Erneuerung von Geschäftsräumen in steuerlich abzugsfähigen Kosten

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Nach einiger Zeit der Nutzung der für die durchgeführte Aktivität genutzten Räumlichkeiten wird es notwendig, die Räumlichkeiten des Unternehmens zu erneuern. Bei der Ausführung der Arbeiten muss festgestellt werden, ob es sich um eine Renovierung oder Modernisierung handelt. Dies ist von zentraler Bedeutung für die Begleichung der auf diesem Konto angefallenen Spesen.

Renovierung von Firmengebäuden - Renovierung oder Verbesserung?

Die Unterscheidung zwischen den Konzepten Renovierung und Verbesserung in Bezug auf die Einkommensteuern ist sehr wichtig. Entstehen Aufwendungen für die Renovierung eines Anlagevermögens, unabhängig von ihrer Größe, stellen sie steuerlich abzugsfähige Kosten dar, und dienen sie der Verbesserung des Anlagevermögens, so übersteigen ihre Summe während des Steuerjahres den die Grundlage für die Berechnung der Abschreibungskosten, werden sie nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten behandelt, sondern erhöhen nur den Anfangswert des Anlagevermögens.

Renovierung ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands einer Anlage durch Austausch abgenutzter Elemente oder deren Reparatur. Durch die Sanierung erhöht sich der Nutzungswert des Anlagevermögens nicht, es wird lediglich der ursprüngliche Wert wiederhergestellt.

Demgegenüber ist eine Verbesserung als Aufwand für ein Anlagevermögen zu klassifizieren, der primär seinen Nutzungswert gegenüber dem Wert am Tag der Nutzung erhöht. Die Verbesserung sollte insbesondere an der Nutzungsdauer, der Produktionskapazität, der Qualität der mit dem verbesserten Anlagevermögen hergestellten Produkte und den Betriebskosten gemessen werden.

Modernisierungsbedingungen

Damit eine Verbesserung erfolgen kann, gelten die in Art. 22 g Absatz 1. 17 des PIT-Gesetzes. Nach dieser Bestimmung erfolgt die Verbesserung des Anlagevermögens:

  • durch Umbau, Erweiterung, Umbau, Anpassung oder Modernisierung,

  • wenn die Summe der Kosten für den Umbau, die Erweiterung, den Umbau, die Anpassung oder die Modernisierung in einem bestimmten Steuerjahr 10.000 PLN übersteigt,

  • wenn die angefallenen Aufwendungen eine Erhöhung des Nutzungswertes im Verhältnis zum Wert am Tag der Übernahme des Anlagevermögens zur Nutzung bewirken, insbesondere gemessen an der Nutzungsdauer, der Produktionskapazität, der Qualität der mit Hilfe verbesserter Anlage gewonnenen Produkte Vermögenswerte und die Kosten für deren Betrieb.

Die Behandlung bestimmter Arbeiten als Renovierung oder Verbesserung richtet sich nicht nach dem Willen des Steuerpflichtigen, sondern nach dem materiellen Umfang der ausgeführten Arbeiten. In Zweifelsfällen kann es erforderlich sein, einen Bausachverständigen zu bestellen. Ob der Umfang der durchgeführten Arbeiten als Sanierung oder als Modernisierung einzustufen ist, lässt sich oft nur schwer allein eindeutig entscheiden.

Die Art der Abrechnung hängt daher von der Art der Ausgaben ab. Diese Position wird auch von den Steuerbehörden bestätigt, ein Beispiel dafür ist die individuelle Auslegung des Direktors der Nationalen Steuerinformation vom 14. April 2017, Nr. 0461-ITPB3.4510.22.2017.1.AK. Der Steuerpflichtige gab zur Sachverhaltsdarstellung an, in der von ihm genutzten Werkstatt Bauarbeiten im Zusammenhang mit dem Austausch der Sanitärinstallation im Bad durchgeführt zu haben. Sie bestanden unter anderem aus Fliesen aus Wänden und Böden schmieden, durch neue Keramik ersetzen, Sanitär- und Elektroinstallationen vervollständigen und neue Armaturen einbauen. Als Antwort darauf gab der Direktor folgendes an:

"(...) Da die im Bad der Werkstatt ausgeführten Bauarbeiten einen Wiederaufbaucharakter hatten, der nur seinen ursprünglichen Wert wieder herstellte und seinen Charakter nicht veränderte, waren die dem Antragsteller entstandenen Aufwendungen Renovierungsaufwand.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Kosten im Zusammenhang mit Bauarbeiten im in der Werkstatt befindlichen Badezimmer, die die ursprüngliche Funktionsfähigkeit des Badezimmers wiederherstellen sollten, (...) (...)".

Fenstertausch

Einige Ausgaben lassen sich nur schwer der Kategorie Renovierung oder Modernisierung zuordnen. Ein Beispiel sind die Kosten für den Austausch von Fenstern. Komplizierter wird das Problem, wenn Fenster durch modernere ersetzt werden, z.B. Holz für Aluminium. Unserer Meinung nach handelt es sich bei solchen Arbeiten um Rekonstruktionen, die nur den ursprünglichen Gebrauchswert des Gebäudes wiederherstellen und seinen Charakter nicht verändern. Für die Einordnung der angegebenen Arbeiten als Renovierung ist es zudem unerheblich, dass die ersetzten Elemente durch Elemente aus moderneren Materialien ersetzt werden. Die Kosten für den Austausch von Fenstern erhöhen den Nutzungswert eines gegebenen Objekts (Gebäude, Bauwerk) nicht.

Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass die Kosten für den Austausch von Fenstern als Renovierungskosten zu berücksichtigen sind. Sie können nicht zum Anfangswert des Anlagevermögens addiert werden. Eine solche Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Katowice im Schreiben Nr. IBPBI / 2 / 423-1155 / 11 / MS vom 31. Dezember 2011 bestätigt, das lautet:

„(…) Die im Antrag dargelegten Tatsachen zeigen, dass die durchgeführten Arbeiten durch den schlechten technischen Zustand der Fenster bestimmt sind. Diese Werke ändern jedoch ihren Charakter und ihre Funktionen nicht. Holzfenster werden durch Aluminiumfenster ersetzt. Der Austausch von Fenstern ist auf den Verschleiß alter Fenster zurückzuführen.

In Anbetracht des Vorstehenden ist zu berücksichtigen, dass die dem Unternehmen für den Austausch von Fenstern entstehenden Kosten Rekonstruktionsaufwendungen sind, die die betrieblichen oder technischen Parameter nicht ändern, die ursprüngliche Nutzkapazität des Gebäudes wiederherstellen und daher sind als Renovierungskosten zu berücksichtigen. Da ihr Bezug zu den von der Gesellschaft erzielten Einnahmen jedoch nicht direkt besteht, sollten sie als indirekte steuerlich abzugsfähige Kosten betrachtet werden (…)“.