Polnische Mehrwertsteuer auf einer Rechnung eines ausländischen Auftragnehmers

Dienstleistungssteuer

Bei der Ausübung einer Geschäftstätigkeit kaufen Steuerpflichtige Waren (innergemeinschaftlicher Erwerb von Waren) in der gesamten Europäischen Union. Sie müssen der Dokumentation des Verkaufs besondere Aufmerksamkeit widmen. Es kommt häufig vor, dass unsere ausländischen Auftragnehmer eine falsche Rechnung ausstellen. Wie also mit der polnischen Mehrwertsteuer auf einer Rechnung eines ausländischen Auftragnehmers verfahren? Antwort im Artikel!

Innergemeinschaftlicher Warenerwerb (WNT)

Gemäß Art. 5 Sek. 1 des Gesetzes vom 11. März 2004 über die Besteuerung von Waren und Dienstleistungen (Gesetzblatt von 2017, Pos. 1221, in der geänderten Fassung), im Folgenden Mehrwertsteuergesetz genannt, Besteuerung der oben genannten Steuern unterliegen:

  • entgeltliche Lieferung von Waren und entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen im Hoheitsgebiet des Landes;
  • Ausfuhr von Waren;
  • Einfuhr von Waren in das Hoheitsgebiet des Landes;
  • innergemeinschaftlicher Erwerb von Waren gegen Entgelt im Inland;
  • innergemeinschaftliche Lieferung von Waren.

Gemäß Art. 9 Sek. 1 des Mehrwertsteuergesetzes - durch den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen im Sinne von Art. 5 Sek. 1 Nummer 4 ist der Erwerb des Rechts, als Eigentümer über die Waren zu verfügen, die infolge der Lieferung in das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats als des Hoheitsgebiets des Mitgliedstaats versandt oder befördert werden Zustand des Beginns der Versendung oder Beförderung durch die Person, die die Ware liefert, den Käufer der Ware oder in deren Auftrag.

Voraussetzungen für die Anerkennung des Warenerwerbs als innergemeinschaftlicher Warenerwerb

Gemäß Art. 25 Sek. 1 und 2 des Mehrwertsteuergesetzes gilt der innergemeinschaftliche Erwerb von Gegenständen als im Hoheitsgebiet des Mitgliedstaats erfolgt, in dem sich die Gegenstände zum Zeitpunkt der Beendigung ihrer Verbringung oder Beförderung befinden. Gemäß Art. 17 Sek. 1 Nr. 3 UStG sind Steuerpflichtige auch juristische Personen, Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit und natürliche Personen, die innergemeinschaftliche Erwerbe tätigen.

Voraussetzung für die Anerkennung einer Transaktion als innergemeinschaftlicher Erwerb von Waren (im Folgenden WNT) ist, dass der Lieferant und der Käufer Steuerpflichtige sind und die gelieferte Ware aus einem anderen Mitgliedstaat nach Polen transportiert wird. Beim innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen unterliegt der Erwerb von Gegenständen der Mehrwertsteuer. Innergemeinschaftliche Erwerbe von Gegenständen sind grundsätzlich in dem Land steuerpflichtig, in dem sich die Gegenstände am Ende ihrer Verbringung oder Beförderung befinden. WNT unterliegt der Tax Reverse Charge - im Rahmen der sog. Reverse Charge - durch den Käufer, der aufgrund des innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenständen Steuerpflichtiger ist, d. h. die Person, die diesen Erwerb im Inland besteuern muss.

Wie sind innergemeinschaftliche Erwerbe zu bilanzieren?

Gemäß Art. 20 Absatz 1 des Umsatzsteuergesetzes bei der innergemeinschaftlichen Lieferung von Gegenständen entsteht die Steuerpflicht mit Rechnungsstellung durch den Steuerpflichtigen, spätestens jedoch am 15. des Monats, der auf den Monat der Lieferung folgt, vorbehaltlich Absatz 4 und Kunst. 20a.

Gemäß Art. 20 Absatz 5 Umsatzsteuergesetz entsteht die Steuerpflicht beim innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen mit Rechnungsstellung durch den Umsatzsteuersteuerpflichtigen, spätestens jedoch am 15. des Monats, der auf den Monat folgt, in dem die Gegenstände Gegenstand des innergemeinschaftlichen Erwerbs waren, vorbehaltlich des Absatzes 8 und 9 und Art.-Nr. 20b. Die Bereitstellung von Absatz 1a gilt entsprechend.

Die vorstehende Bestimmung verpflichtet den Steuerpflichtigen, der die Steuer auf den innergemeinschaftlichen Erwerb abführt, die Steuerpflicht am 15. des Monats nach dem Monat der Lieferung der Gegenstände des innergemeinschaftlichen Erwerbs anzuerkennen, es sei denn, Umsatzsteuerpflichtiger, der ein innergemeinschaftlicher Erwerber ist, der vor diesem Datum getätigt wurde Kauf von Gegenständen, eine Rechnung ausgestellt hat, da dann die Steuerpflicht zum Zeitpunkt der Ausstellung der Rechnung entsteht.

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Somit entsteht die Steuerpflicht für den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen mit Ausstellung der Rechnung durch den Mehrwertsteuersteuerpflichtigen, spätestens jedoch am 15. des Monats, der auf den Monat folgt, in dem der Gegenstand der der innergemeinschaftliche Erwerb erfolgt ist.

Gemäß Art. 86 Sek. 10 UStG entsteht das Recht auf Minderung des Steuerbetrags um den Betrag der Vorsteuer mit der Abrechnung für den Zeitraum, in dem die Steuerpflicht in Bezug auf die vom Steuerpflichtigen gekauften oder eingeführten Gegenstände und Dienstleistungen entstanden ist. Gemäß Art. 86 Sek. 10b des Gesetzes, das Recht, den geschuldeten Steuerbetrag in den Fällen des Absatzes . um den Betrag der Vorsteuer zu mindern 2 Punkt 1 und Punkt 2 lit. und - entsteht frühestens bei der Abrechnung für den Zeitraum, in dem der Steuerpflichtige eine Rechnung oder ein Zolldokument erhalten hat.

Im Falle des Nichterreichens des in Absatz genannten Datums 10b Punkt 2 lit. a, Rechnungen, die die Lieferung von Gegenständen, die den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen darstellen, durch den Steuerpflichtigen belegen, ist der Steuerpflichtige verpflichtet, den Betrag der Vorsteuer bei der Abrechnung für den Zeitraum, in dem diese Frist abgelaufen ist, angemessen zu mindern (siehe Artikel 86 ( 10g)).

Polnische Mehrwertsteuer auf einer Rechnung eines ausländischen Auftragnehmers

Beim Einkauf von Waren müssen wir trotz Angabe aller Daten an unsere Vertragspartner darauf achten, ob die ausgestellte Rechnung korrekt ist. Bei Unternehmen mit Niederlassungen in ganz Europa kommt es vor, dass die polnische Mehrwertsteuer in einer Rechnung eines ausländischen Auftragnehmers enthalten ist.

Beispiel 1.

Im März kaufte der Steuerzahler Waren von einem britischen Auftragnehmer. Die Transaktion erfüllte alle WNT-Bedingungen. Der polnische Steuerzahler teilte seinem britischen Partner mit, dass er ein aktiver EU-Mehrwertsteuerzahler sei. Trotz der Erfüllung aller Bedingungen stellte der britische Steuerzahler eine Rechnung mit polnischer Mehrwertsteuer aus.

In diesem Fall sollten Sie beim Erhalt einer Rechnung für die Waren, die aus einem anderen Mitgliedstaat nach Polen versandt oder transportiert werden, den innergemeinschaftlichen Erwerb von Waren gemäß Art. 9 des Umsatzsteuergesetzes.

In der Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Kattowitz in der Auslegung vom 7. Februar 2014, Nummer IBPP4 / 443-547 / 13 / PK, lesen wir:

„Voraussetzung für die Anerkennung des Umsatzes als innergemeinschaftlicher Erwerb von Gegenständen (nachfolgend innergemeinschaftlicher Erwerb von Gegenständen) ist, dass der Lieferer und der Käufer Steuerpflichtige sind und die gelieferten Gegenstände aus einem anderen Mitgliedstaat nach Polen befördert werden des innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenständen unterliegt die Mehrwertsteuer dem Erwerb von Gegenständen unterliegt der Besteuerung in dem Land, in dem sich die Gegenstände zum Zeitpunkt ihrer Versendung oder Beförderung befinden Käufer, der wegen innerstaatlicher steuerpflichtiger Gegenstände Steuerpflichtiger ist, dh die Person, die diesen Erwerb im Gebietsstaat besteuern muss."

Somit schließt die Einbeziehung der inländischen Mehrwertsteuer auf der Rechnung die Möglichkeit der Anerkennung des Umsatzes als innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen nicht aus. Unter den negativen Prämissen, die eine Anerkennung des innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenständen ausschließen (Art. 10 UStG), erwähnt der Gesetzgeber eine solche Situation nicht. Abschließend ist hervorzuheben, dass gemäß Art. 88 Sek. 3a Umsatzsteuergesetz besteht kein Anspruch auf Vorsteuerabzug von einer Rechnung, die den tatsächlichen Vorgang nicht dokumentiert. Wenn also die Ware aus einem anderen Mitgliedstaat geliefert wurde (innergemeinschaftlicher Liefervorgang) und die Rechnung des Verkäufers einen Verkauf zum inländischen Umsatzsteuersatz (Inlandsverkauf) dokumentiert, der tatsächlich nicht stattgefunden hat, besteht kein Anspruch des Steuerpflichtigen die sich aus dieser Rechnung ergebende Vorsteuer abzuziehen.

Zusammenfassend ist es in der analysierten Situation erforderlich, den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen anzuerkennen und die Steuer nach den für diese Transaktion vorgesehenen allgemeinen Grundsätzen abzurechnen. Danach ist der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug in Höhe der abgerechneten Ausgangssteuer berechtigt. Die Bemessungsgrundlage gemäß Art. 30a des Mehrwertsteuergesetzes ist der auf der Rechnung ausgewiesene Bruttowert, d. h. zusammen mit der polnischen Mehrwertsteuer.