Situationen, in denen kein Recht auf Vorsteuerabzug besteht

Dienstleistungssteuer

Unternehmer, die den Status eines aktiven Mehrwertsteuerpflichtigen haben, haben das Recht, die Mehrwertsteuer von den entstandenen Aufwendungen abzuziehen. In einigen Fällen bestehen jedoch Zweifel an dieser Möglichkeit. Es gibt Fälle, in denen der Steuerpflichtige die Vorsteuer nicht abziehen kann.

Rechnung falsch ausgestellt und Recht auf Vorsteuerabzug

Wurde die Rechnung von einem nicht existierenden Unternehmen ausgestellt (nicht existierende Anschrift, fiktive Steueridentifikationsnummer, das Unternehmen wurde nie registriert usw.) oder ist es nicht berechtigt, Rechnungen auszustellen, verliert der Steuerpflichtige das Recht zum Vorsteuerabzug auf unbezahlte Ausgaben. Eine Rechnung, die von einer nicht existierenden Stelle gemäß Art. 88 Sek. 3a Nr. 1 UStG begründet für den Unternehmer keinen Vorsteuerabzug. Wurde die Rechnung jedoch von einem bestehenden Unternehmen ausgestellt, das jedoch nicht zur Ausstellung von Rechnungen berechtigt ist, kann der Unternehmer die Aufwendungen auf den Bruttobetrag anrechnen.

Die Bestätigung eines solchen Verfahrens ist die Information über den Geltungsbereich des Steuergesetzes, herausgegeben von der Finanzkammer in Posen, Nr. BD-G005-31 / 04 vom 24. Februar 2005, in dem wir lesen, dass: (...) wenn der Aufwand mit einer Rechnung einer nicht zur Ausstellung von Rechnungen berechtigten Stelle nachgewiesen wurde, so dass der Steuerpflichtige keinen Anspruch auf Minderung oder Erstattung der Differenz der Steuern auf Waren und Dienstleistungen hat und das Anfallen der Ausgabe und ihr Verhältnis zu den erzielten Einnahmen keine Zweifel aufkommen lassen, können die erhobenen und gezahlten Steuern auf Waren und Dienstleistungen als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden.

Besteht ein Recht auf Vorsteuerabzug von der erhaltenen MwSt.-Rechnung?

Ein Unternehmer, der gebrauchte Waren, Antiquitäten, Kunstgegenstände oder Sammlerstücke erworben hat, erhält von seinem Lieferanten eine Mehrwertsteuer-Margenrechnung. Hierbei handelt es sich um eine Sonderrechnung, die den angegebenen Vorsteuerbetrag nicht enthält (kein Vorsteuerabzugsrecht). Dies liegt daran, dass der Verkäufer verpflichtet ist, die Mehrwertsteuer auf die von ihm berechnete Marge abzurechnen. Ein solches Verfahren ist in Art. 120 Absätze 4 des Umsatzsteuergesetzes. Im Zusammenhang mit dem Vorstehenden darf der Unternehmer, der die Mehrwertsteuerrechnung erhalten hat, nur den darauf angegebenen Bruttobetrag in die Kosten der Geschäftstätigkeit einbeziehen.

Offensichtliche Situationen ohne das Recht auf Vorsteuerabzug

Im Geschäftsverkehr gibt es Situationen, die den Steuerpflichtigen daran hindern, die Vorsteuer auf den getätigten Einkauf (trotz Ausweis des Umsatzsteuerbetrages auf der Rechnung) abzuziehen. Solche Situationen sind unter anderem:

  • keinen Kaufnachweis in Form einer Rechnung, vereinfachten Rechnung oder eines Duplikats mit dem Mehrwertsteuerbetrag haben,

Der Steuerpflichtige hat das Recht zum Vorsteuerabzug, sofern er über die entsprechenden Unterlagen verfügt. Daher muss sich ein Unternehmer, der keine Rechnung oder kein Duplikat besitzt, mit dem Verkäufer in Verbindung setzen, um ein solches Dokument auszustellen.

  • keine Registrierung als aktiver Mehrwertsteuerzahler im Formular VAT-R,

Das Vorstehende richtet sich nach Art. 88 Sek. 4 Umsatzsteuergesetz: Die Minderung des Betrags oder die Erstattung der Differenz der Ausgangssteuer gilt nicht (...) für Steuerpflichtige, die nicht als aktive Umsatzsteuerpflichtige (...) gemeldet sind.

  • Kauf bei umsatzsteuerbefreiten Unternehmen

Dies liegt an Art. 88 Sek. 3a Nummer 2 der oben genannten des Gesetzes, wonach es nicht möglich ist, die Ausgangssteuer zu mindern oder die Steuerdifferenz oder die Vorsteuer auf einen mit einer nicht steuerpflichtigen oder umsatzsteuerfreien Rechnung belegten Umsatz zu erstatten.

Mischverkauf und Recht auf Vorsteuerabzug

Steuerpflichtige, die sowohl steuerpflichtige als auch umsatzsteuerfreie Tätigkeiten ausüben, dürfen die Vorsteuer nur auf Ausgaben im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Tätigkeiten abziehen. Es gibt jedoch Situationen, in denen sich die Ausgaben auf beide Arten des Verkaufs (frei und steuerpflichtig) beziehen und der Steuerpflichtige nicht genau bestimmen kann, welcher Teil der Kosten mit der steuerpflichtigen Tätigkeit zusammenhängt. In einem solchen Fall ist der für den Vorsteuerabzug verwendete Anteil anzuwenden, der vom Leiter des Finanzamts festgelegt wird (dies gilt für die Berechnung des ersten Anteils). In den Folgejahren kann der Anteil unabhängig vom im Vorjahr erzielten Umsatz bezogen auf das Steuerjahr, in dem der Anteil ermittelt wird, berechnet werden).

Beachtung!

Der Anteil lässt sich nach der allgemeinen Formel berechnen:

Jahresumsatz für die Ausübung von Tätigkeiten / Jahresumsatz für die Ausübung sowohl besteuerter als auch steuerfreier Tätigkeiten

Umsatzwerte sollen aus dem Vorjahr übernommen und das Ergebnis auf die nächste ganze Zahl gerundet werden. Wichtig ist hierbei, dass die Methode zur Ermittlung des Anteils der Besonderheit der vom Steuerpflichtigen ausgeübten Tätigkeit und der von ihm getätigten Erwerbe entspricht.

Verpflegungs- und Übernachtungskosten sowie das Recht auf Vorsteuerabzug

Nach Art. 88 Sek. 1 Punkt 4 UStG ist der Unternehmer nicht berechtigt, den geschuldeten Steuerbetrag durch Vorsteuerabzug auf die erworbenen Beherbergungs- und Verpflegungsleistungen zu mindern. In einer Situation, in der der Steuerpflichtige jedoch Catering-Dienstleistungen kauft (die oft mit Catering-Dienstleistungen verwechselt werden), ist es möglich, die Mehrwertsteuer abzuziehen. Dies liegt daran, dass die Catering-Leistungen außerhalb der Räumlichkeiten des Anbieters erbracht werden.

Die Bestätigung des Vorstehenden kann die individuelle Interpretation mit Referenznummer sein 0115-KDIT1-2.4012.800.2017.1.AJ, herausgegeben vom Direktor der Nationalen Steuerinformation am 5. Januar 2018, in dem wir Folgendes lesen: (...) Catering-Leistungen sind von Catering-Leistungen getrennte Leistungen. Aufgrund der unterschiedlichen Natur dieser Dienstleistungen kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschränkung des Vorsteuerabzugs nach Art. 88 Sek. 1 Punkt 4 des Gesetzes.

Beachtung!

Catering-Leistungen bestehen in der Lieferung von zuvor zubereiteten Speisen und Getränken an den vom Besteller angegebenen Ort, zusammen mit entsprechenden Dienstleistungen, die deren sofortigen Verzehr ermöglichen.

Food-Services bestehen aus der physischen Zubereitung und dem Servieren einer Mahlzeit an den Kunden an dem Ort, an dem sie zubereitet wird, beispielsweise in einem Diner oder Restaurant.

Beispiel 1.

Der Eigentümer des Unternehmens führt ein Steuerbuch über Einnahmen und Ausgaben und ist aktiver Mehrwertsteuerzahler. Er machte eine Geschäftsreise nach Toruń und nutzte die Hoteldienstleistungen. Wie soll ich eine Rechnung für ein Hotel buchen, die Werte enthält:

netto: 600 PLN, 8% MwSt.: 48 PLN, brutto: 648 PLN?

Kosten, die im Zusammenhang mit der Anmietung eines Zimmers aufgrund der erhaltenen Rechnung anfallen, sind in der Spalte 13 der KPiR - sonstige Aufwendungen - in Höhe von brutto 648 PLN zu verbuchen. Der Unternehmer ist nicht zum Vorsteuerabzug beim Bezug von Hotelleistungen berechtigt. Die gezahlte Mehrwertsteuer kann jedoch als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden (sofern sie mit der steuerpflichtigen Tätigkeit in Zusammenhang steht), sodass der gesamte Betrag steuerlich abzugsfähig ist.

Beispiel 2.

Im Mai 2018 organisierte der Inhaber des Unternehmens eine Gesundheits- und Sicherheitsschulung und nahm die Dienste eines Catering-Unternehmens in Anspruch. Im Zusammenhang mit der Erbringung der Dienstleistung wurde eine Rechnung in Höhe von 1.500 PLN brutto inklusive 8% MwSt. von 111,11 PLN ausgestellt. Hat sie Anspruch auf Vorsteuerabzug auf der erhaltenen Rechnung für Catering-Leistungen?

In diesem Fall hat der Inhaber des Unternehmens das Recht, die Vorsteuer von der Rechnung für die Verpflegungsleistung in Höhe von 111,11 PLN abzuziehen. Auf der Grundlage der vom Lieferanten ausgestellten Rechnung wird daher die Mehrwertsteuer abgezogen und der Nettobetrag der Rechnung in Spalte 13 der KPiR - sonstige Aufwendungen - ausgewiesen.

Buchen von Kostenrechnungen im System wFirma.pl, für die kein Recht auf Vorsteuerabzug besteht

Der Catering-Service, der Unterkunftsservice, die erhaltene Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, die Marge und die erhaltene Rechnung eines nicht mehrwertsteuerpflichtigen Eigentümers sollten im System wFirma.pl als Rechnung ohne Mehrwertsteuer über den Tab: KOSTEN »RECHNUNG» HINZUFÜGEN »RECHNUNGEN (OHNE Mehrwertsteuer).

Geben Sie im Fenster zum Hinzufügen eines neuen Aufwands die Daten gemäß der Rechnung des Kreditors und im Feld GESAMT den Bruttobetrag ein. Die gebuchten Ausgaben werden entsprechend der gewählten Ausgabenart in die entsprechende Spalte der KPiR aufgenommen.