Prüfungsaufwendungen – sind das Steuerkosten?

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Um böse Überraschungen bei der Steuerprüfung zu vermeiden, beauftragen manche Unternehmer Buchführungs- und Buchführungsprüfungen, um die Richtigkeit der vorgenommenen Abrechnungen zu bestätigen. Audits sind in einigen Fällen obligatorisch.Die dafür aufgewendeten Beträge sind erheblich, sodass sich die Frage stellt, ob es sich bei den Prüfungsausgaben um Kosten handeln kann?

Prüfungsausgaben

Der Jahresabschluss eines Unternehmers unterliegt der Pflichtprüfung durch einen Abschlussprüfer, wenn das Unternehmen im vorangegangenen Geschäftsjahr, für das der Jahresabschluss erstellt wurde, mindestens zwei der folgenden Bedingungen erfüllt hat:

  • die durchschnittliche Jahresbeschäftigung in Vollzeitstellen umgerechnet mindestens 50 Personen,

  • die Bilanzsumme der Bilanz am Ende des Geschäftsjahres den Gegenwert in polnischer Währung von mindestens 2.500.000 Euro betrug,

  • die Nettoerlöse aus dem Verkauf von Waren und Produkten sowie aus Finanzgeschäften für das Geschäftsjahr betrugen den Gegenwert in polnischer Währung mindestens 5.000.000 Euro.

Die in Euro ausgedrückten Beträge werden zu dem von der Polnischen Nationalbank am Bilanzstichtag festgelegten Durchschnittskurs unter Annahme des Bilanzstichtags 31. Dezember in die polnische Währung umgerechnet.

Steuerabzugsfähige Kosten hingegen sind Kosten, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften oder der Sicherung von Einnahmequellen stehen, mit Ausnahme der im Aufwandskatalog nicht als Kosten ausgewiesenen Kosten.

Daher sind dies Kosten, die direkt und indirekt mit den erzielten Einnahmen zusammenhängen, und Kosten im Zusammenhang mit der Gesamttätigkeit des Steuerpflichtigen, d. h. im Zusammenhang mit dem Funktionieren des Unternehmens.

Prüfungsaufwendungen sind indirekte Kosten, sie beziehen sich auf das Funktionieren und den Betrieb des Unternehmens als Ganzes. Die Finanzverwaltung bestätigt auch, dass indirekte Kosten Kosten darstellen, beispielsweise ein Schreiben des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz, das in der individuellen Auslegung vom 30.11.2011 Az. ITPB3 / 423-466c / 09 / MK erklärte, dass:

... , Entwicklertätigkeiten.

Aus diesen Gründen können die Aufwendungen auf diesem Konto als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden - sie stellen indirekte Kosten des Unternehmens dar (...).

Darüber hinaus ist Art. 23 Sek. 1 PIT-Gesetz erwähnt die Kosten im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Buchführungs- und Buchführungsprüfung nicht, und das Reglement sieht keine Begrenzung für diese Art von Ausgaben vor.

Daher sollte berücksichtigt werden, dass sowohl die obligatorische als auch die freiwillige Prüfung mit Kosten verbunden ist. Diese Position wurde vom Finanzminister mit Schreiben vom 26. April 2002, Nr. PB3-8214-99 / WK / 02, bestätigt:

(...) Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses, sowohl obligatorisch als auch aufgrund des Beschlusses der Organe eines Unternehmens, das nicht gesetzlich verpflichtet ist, seinen Jahresabschluss zu prüfen - gemäß (...) Art. 6 Abs. 1 lit. 15 Sek. 1 (PDOP-Gesetz - Redaktionshinweis) werden im Zeitpunkt ihres tatsächlichen Anfalls als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft. Das oben Gesagte gilt für eine Prüfung, die sich auf den normalen Geschäftsgang eines Unternehmens bezieht und nicht beispielsweise auf den Verkauf eines Unternehmens. (...)

Audits dauern bekanntlich in der Regel mehrere Tage, was oft mit den Kosten für Unterkunft und Verpflegung der durchführenden Personen verbunden ist. Die Verpflichtung zu deren Bereitstellung liegt häufig beim Leistungskäufer. Wie von den Finanzbehörden angegeben, stehen der Berücksichtigung solcher Aufwendungen als Kosten nichts entgegen. Wie vom Leiter des Finanzamts in Krosno im Einzelbescheid vom 12. Mai 2005, PDP 4211 / IN / CIT / 3/2005, angegeben:

(…) Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung und Transport der Auditoren, die im Rahmen des externen Audits die Einhaltung des Zertifikats und des Qualitätssicherungssystems der Schweißarbeiten überprüfen, erfüllen nicht die Kriterien der Repräsentation oder Werbung. Bei der Würdigung des vorgelegten Sachverhalts erfüllen die oben genannten Aufwendungen das Kriterium des Art. 15 Sek. 1 KIT-Gesetz, da sie mit der ausgeübten Geschäftstätigkeit zusammenhängen, tragen sie dazu bei, Kontakte zu Auftragnehmern zu pflegen und neue Kunden zu gewinnen (...).

Prüfungsaufwendungen und Vorsteuerabzug

Scherz. 86 Sek. 1 UStG zeigt, dass der Steuerpflichtige das Recht hat, den geschuldeten Steuerbetrag um den Betrag der Vorsteuer zu mindern, soweit die Gegenstände oder Dienstleistungen zur Ausübung steuerpflichtiger Tätigkeiten verwendet werden. Können Prüfungsaufwendungen daher abzugsfähige Kosten darstellen?

Unabhängig davon, ob obligatorisch oder optional, sind Prüfungsleistungen zum Vorsteuerabzug berechtigt. Eine solche Position wurde vom Direktor der Steuerkammer in Warschau in der Einzelauslegung vom 30. Dezember 2013, Az.-Nr. IPPP1 / 443-1138 / 13-2 / ISZ, in dem wir lesen:

(…) basierend auf Artikel. 86 Sek. 1 des Gesetzes ist die Gesellschaft zum Vorsteuerabzug berechtigt für die angefallenen Aufwendungen, zB für den Erwerb von Anteilen/Aktien (durch Einbringung von Barkapital in neue Unternehmen), Buchführungsleistungen, Beratungs- und Sachverständigenleistungen, Wirtschaftsprüfung, Vergütungen mit Zuschlägen von direkt an der Projektdurchführung beteiligten Mitarbeitern und Projektleitern, Dienstreisen von direkt an der Projektdurchführung beteiligten Mitarbeitern und Projektleitern, Einkauf von Verkehrsmitteln, Telekommunikation, Post- und Kommunaldienstleistungen, Anmietung und Nutzung von Räumlichkeiten, Renovierung, Reparatur oder Anpassung von Räumlichkeiten, Kauf von Büro- und Verbrauchsmaterialien, Übersetzung und Druck von Materialien und Veröffentlichungen, Werbe- und Informationsaktivitäten (...).

Zeitpunkt des Vorsteuerabzugs

Das Recht auf Minderung des Steuerbetrags um den Betrag der Vorsteuer entsteht nach der allgemeinen Regel mit der Abrechnung für den Zeitraum, in dem die Steuerpflicht in Bezug auf die vom Steuerpflichtigen von Gegenständen und Dienstleistungen bezogenen Dienstleistungen entstanden ist. Für den Vorsteuerabzug ist jedoch eine Rechnung erforderlich. Wichtig ist auch, dass der Gesetzgeber festgelegt hat, dass der Abzug frühestens in der Erklärung für den Abrechnungszeitraum (Monat/Quartal) erfolgen darf, in dem der Steuerpflichtige die Rechnung erhalten hat.

Bei Wirtschaftsprüfungsleistungen ergibt sich die Steuerpflicht nach den allgemeinen Grundsätzen des Art. 19a Absatz. 1 des Umsatzsteuergesetzes. Danach entsteht die Steuerpflicht mit Lieferung der Ware oder Erbringung der Dienstleistung.

Ist vor Erbringung der Leistung / Lieferung der Ware die Zahlung ganz oder teilweise eingegangen, insbesondere Vorauszahlung, Vorauszahlung, Anzahlung oder Ratenzahlung, entsteht die Steuerpflicht betragsmäßig mit deren Eingang empfangen.