Vorlage jedes einzelnen Rechnungspostens im Mehrwertsteuerregister - ist das notwendig?

Dienstleistungssteuer

Die Steuerzahler zeigten sich besorgt über die ab 2017 eingeführten Änderungen von Art. 109 Absatz. 3 des Umsatzsteuergesetzes. Diese Bestimmung besagt, dass die MwSt.-Aufzeichnungen so geführt werden müssen, dass sie die für die korrekte Erstellung der Erklärung erforderlichen Daten enthalten. Welche Daten sind nach den Gesetzesänderungen obligatorisch? Lesen Sie den Artikel und erfahren Sie, ob es notwendig ist, jeden Rechnungsposten im Umsatzsteuerregister darzustellen und wie detailliert das Register sein muss!

Aufzeichnungspflicht für Mehrwertsteuerzwecke

Die von aktiven Umsatzsteuerzahlern zu führenden Aufzeichnungen sind das Umsatzsteuerregister des Kaufs und das Umsatzsteuerregister. Dieses Register ist im oben genannten Artikel angegeben und es ist notwendig, die Steuer auf Waren und Dienstleistungen ordnungsgemäß zu erfassen. Das hierfür notwendige Dokument ist wiederum eine Umsatzsteuererklärung. Sie weist die Ausgangssteuer (aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen) und die Vorsteuer, d. h. die Steuer, die sich aus den Einkaufsrechnungen ergibt, aus. Beachtung!
Unter Art. 193a der Abgabenordnung sind Unternehmer verpflichtet, dem Finanzamt periodisch die sog Einheitliche Kontrolldateien bei der Führung von Steuerbüchern unter Verwendung von Computerprogrammen. Mehr dazu im Artikel: Uniform Control File - Gut zu wissen

Vorlage jedes Rechnungspostens im Mehrwertsteuerregister und Gesetzesänderungen

Die vom Gesetzgeber auferlegte Regelung betrifft hauptsächlich aktive Umsatzsteuerzahler. Wie bereits erwähnt, sind sie verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen, die die für die korrekte Erstellung von Steuererklärungen und zusammenfassenden Informationen erforderlichen Daten enthalten. Umsatzsteuerregister müssen nach dem Gesetz (Art. 109 Abs. 3 UStG) in erster Linie die Daten enthalten, die zur Feststellung erforderlich sind:

  • Gegenstand und Besteuerungsgrundlage,

  • die Höhe der Ausgangssteuer (einschließlich Korrekturen der Ausgangssteuer),

  • die Höhe der Vorsteuer sowie Berichtigungen dieser Steuer,

  • der an die Geschäftsstelle zu zahlende oder von Amts wegen zurückzugebende Betrag,

  • sonstige Daten zur Identifizierung der Transaktion - einschließlich der Nummer, die der Steuerpflichtige zur Identifizierung für Steuer- oder Umsatzsteuerzwecke verwendet.

Unter Bezugnahme auf die vorstehende Bestimmung ist der Unternehmer verpflichtet, Aufzeichnungen so zu führen, dass sie alle vorstehend genannten Daten enthalten. Der letzte Punkt ist jedoch zu einem Problem geworden - das Gesetz legt nicht fest, was der Ausdruck "andere Identifizierungsdaten" bedeutet. Es wurde vorgeschlagen, jede Rechnungsposition separat im Umsatzsteuerregister darzustellen. Nur die individuelle Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz aus dem Jahr 2016 half zur Klärung der Angelegenheit.

Umsatzsteuerregister – welche Informationen sollten sie enthalten?

Die Steuerbehörde hat entschieden, dass der Steuerpflichtige im Rahmen des geführten Mehrwertsteuerregisters verpflichtet ist, Daten aufzunehmen, die zur Identifizierung der Transaktion verwendet werden, einschließlich der Nummer, mit der der Steuerpflichtige identifiziert wird. Das bedeutet, dass der Unternehmer ab 2017 neben Basisinformationen zur Ausgangs- und Vorsteuer zusätzliche Daten erfassen muss. Dies ist der Fall, wenn Geschäfte mit wirtschaftlich tätigen Unternehmen - sowohl im In- als auch im Ausland - abgeschlossen werden. Anschließend müssen die von den Gegenparteien verwendeten Transaktionen und Steueridentifikationsnummern in Mehrwertsteuerregister eingetragen werden.

Es ist jedoch nicht erforderlich, jede Rechnungsposition im Umsatzsteuerregister vorzulegen. Es genügt, die Daten des Auftragnehmers anzugeben. Neben der Steueridentifikationsnummer müssen hier die Rechnungsnummer und das Verkaufsdatum zwingend angegeben werden. Dies ermöglicht die vollständige Identifizierung der Transaktion.

Die obige Auslegung wurde vom Direktor der Steuerkammer in Bydgoszcz in einer individuellen Auslegung vorgelegt, Ref. Nr. 0461-ITPP1.4512.761.2016.1.MN, vom 8. Dezember 2016:

(...) Folglich ist die Position des Antragstellers als richtig anzusehen, wonach in den geführten Aufzeichnungen nach Inkrafttreten des neuen Wortlauts von Art. 109 Absatz. 3 des Gesetzes muss nicht jeder Rechnungsposten (Kauf und Kauf) vorgelegt werden. Für die Identifizierung einzelner Geschäfte reicht es aus, in den Verkaufs- und Einkaufsunterlagen die Daten der Transaktionsparteien, einschließlich der Nummer, mit der der Auftragnehmer steuerlich oder umsatzsteuerlich identifiziert wird, sowie die Rechnung aufzunehmen Nummern und deren Verkaufsdatum, die eine vollständige Identifizierung der Transaktion ermöglichen (. ..).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anfang 2017 in Kraft getretene Novelle keine wesentlichen Änderungen für die Steuerpflichtigen mit sich brachte. Die Steuerbehörden beruhigten Unternehmer, die Grund zur Sorge hatten. Zweifellos wäre es eine große Unannehmlichkeit, jeden Rechnungsposten im Umsatzsteuerregister vorzulegen. Bestätigt wurde jedoch die optimistischere Version, dass zur vollständigen Identifizierung der Transaktion neben den Basisdaten auch die Identifikationsnummer des Steuerpflichtigen, die Rechnungsnummer und das Verkaufsdatum in den Unterlagen eingetragen werden müssen.