Registrierung für EU-Zwecke rückwärts – alles was du wissen musst

Dienstleistungssteuer

Auslandsgeschäfte mit Auftragnehmern aus EU-Staaten verpflichten Unternehmer in der Regel zur Registrierung für MWST-EU, also EU-Geschäfte. Eine solche Verpflichtung gilt nicht nur für aktive Umsatzsteuerpflichtige, sondern meist auch für steuerbefreite Steuerpflichtige. Oftmals sind sich Steuerzahler einer solchen Verpflichtung gar nicht bewusst und tätigen beispielsweise einen EU-Kauf ohne Registrierung. Ist eine Registrierung für EU-Zwecke rückwirkend möglich? Wie es geht?

Registrierung für MWST-EU

Aktive Mehrwertsteuerzahler müssen sich für VAT-EU registrieren, bevor sie die erste Transaktion in Bezug auf Folgendes durchführen:

  • beim Kauf von Waren von einem EU-Vertragspartner, d. h. innergemeinschaftlicher Erwerb von Waren (gilt für den Kauf von Waren von Unternehmen; gilt nicht für den Kauf von natürlichen Personen, die keine Geschäfte betreiben, aber in EU-Ländern ansässig sind);
  • beim Erwerb von Dienstleistungen, für die der Erfüllungsort der Sitz des Käufers ist;
  • beim Verkauf von Waren an Auftragnehmer aus der Europäischen Union, d. h. WDT;
  • bei der Leistungserbringung an ausländische Auftragnehmer aus der EU, wobei der Ort der Leistungserbringung durch den Käufer am Geschäftssitz/Wohnsitz bestimmt wird.

Bei umsatzsteuerbefreiten Unternehmen stellt sich diese Frage etwas anders. Eine Anmeldung ist erforderlich für:

  • innergemeinschaftlicher Erwerb von Dienstleistungen nach Art. 28b Umsatzsteuergesetz;
  • innergemeinschaftliche Erbringung von Dienstleistungen nach Art. 28b Umsatzsteuergesetz.

Das umsatzsteuerbefreite Unternehmen, das Waren an EU-Vertragspartner verkauft, muss sich nicht für VAT-EU registrieren.

Beachtung!

Beim innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen besteht die Pflicht zur Registrierung für Mehrwertsteuer-EU-Zwecke bei einem von der Mehrwertsteuer befreiten Steuerpflichtigen erst, wenn der Wert der erworbenen Gegenstände in einem bestimmten Jahr 50.000 PLN übersteigt. Bis zur Überschreitung der Grenze muss (kann) sich der umsatzsteuerbefreite Unternehmer nicht registrieren.

Registrierung für EU-Zwecke - Fristen

Aktiver Umsatzsteuerzahler

Die Registrierung für EU-Zwecke durch aktive Mehrwertsteuerzahler sollte fortlaufend erfolgen. Aktive Mehrwertsteuerzahler müssen sich für Mehrwertsteuer-EU-Zwecke registrieren, bevor:

  • einen innergemeinschaftlichen Warenerwerb (WNT) vornehmen,
  • der Erwerb von Dienstleistungen nach Art. 28b Umsatzsteuergesetz,
  • Durchführung einer innergemeinschaftlichen Lieferung von Gegenständen,
  • Erbringung von Dienstleistungen für Mehrwertsteuer-EU-Steuerzahler gemäß Art. 28b.

Steuerbefreiter Zahler

Die Registrierung für EU-Zwecke sollte bei einem umsatzsteuerfreien Steuerpflichtigen erfolgen vor:

  • Einfuhr von Dienstleistungen nach Art. 28b Umsatzsteuergesetz,
  • innergemeinschaftliche Erbringung von Dienstleistungen,

Beim innergemeinschaftlichen Erwerb von Waren entsteht die Pflicht zur Registrierung erst, wenn der Wert der in einem bestimmten Jahr erworbenen Waren die Grenze von 50.000 PLN überschreitet.

Wie registriere ich mich für VAT-UE?

Ein aktiver Mehrwertsteuerzahler und ein steuerbefreiter Steuerzahler registrieren sich für Mehrwertsteuer-EU-Zwecke auf dem Mehrwertsteuer-R-Formular. Dieses Formular kann beim Finanzamt heruntergeladen und manuell ausgefüllt werden, oder Sie können eine vorgefertigte Vorlage herunterladen, die auf verschiedenen Websites verfügbar ist.