Bereitstellung von Bauarbeitern und Reverse Charge

Dienstleistungssteuer

Der Reverse-Charge-Mechanismus stellt eine Ausnahme von der allgemeinen Regel dar, nach der die Mehrwertsteuer von dem Verkäufer abgerechnet wird, der die Ware liefert oder die Dienstleistung erbringt. Bauunternehmen, die als Subunternehmer Bauleistungen erbringen, unterliegen seit dem 1. Januar 2017 dem Reverse-Charge-Verfahren. Soll andererseits auch die Bereitstellung von Bauarbeitern nach einer Umkehrung der Steuerschuldnerschaft bilanziert werden? Wir erklären!

Reverse Charge - Wirkmechanismus

Im Lichte von Art. 17 Sek. 1 Nr. 8 Umsatzsteuergesetz in der ab 1. Januar 2017 geltenden Fassung sind als Steuerpflichtige auch juristische Personen, Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit und natürliche Personen, die die in Anlage 14 des Gesetzes aufgeführten Dienstleistungen beziehen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind gemeinsam Bedingungen:

  1. Leistungserbringer ist der Steuerpflichtige im Sinne von Art. 15, wenn der Verkauf nicht von der Steuer nach Art. 113 Absatz. 1 und 9,

  2. Leistungsempfänger ist der Steuerpflichtige im Sinne von Art. 15, als aktiver Mehrwertsteuerzahler registriert.

Nach der Bestimmung des Art. 17 Sek. 1h des Gesetzes, bei den unter Punkt . aufgeführten Dienstleistungen 2-48 der Anlage 14 des Gesetzes, die Bestimmung des Abs. 1 Nummer 8 gilt, wenn der Dienstleister diese Leistungen als Unterauftragnehmer erbringt.

Gemäß Art. 17 Sek. 2 des Gesetzes in den Fällen des Abs. 1 Punkt 4, 5, 7 und 8 zahlt der Dienstleister oder der Warenlieferant die fällige Steuer nicht ab.

Unter Berücksichtigung der vorstehenden gesetzlichen Bestimmungen ist zu beachten, dass Art. 17 Sek. 1 Nummer 8 des Gesetzes führt einen Mechanismus ein, der darin besteht, die Pflicht zur Abrechnung der Mehrwertsteuer auf den Steuerpflichtigen, dem die Bauleistung erbracht wird, zu verlagern, der in Anhang 14 des Gesetzes unter Punkt . aufgeführt ist 2-48, wenn der Dienstleister ein Steuerpflichtiger im Sinne von Artikel 2 ist. 15, wenn der Verkauf nicht von der Steuer nach Art. 113 Absatz. 1 und 9, während der Empfänger der in Artikel 2 genannte Steuerpflichtige ist. 15, als aktiver Mehrwertsteuerzahler registriert. Wobei gemäß Art. 17 Sek. 1h des Gesetzes gilt dieser Mechanismus, wenn der Diensteanbieter diese Dienste als Unterauftragnehmer erbringt. Dabei ist zu beachten, dass für jede der unter Punkt . aufgeführten Leistungen 2-48 der Anlage 14 des Gesetzes ist auch das Symbol der statistischen PKWiU-Klassifikation angegeben, das darauf hinweist, dass nur bestimmte unter einem bestimmten Symbol klassifizierte Dienstleistungen eine Steuerverrechnung auf Basis einer Umkehrung der Steuerschuldnerschaft erfordern.

Vor diesem Hintergrund ist der Käufer der unter Punkt . aufgeführten Bauleistungen 2-48 des Anhangs 14 des Gesetzes, der vom Subunternehmer bereitgestellt wird, wird für die Mehrwertsteuerabrechnungen für diese Dienstleistungen verantwortlich.

Dagegen unterliegen Geschäfte im Zusammenhang mit der Erbringung von Bauleistungen gemäß Anlage 14 des Gesetzes, die der Auftragnehmer (Generalunternehmer) direkt für den Investor (z Die Mehrwertsteuer wird vom Auftragnehmer (Generalunternehmer) abgerechnet und der Investor erhält eine Rechnung über den für die erbrachten Dienstleistungen geschuldeten Betrag, einschließlich Mehrwertsteuer. In diesem Fall ist der Reverse-Load-Mechanismus nicht anwendbar.

Bereitstellung von Bauarbeitern und Klassifizierung an PKWiU

Gemäß Art. 5 Sek. 1 Punkt 1 des Gesetzes vom 11. März 2004 über die Steuer auf Waren und Dienstleistungen (Gesetzblatt von 2011, Nr. 177, Pos. 1054, in der geänderten Fassung), im Folgenden Mehrwertsteuergesetz genannt, unterliegen der Mehrwertsteuerbesteuerung entgeltliche Lieferung von Waren und entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen im Inland.

Gemäß Art. 5a oben die Handlung, die Waren oder Dienstleistungen Gegenstand der in Art. 5, die in den auf der Grundlage der Vorschriften über die amtliche Statistik erlassenen Klassifikationen aufgeführt sind, werden mit Hilfe dieser Klassifikationen identifiziert, wenn für diese Waren oder Dienstleistungen die Vorschriften des Gesetzes oder die auf seiner Grundlage erlassenen Verordnungen statistische Zeichen vorsehen.

Die in den Bestimmungen des Gesetzes im Zeitraum vom 1. Januar 2011 genannte Klassifizierung ist die polnische Klassifizierung von Produkten und Dienstleistungen, die durch die Verordnung des Ministerrats vom 29. Oktober 2008 über die polnische Klassifizierung von Produkten und Dienstleistungen PKWiU (Gesetzblatt Nr. 207, Pos. 1293, in der jeweils gültigen Fassung).

Daher ist das wichtigste Element, um den korrekten Steuersatz oder die Besteuerung der gelieferten Lieferung zu bestimmen, die korrekte Klassifizierung der Ware gemäß der polnischen Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die zuständigen Steuerbehörden nicht befugt sind, eine bestimmte Ware oder Dienstleistung in die entsprechende Gruppe einzuordnen oder die angegebene Einstufung zu überprüfen.

Im Lichte der Mitteilung des Präsidenten des Statistischen Zentralamtes vom 24. Januar 2005 über das Verfahren zur Erteilung von Informationen über Klassifizierungsstandards (Gesetzblatt des Statistischen Zentralamtes Nr. Dienstleistungen), Güter, Anlagevermögen und Bauleistungen nach den Regelungen einzelner Klassifikationen und Nomenklaturen, die durch Verordnungen des Ministerrats eingeführt oder unmittelbar auf der Grundlage der Bestimmungen der Europäischen Gemeinschaft angewendet werden, und mit möglichen negativen Folgen durch eine falsche Warenklassifizierung belastet ist, und in Bei Schwierigkeiten bei der Bestimmung der geeigneten Gruppierung der Art der Tätigkeit, des Produkts oder der Dienstleistung, der Ware, des Anlagevermögens oder des Bauobjekts kann sich die interessierte Einrichtung an das Zentrum für die Auslegung von Klassifizierungsstandards des Statistischen Amtes in Łódź wenden, das Informationen über die Anwendung der oben genannten Klassifikationsnormen. Erbringt der Unternehmer also die Bereitstellung von Bauarbeitern, muss er in der Regel selbst eine entsprechende Einstufung der Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Konsequenzen vornehmen.

Bereitstellung von Bauarbeitern in Polen - Reverse Charge

Bei der Führung eines Bauunternehmens ist einer der wichtigsten Erfolgsgaranten der Einsatz von Fachkräften. In der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt erkennen Unternehmen, wie schwierig es ist, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. In Anbetracht der obigen Ausführungen stellen Arbeitgeber, die ihre Arbeitskräfte nicht loswerden wollen, in Zeiten geringerer Beschäftigung oft Arbeitnehmer anderen Unternehmern zur Verfügung. Am Beispiel erklären wir, wie die Bereitstellung von Bauarbeitern zu bilanzieren ist.

Beispiel 1.

Der Steuerzahler, der im Winter eine Baufirma betrieb, hatte weniger Aufträge. Da er Arbeitnehmer nicht entlassen wollte, stellte er sie einem anderen Arbeitgeber zur Verfügung. Die Mitarbeiter werden Bau- und Renovierungsarbeiten in einer anderen Stadt in Polen durchführen. Der Steuerzahler fragt sich, ob er in einer solchen Situation bei der Arbeitnehmerüberlassung das Reverse-Charge-Verfahren anwenden sollte.

In der oben dargestellten Situation ist der Steuerpflichtige nicht verpflichtet, das Reverse-Charge-Verfahren auf die erbrachte Dienstleistung anzuwenden. Sie ist nicht in der Anlage 14 zum Umsatzsteuergesetz aufgeführt. Die Leistungen der Arbeitnehmerüberlassung auf der Baustelle werden nach PKWiU von 2008 in die Gruppierung mit dem Kürzel 78.30.19.0 eingeordnet. Sie umfasst sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von sonstigem Personal, das nicht anderweitig klassifiziert ist. Somit besteuert der Steuerpflichtige, der die Mitarbeiter zur Verfügung gestellt hat, die Leistung mit dem Steuersatz von 23% auf der Rechnung.

Das Vorstehende wird durch die Auslegung des Steuerinformationsdirektors vom 21. Juli 2017, Nummer 0114-KDIP1-2.4012.259.2017.1.IG, bestätigt, in der wir lesen:Leistungen der Bereitstellung von Arbeitnehmern auf der Baustelle werden nach PKWiU unter der Nummer 78.30.19.0 - als sonstige Leistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von sonstigem Personal, die anderweitig nicht klassifiziert sind - klassifiziert. In Anhang 14 des Gesetzes werden jedoch die oben genannten Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von sonstigem Personal, anderenorts nicht klassifiziert. Da es sich bei den vom Antragsteller erbrachten Leistungen also nicht um vom Gesetzgeber in der Anlage 14 des Gesetzes als solche aufgeführte Leistungen handelt, für die das Reverse-Charge-Verfahren gilt, gelten die Voraussetzungen nach Art. 17 Sek. 1 Punkt 8 des Gesetzes.

Bereitstellung von Bauarbeitern in Deutschland – Reverse Charge

Wir werden die Situation anhand eines Beispiels veranschaulichen.

Beispiel 2.

Der Steuerzahler stellte seine Bauarbeiter einer deutschen Baufirma zur Verfügung. In einer solchen Situation weiß er nicht, wie er den oben genannten Dienst abrechnen soll. Sie wird zugunsten eines Steuerpflichtigen durchgeführt, der weder in Polen ansässig ist noch dort tätig ist.

Gemäß Art. 28b Absatz. 1 UStG ist der Ort der Leistungserbringung im Falle der Erbringung von Leistungen an den Steuerpflichtigen der Ort, an dem der Steuerpflichtige, der Leistungsempfänger ist, vorbehaltlich des Absatzes seinen Sitz hat 2-4 und Art.-Nr. 28e Immobiliendienstleistungen - Erfüllungsort, Art. 28f Ort der Erbringung von Personenbeförderungsleistungen §§ 28f. 1 und 1a, Art.-Nr. 28 g Dienstleistungen im Zusammenhang mit kulturellen, künstlerischen, sportlichen, wissenschaftlichen und anderen Aktivitäten - der Ort der Bereitstellung des Absatzes. 1, Kunst. 28i Ort der Erbringung von Restaurant- und Cateringdienstleistungen, Art. 28j kurzfristige Transportmiete sek. 1 und 2 und Artikel. 28n Ort der Erbringung von touristischen Dienstleistungen.

Ein Steuerzahler, der einem deutschen Auftragnehmer eine Rechnung für erbrachte Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von anderem Personal ausstellt, besteuert diese nicht mit Mehrwertsteuer.

Somit ist in unserem Fall der Besteuerungsort der Leistung das Hoheitsgebiet Deutschlands. Im Lichte der deutschen Vorschriften unterliegen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von anderem Personal durch einen polnischen Steuerpflichtigen dem Verfahren der umgekehrten Besteuerung.