Grundbegriffe im Leasingvertrag

Dienstleistungssteuer

Leasing als Form der Unternehmensfinanzierung

Leasing ist eine der beliebtesten Formen der Finanzierung von Geschäftsaktivitäten. Dank ihr ist es einfacher, Geräte und Zubehör zu kaufen und zu verwenden, ohne dass langfristige Einsparungen erforderlich sind. Bevor sich der Unternehmer jedoch für diese Form der Unterstützung entscheidet, lohnt es sich, die grundlegenden Konzepte zu kennen, die die Aspekte des Leasings definieren.

Der Begriff des Leasings beschreibt einen Vertrag, bei dem eine der Parteien das Recht zur Nutzung einer bestimmten Sache erwirbt und im Gegenzug die Vorteile an die andere Partei überträgt, die sie zur Nutzung überlässt. Es handelt sich um eine Handelsvereinbarung, weil mindestens eine der Parteien darin den Status eines Unternehmers hat.

Leasingvertragsparteien

Auch die Parteien des Leasingvertrages haben ihre Namen. Der Mieter ist die Partei, die den Vertragsgegenstand nutzt – daher wird hier auch der Begriff „Nutzer“ verwendet. Der Vermieter ist hingegen derjenige, der den Vertragsgegenstand zur Verfügung stellt und dem Mieter zur Nutzung überlässt. In der Praxis handelt es sich meist um ein Unternehmen, das sich auf Leasingaktivitäten spezialisiert hat.

Leasing-Klassifizierungen

Beim Leasing lassen sich zwei Klassifikationen unterscheiden. Der erste betrifft die Aufteilung von Verträgen in direkte und indirekte Verträge. Beim Direktleasing kommt der Vertrag direkt zwischen dem Hersteller eines bestimmten Artikels und seinem Nutzer zustande. Das indirekte Leasing hingegen berücksichtigt beim Vertragsabschluss mehr als zwei Parteien. Zwischen dem die Rechte erwerbenden Unternehmer und dem Hersteller besteht eine Leasinggesellschaft, die alle notwendigen Formalitäten erledigt.

Die zweite Gliederung betrifft die Aufteilung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse. Ersteres zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, nur den Zinsteil der Rate als steuerlich abzugsfähige Kosten des Leasingnehmers einzubeziehen. Der Leasinggegenstand selbst wird in diesem Fall als betriebliches Anlagevermögen klassifiziert und der Nutzer ist zu Abschreibungspflichten verpflichtet. Operating-Leasing hingegen besagt, dass die zur Nutzung überlassenen Geräte Eigentum der Leasinggesellschaft (bzw. des Herstellers) bleiben, daher ist der Leasinggeber für die Abschreibung verantwortlich.

Erwähnenswert ist auch das Leaseback. Es handelt sich um eine Vertragsart, bei der der Leasingnehmer das eigene Anlagevermögen des Leasinggebers verkauft. Trotz des Verkaufs wird die Ausrüstung jedoch nicht physisch an den Käufer übergeben, sondern wird weiterhin im Geschäft des Mieters verwendet.