Der Anfangswert des Autos sowie Zulassungs- und Recyclinggebühren

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Heutzutage scheint es fast unmöglich, ein Geschäft ohne Auto oder andere Transportmittel zu führen. Um ein für ein Unternehmen gekauftes Auto in das Anlagevermögen einzubringen und abschreiben zu können, ist es notwendig, seinen Anfangswert zu ermitteln. Was genau ist der Anfangswert des Autos und was erhöht seinen Betrag? Wie wirken sich Registrierungs- und Recyclinggebühren auf den Anfangswert aus? Wir erklären.

Was ist ein Anlagevermögen?

Nach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes ist ein Anlagevermögen ein Wirtschaftsgut mit einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr, das auch:

  • Eigentum oder Miteigentum des Steuerpflichtigen,

  • vollständig und einsatzbereit am Tag der Abnahme.

Was ist der Anfangswert?

Steuerpflichtige haben grundsätzlich das Recht, Abschreibungen auf im Register eingetragene Sachanlagen (und immaterielle Vermögenswerte) vorzunehmen. Um diese Möglichkeit nutzen zu können, ist es jedoch erforderlich, den Anfangswert eines bestimmten Anlagevermögens zu ermitteln.

Der Anfangswert des Anlagevermögens wird bestimmt nach:

  • Kaufpreis (der an den Verkäufer zu zahlende Preis zuzüglich der Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf, die dem Steuerpflichtigen bis zur Nutzung des Vermögenswerts entstanden sind),

  • Herstellungskosten - im Falle der Herstellung einer Anlage selbst,

  • Marktwert - wenn der Kaufpreis nicht ermittelt werden kann.

Anfangswert des Autos

Gemäß den Vorschriften wird der Anfangswert eines Anlagevermögens um alle Kosten erhöht, die vor der Annahme eines Anlagevermögens zur Nutzung im Zusammenhang mit seinem Kauf und seiner Anpassung für die Nutzung angefallen sind.

Der Katalog der den Anfangswert des Autos erhöhenden Kosten ist ein offener Katalog. Es ist der Steuerpflichtige, der unter Berücksichtigung der Art des gekauften Verkehrsmittels und seiner Besonderheiten verpflichtet ist, den ursprünglichen Wert des Fahrzeugs um alle mit dem Kauf verbundenen Kosten zu erhöhen.

Recyclinggebühren und der Anfangswert des Autos

Ausgaben, die den Neuwert des Autos erhöhen, sind beispielsweise Recyclinggebühren, die direkt mit dem Kauf verbunden sind. Der Begriff „kaufbezogen“ ist in diesem Fall jedoch entscheidend.

Zulassungsgebühren und der Anfangswert des Autos

Damit das gekaufte Auto ein Anlagevermögen darstellt, muss es dem Unternehmer gehören und vollständig und gebrauchsfähig sein. Gemäss üblicher Praxis darf ein Pkw in der Regel nur mit Zulassung, d. h. Inbetriebnahme, im geschäftlichen Verkehr genutzt werden.

Zulassungsgebühren erhöhen in der Regel den Anfangswert des Fahrzeugs, wenn der Steuerpflichtige ein bestimmtes Fahrzeug vor der Eintragung in das Anlageregister an- oder ummeldet. Die anfallenden Registrierungsgebühren schlagen sich dann in Form von Abschreibungen in den Steuerkosten nieder.

Wenn das gekaufte Auto jedoch bereits auf den Vorbesitzer (verkehrssicher) zugelassen ist und die Ummeldegebühren vom Unternehmer erst nach Eintragung in das Anlageregister bezahlt werden, erhöhen sie nicht den Anfangswert des Autos . In einem solchen Fall werden die Anmeldegebühren am Tag ihrer Entstehung direkt in den Steueraufwand gebucht.

Ausnahme: Das Auto ist für Operating-Leasing vorgesehen

Die Ausnahme von der Regel ist unter anderem Autos, die von Leasinggesellschaften gekauft wurden. Beim Operating Leasing wird der Leasinggegenstand vom Finanzierer, also dem Leasinggeber, abgeschrieben. Die Zulassungsgebühren wirken sich in diesem Fall nicht auf den Anfangswert des Fahrzeugs, d. h. des Leasinggegenstands, aus. Sie stehen nicht im Zusammenhang mit dem Kauf des Fahrzeugs und die Möglichkeit der Nutzung (Übergabe an den Mieter) hängt nicht von der Zulassung des Fahrzeugs selbst ab. Grundsätzlich kann ein Unternehmer auch ein Auto leasen, das keine Zulassungsbescheinigung besitzt.

Gemäß Einzelbeschluss vom 25. Februar 2015 des Direktors der Steuerkammer in Łódź (Aktenzeichen IPTPB3 / 423-404 / 14-4 / KC):

„(...) Aufwendungen im Zusammenhang mit der Zulassung der angekauften Fahrzeuge für den Straßen-/Wasserverkehr, wie z dieses Anlagevermögens (... ). Sie ermöglichen dem Nutzer lediglich die Nutzung des Mietgegenstandes und machen vor allem die vom Bewerber angebotenen Dienstleistungen attraktiver.Wie oben dargestellt, steht ihr Anfall nicht im Zusammenhang mit dem Kauf des Leasinggegenstands. Somit können diese Aufwendungen direkt den steuerlich abzugsfähigen Kosten angerechnet werden.“

In der Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Łódź wurden auch Recyclinggebühren im Zusammenhang mit der Einfuhr von Autos erwähnt, die für das Operating-Leasing in das Land bestimmt waren. Nach der Auslegung erhöhen Recyclinggebühren bei Fahrzeugen, die für das operative Leasing bestimmt sind, auch nicht den Anfangswert des Anlagevermögens.

„[...] die Nutzung von Fahrzeugen durch den Antragsteller besteht nicht darin, diese zum Fahren zu verwenden, sondern sie zum Gegenstand eines Rechtsverhältnisses zu machen – Leasing, das ihm Einkünfte erwirtschaftet. Die Fahrzeugzulassung und die damit verbundenen Aufwendungen für Zulassungs- und Recyclinggebühren haben ein Ziel – den Abschluss eines Leasingvertrages. Und somit - eine solche Tätigkeit steht nicht im Zusammenhang mit dem Kauf des Fahrzeugs, was die Grundlage für deren Einbeziehung in den Anfangswert darstellen könnte."

Der Vermieter wird in diesem Fall sowohl die Anmeldegebühren als auch die Recyclinggebühren direkt als steuerlich abzugsfähige Kosten anerkennen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Bestimmung des Anfangswerts eines Autos in erster Linie die Art des im Unternehmen verwendeten Autos ausschlaggebend ist.