirbt, hat sie das volle Recht zum Vorsteuerabzug von der Rechnung über den Erwerb einer Immobilie, die für eine umsatzsteuerpflichtige Geschäftstätigkeit bestimmt ist , obwohl auf der fraglichen Rechnung als Käufer einzelne Gesellschafter der Personengesellschaft bürgerlichen Rechts und die Steueridentifikationsnummer der Gesellschaft aufgeführt sind.

Die Bestätigung des Vorstehenden ist auch die Position des Direktors der Steuerkammer in Posen in der individuellen Auslegung vom 22.02.2016. mit Referenznummer ILPP1 / 4512-1-915/15-2 / JKu.

Angaben zum Ehegatten auf der Grundstückskaufrechnung

Der polnische Steuerzahler ist ein aktiver Mehrwertsteuerzahler, der eine Geschäftstätigkeit ausübt. Außerdem besitzen er und seine Frau gemeinsames Eigentum. Die Ehefrau führt auch ein Unternehmen und ist aktiver Mehrwertsteuerzahler. Während der Ehe erwarben die Steuerzahler ein unbebautes Grundstück und der Erwerb wurde in das gemeinschaftliche Eigentum überführt. Die Eigentumsübertragung erfolgte auf der Grundlage einer notariellen Urkunde. Verkäufer war die Stadt. Die Transaktion wurde mit 23% besteuert. In der Verkaufsrechnung hat der Verkäufer in der Position mit den Käuferdaten den Vor- und Nachnamen des Antragstellers, den Vor- und Nachnamen der Ehefrau des Antragstellers, die vom Antragsteller im Registrierungsformular VAT-R angegebene Adresse und die NIP-Nummer eingetragen des Antragstellers. Die Steueridentifikationsnummer der Ehefrau des Antragstellers wurde nicht angegeben.

In diesem Fall ist darauf hinzuweisen, dass die Rechnung das Vorliegen eines konkreten wirtschaftlichen Ereignisses im Sinne der Umsatzsteuerbesteuerung dokumentiert und zugleich bestätigt. Die Angabe des Ehegatten des Antragstellers als Käufer in der Rechnung schließt das Recht des Antragstellers zum Vorsteuerabzug von einer solchen Rechnung nicht aus, da sich diese Berechtigung nach den tatsächlichen Umständen des wirtschaftlichen Ereignisses richtet, das sich in der Rechnung niederschlägt, d.h B. Verkauf, Verkaufsdatum, Rechnungsdatum und Es ist daher nicht erforderlich, Korrekturvermerke zu der auf diese Weise ausgestellten Rechnung zu erstellen.

Eine ähnliche Position nimmt auch der Direktor der National Tax Information in der Individualauslegung vom 24.03.2017 ein. mit Referenznummer 2461-IBPP1.4512.115.2017.1.UG.