Ausbildung in kleinen Unternehmen – woher das Geld?

Dienstleistungsgeschäft

Die Mitarbeiterschulung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Entwicklung eines jeden Unternehmens – ob groß oder klein. Man muss niemanden davon überzeugen, dass eine gut gewählte Ausbildung von unschätzbarem Wert für das gesamte Unternehmen, seinen Inhaber und einzelne daran teilnehmende Mitarbeiter ist. Was Unternehmen aus dem Mittelstand bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen hindert, sind die hohen Kosten einer solchen Ausbildung, die oft die finanziellen Möglichkeiten eines kleinen Unternehmens übersteigen. Wo und wie bekommt man Mittel für die Mitarbeiterschulung?

Kofinanzierung für die Ausbildung in Kleinbetrieben – Unterstützung durch das Arbeitsamt

In Polen gibt es den Nationalen Ausbildungsfonds, der jedes Jahr bestimmte Beträge an 16 Kreisarbeitsämter überweist. Die Arbeitsämter sind für die Zuweisung dieser Mittel verantwortlich, um Arbeitgeber zu unterstützen, die in lebenslanges Lernen für die Arbeitnehmer und ihre eigenen investieren.

Vor diesem Hintergrund kann der Arbeitgeber beim Arbeitsamt einen Antrag auf Mittel für Ausbildung, Kurse oder Qualifizierung der Arbeitnehmer stellen.

Jeder Arbeitgeber, der Arbeitnehmer aufgrund eines Arbeitsvertrages einstellt, kann KFS-Mittel beantragen.

Der Arbeitgeber kann KFS-Mittel für die Ausbildung der Arbeitnehmer und für sich selbst in Höhe von:

  • 80% der Schulungskosten
  • 100 % der Ausbildungskosten - bei Kleinstunternehmern (bis 10 Mitarbeiter).

Die Höhe des Stipendiums darf 300 % der durchschnittlichen Vergütung eines Jahres pro Teilnehmer nicht überschreiten.

Die bewilligten Mittel können vom Arbeitgeber zugewiesen werden für:

  1. Klärung von Ausbildungsbedarf, der mit KFS-Mitteln gedeckt werden kann,
  2. Lehr- und Aufbaustudien sowie Prüfungen, die von Arbeitnehmern auf Initiative des Arbeitgebers oder mit dessen Zustimmung absolviert werden,
  3. ärztliche und psychologische Untersuchungen, ggf.
  4. Unfallversicherung im Zusammenhang mit der Teilnahme am lebenslangen Lernen.

Ab 2018 können interessierte Arbeitgeber auch Fördermittel beantragen für:

  • Unterstützung bei der Ausbildung in defizitären Berufen, die in einem bestimmten Kreis oder einer bestimmten Woiwodschaft festgestellt wurden,
  • Unterstützung des lebenslangen Lernens im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Technologien und Arbeitsmittel in Unternehmen,
  • Unterstützung bei der Ausbildung von Arbeitnehmern, die nachweisen können, dass sie seit mindestens 15 Jahren unter besonderen Bedingungen oder besonderer Art gearbeitet haben und die keinen Anspruch auf eine Überbrückungsrente haben.

Der Arbeitgeber muss einen Antrag auf Förderung der Ausbildung durch die KFS bei dem für den Sitz bzw. Betriebssitz des Arbeitgebers zuständigen Kreisarbeitsamt (pup) gemäß den vom PUP festgelegten Einstellungsterminen stellen. Daher sollten Sie die Websites Ihrer Büros sorgfältig verfolgen.

Die zur Kofinanzierung der Ausbildung bereitgestellten Mittel sind De-minimis-Beihilfen.

Ausbildung in Kleinbetrieben mit Unterstützung von Fonds

Eine Kofinanzierung für die Ausbildung kann auch aus EU-Fonds erhalten werden - zu diesem Zweck ist es ratsam, den Zeitplan für die Bewerbungsaufrufe auf der Website www.funduszeeuropejskie.gov.pl sorgfältig zu verfolgen. Dort finden Sie Förderungen in vielen Bereichen, wie z.B. Training, Beratung, Coaching, Aufbaustudium, Mentoring etc.