Erfrischungen für Kunden und Mehrwertsteuerabzug

Dienstleistungssteuer

Sowohl große als auch kleine Unternehmen bieten oft Snacks für Kunden an. Eine Frage, die bei Unternehmern Zweifel aufwirft, ist die Möglichkeit, solche Ausgaben als Kosten zu berücksichtigen und von ihnen die Mehrwertsteuer abzuziehen.

Steuerlich abzugsfähige Kosten – was rechnen wir ein?

Eine Anrechnung eines bestimmten Aufwands als steuerlich abzugsfähiger Aufwand ist nur möglich, wenn ordnungsgemäß und zuverlässig dokumentierte Ereignisse zweifelsfrei zeigen, dass es sich um einen zweckdienlichen und rational gerechtfertigten Aufwand handelt. Daher ist der Steuerpflichtige verpflichtet, nicht nur die Tatsache, dass eine bestimmte Ausgabe entstanden ist, sondern auch ihre Zweckmäßigkeit und Rationalität nachzuweisen. Bei der Ermittlung der steuerlich abzugsfähigen Kosten können Aufwendungen, deren Art Zweifel aufwirft, nicht als Kosten berücksichtigt werden.

Wichtig ist, dass gemäß Art. 23 Sek. 1 Nummer 23 des PIT-Gesetzes gelten nicht als steuerlich absetzbare Kosten für Repräsentationskosten, insbesondere für Verpflegungsleistungen, den Einkauf von Speisen und Getränken, einschließlich alkoholischer Getränke.

Der Begriff „Vertretung“ ist im Einkommensteuergesetz und in den Bestimmungen anderer Gesetze nicht definiert. Das Finanzministerium empfiehlt eine Sprachinterpretation auf der Grundlage von Wörterbuchbegriffen.

Nach der Definition des PWN Dictionary of the Polish Language bedeutet Repräsentation Erhabenheit, Verfeinerung der Lebensweise einer Person in Bezug auf die Position oder soziale Stellung. Auf der anderen Seite ist Repräsentation nach der Definition der Rechtsprechung alle Tätigkeiten, die darauf abzielen, ein gutes Image des Unternehmens zu schaffen und zu festigen.

Erfrischungen für Kunden und die Steuerkosten

Daher sollte bei der Abrechnung von Verpflegungskosten für Kunden mit größter Sorgfalt darauf geachtet werden, dass die Behörden die Ausgaben dafür nicht als Repräsentation in Frage stellen.

Sehr oft werden dem Kunden bei Geschäftstreffen Kaffee, Tee und Snacks serviert. In einer solchen Situation stehen unserer Ansicht nach keine Hindernisse entgegen, solche Aufwendungen als Kosten zu berücksichtigen. Die Gabe von Kaffee oder Tee an den Auftragnehmer beweist nicht die Großzügigkeit oder Größe des Unternehmers. Auch ihr Einfluss auf die Gestaltung eines positiven Unternehmensimages ist vernachlässigbar. Dies ist der grundlegende Standard für Geschäftstreffen.

Eine für die Steuerzahler günstige Position stellte der Direktor der Steuerkammer in Warschau im Schreiben Nr.IPPB1 / 415-630 / 10-2 / RS vom 30. August 2010 vor, in dem wir lesen:

(...) Spesen für Getränke, Süßigkeiten, Sandwiches usw., die bei Geschäftstreffen am Sitz der Gesellschaft serviert werden, wenn sie nicht die Kennzeichen von Erhabenheit, Verschwendung tragen, stellen keine repräsentativen Kosten im Sinne von Art. 23 Sek. 1 Ziff. 23 und P. Die Gesellschaft kann diese Aufwendungen als steuerlich abzugsfähige Kosten gem. 22 Sek. 1 des Einkommensteuergesetzes (...).

Eine ähnliche Position vertrat der Direktor der Steuerkammer in Warschau in einem Schreiben vom 4. März 2010, Nr. ILPB1 / 415-1370 / 09-2 / IM, das lautet:

Bei der zweiten im Antrag genannten Kostengruppe handelt es sich um Kosten, die bei Sitzungen in der Geschäftsstelle der Gesellschaft für die sog Kaffee, Tee, Zucker, Kaffeesahne, kleine Süßigkeiten, Sandwiches. Zweifellos kann in einer solchen Situation nicht gesagt werden, dass das Ziel der durchgeführten Aktivitäten Repräsentation ist, verstanden als positives Image nach außen, verbunden mit Erhabenheit und Prunk. im Zusammenhang mit dem Vorstehenden sind Aufwendungen im Zusammenhang mit kleinen Snacks in der Geschäftsstelle der Gesellschaft nicht repräsentativ und unterliegen daher keinen Beschränkungen hinsichtlich ihrer Einbeziehung als Kosten, die sich aus Art. 23 Sek. 1 Punkt 23 des Einkommensteuergesetzes. Diese Aufwendungen können steuerlich abzugsfähige Kosten darstellen, sofern sie mit den Einnahmen in Zusammenhang stehen und ordnungsgemäß dokumentiert werden. (...).

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Mehrwertsteuerabzug von den Verpflegungskosten für Kunden

Der Steuerpflichtige ist grundsätzlich zum Vorsteuerabzug für Aufwendungen des Auftragnehmers berechtigt, da die Vorschriften die Möglichkeit des Steuerabzugs insoweit vorsehen, als Gegenstände und Dienstleistungen zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet werden. Daher sollten Sie Mehrwertsteuerzahler sein und steuerpflichtige Tätigkeiten ausüben.

Das Recht zum Vorsteuerabzug gilt auch, wenn es sich um ein mittelbares Verhältnis handelt. Der indirekte Zusammenhang der getätigten Käufe mit der Tätigkeit des Steuerpflichtigen kommt in Betracht, wenn der Erwerb von Waren und Dienstleistungen nicht direkt zum Einkommen des Steuerpflichtigen beiträgt, z zum Umsatz des Steuerzahlers.

Die Steuerbehörden bestätigen auch, dass sie in einem solchen Fall zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, ein Beispiel dafür ist die individuelle Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Warschau vom 1. Juli 2015, Aktenzeichen. IPPP1 / 4512-532 / 15-2 / KR, wo wir das lesen können:

Der Antragsteller kann den zu entrichtenden Steuerbetrag um den Betrag der Vorsteuer im Zusammenhang mit dem Erwerb von Catering-Dienstleistungen, Nahrungsmitteln, alkoholfreien und alkoholischen Getränken, die zum Verzehr bei Besprechungen mit Kunden und Auftragnehmern in den Räumlichkeiten der Gesellschaft bestimmt sind, ermäßigen, auch ausserhalb der Räumlichkeiten, jedoch ausgenommen Restaurants, da die anfallenden Aufwendungen vom Interessenten zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet werden (...).

Lebensmittellieferung und Mehrwertsteuer

Die vom Steuerpflichtigen im Rahmen eines Geschäftstreffens mit dem Auftragnehmer angebotene Brotzeit führt nicht zu einer Besteuerung der im Rahmen dieser Brotzeit konsumierten Waren gemäß Art. 7 Sek. 2 des Umsatzsteuergesetzes. Der Verzehr (Konsum) von Fertiggerichten oder Lebensmittelprodukten bei Geschäftstreffen oder zur Verfügung gestellt im Unternehmen steht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Steuerpflichtigen.

Darüber hinaus ist der Verbrauch dieser Waren kein Verbrauch zugunsten der in Art. 7 Sek. 2 Nr. 1 UStG, unter denen der Gesetzgeber Auftragnehmer nicht erwähnt.

Die Position ohne Besteuerung von Snacks für Kunden, die während eines Geschäftstreffens serviert werden, wird auch von den Finanzbehörden anerkannt, ein Beispiel dafür ist die individuelle Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Kattowitz vom 13. Januar 2016, Aktenzeichen. IBPP1 / 4512-891 / 15 / AR, woraus folgt:

(...) Verbrauch der oben genannten Lebensmittelprodukte, dh Kaffee, Tee, Milch, Kühlgetränke (Wasser, Fruchtsäfte, Getränke), Zucker, Süßigkeiten, fertige Sandwiches, die Auftragnehmern (Kunden und Gästen - Vertreter von Kunden und Lieferanten) während und für die Geschäftsnutzung zur Verfügung gestellt werden Sitzungen während der Arbeit am Sitz der Gesellschaft, sind auch als Verbrauch im Zusammenhang mit dem vom Antragsteller geführten Unternehmen anzusehen, es handelt sich also nicht um einen Verbrauch, eine Übertragung oder eine Schenkung, die der Besteuerung gemäß Art. 7 Sek. 2 Umsatzsteuergesetz (...).