Aufwendungen für Schulungen und Attraktionen versus steuerlich absetzbare Kosten

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Um den Umsatz zu steigern, organisieren Unternehmen oft Schulungen, um Kunden mit den von ihnen angebotenen Produkten vertraut zu machen. Während eines solchen Trainings werden den Teilnehmern neben der inhaltlichen Ebene oft verschiedene Attraktionen geboten. Es stellt sich die Frage, ob die Aufwendungen für Schulungen und Attraktionen innerhalb ihrer Organisation Kosten darstellen können?

Ausgaben für Ausbildung und Attraktionen im Lichte des Steuerrechts

Eine bestimmte Ausgabe kann als steuerlich abzugsfähige Kosten angesehen werden, wenn:

  • es zur Erzielung von Einkünften oder zur Aufrechterhaltung oder Sicherung einer Einkunftsquelle entstanden ist,

  • sie steht nicht auf der Liste, die den Katalog der Ausgaben bildet, die nicht als Steueraufwendungen klassifiziert werden können.

Vorstehendes bedeutet, dass alle angefallenen Aufwendungen, mit Ausnahme der im vorgenannten Aufwandskatalog nicht als Kosten ausgewiesenen Kosten, steuerlich abzugsfähige Kosten darstellen können, sofern sie in einem ursächlichen Zusammenhang mit den erzielten Einnahmen stehen, einschließlich der Aufrechterhaltung oder die Funktionsfähigkeit der Einnahmequelle zu sichern.

Der angegebene Katalog beinhaltet keine Schulungskosten, um Auftragnehmer mit den angebotenen Produkten vertraut zu machen. Daher ist zu berücksichtigen, dass die fraglichen Ausgaben grundsätzlich Kosten darstellen können. Diese Position wird auch von den Finanzbehörden bestätigt, ein Beispiel dafür ist die individuelle Auslegung.

Laut Schreiben des Direktors der Steuerkammer in Łódź in der Einzelentscheidung vom 27. April 2012, Az. IPTPB1 / 415-84 / 12-2 / DS.:

(...) Aufwendungen für Flug, Versicherung, Verpflegung und Anmietung eines Konferenzraumes, die für die Organisation der im Antrag angegebenen Ausbildungsreise anfallen, erfüllen in der Regel die Voraussetzungen für eine Anerkennung als steuerlich abzugsfähige Kosten, sofern die Aufwendungen fraglich waren keine Repräsentationskosten und werden ordnungsgemäß dokumentiert. (...)

Attraktionen während des Trainings

Werden während des Trainings Attraktionen angeboten, sollten Sie die Regelungen zu den Repräsentationskosten beachten. Repräsentationskosten, insbesondere Aufwendungen für Verpflegung, Speisen und Getränke, einschließlich alkoholischer Getränke, gelten nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten.

Die Bestimmungen des Steuergesetzes definieren den Begriff der Vertretung nicht, daher sollten Sie die im Wörterbuch der polnischen Sprache enthaltenen Definitionen verwenden. Repräsentation bedeutet "Größe, Verschwendung in der Lebensweise eines Menschen in Bezug auf die Position, soziale Position" (Universalwörterbuch der polnischen Sprache, herausgegeben von Prof. Stanisław Dubisz, Wissenschaftlicher Verlag PWN, Warschau 2007).Übertragen wir die Wörterbuchdefinition auf das Steuerrecht, so verstehen wir in Anlehnung an die seit Jahren vertretene steuerrechtliche Doktrin Repräsentation als „Handeln im Auftrag eines Steuerpflichtigen (Unternehmen), verbunden mit Größe und Raffinesse, um den besten Eindruck zu erwecken bei der Vertretung des Unternehmens. Vertretung ist in erster Linie eine Tätigkeit, die in offiziellen und kommerziellen Kontakten mit anderen Wirtschaftssubjekten besteht, insbesondere im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung von Delegationen oder Auftragnehmern, der Teilnahme an Empfängen im Zusammenhang mit dem Aufenthalt dieser Einrichtungen "(Brzeziński B., Kalinowski M., Körperschaftsteuer. Kommentar, Kommentar), Warschau 1997, S. 159).

Als steuerlich abzugsfähige Kosten können Unternehmer unseres Erachtens daher nur solche Aufwendungen anrechnen, die in engem Zusammenhang mit dem inhaltlichen Teil der Ausbildung stehen.

Repräsentativ sind dagegen die Ausbildungsausgaben im Freizeit- und Unterhaltungsteil der Organisation. Sie können daher nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden. Diese Position wurde auch vom Obersten Verwaltungsgericht mit Urteil vom 6. Oktober 2016, Az. II FSK 2558/14, wo angegeben wurde, dass:

(...) Aufwendungen für künstlerische Darbietungen, Freizeitaktivitäten und Abendessen, die im Rahmen von Verkaufskonferenzen und Produktschulungen anfallen, sind solche Aufwendungen, die ausschließlich (haupt-) dazu dienen, das Image des Unternehmens nach außen zu schaffen oder zu verbessern, und sind vom Steuerabzug ausgeschlossen Kosten zu den in Art. 16 Sek. 1 Punkt 28 u.p.d.o.p. Angesichts der obigen Ausführungen ist das Argument bezüglich der Markterwartungen in der sich dynamisch verändernden wirtschaftlichen Realität irrelevant. Sie bestreitet nicht im Wesentlichen die Beurteilung, dass es sich bei den streitigen Aufwendungen für die steuerliche Einordnung um Repräsentationskosten handelt. Der relevante Teil der Begründung der Kassationsbeschwerde betont jedoch, dass der Zweck dieser Ausgaben darin besteht, das Unternehmen angemessen wahrzunehmen, sein gutes Image bei den Konferenzteilnehmern zu schaffen, positive Beziehungen zu Auftragnehmern zu schaffen (...).

Eine ähnliche Position stellte der Direktor der Steuerkammer in Łódź im Schreiben Nr.IPTPB3 / 423-69 / 13-2 / GG vom 15. Mai 2013 vor, in dem wir lesen:

(...) Zusammenfassend ist unter Berücksichtigung der vorgestellten zukünftigen Veranstaltung und der oben genannten gesetzlichen Bestimmungen festzuhalten, dass der Antragsteller gemäß dem oben genannten Art. 15 Sek. 1 des Körperschaftsteuergesetzes können als steuerlich absetzbare Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausbildung von Auftragnehmern für Werbematerialien und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Durchführung von Schulungen gelten, d Kurse, Broschüren und Folder mit Informationen zum Fenstereinbau sowie Produktpräsentationen.

Dagegen sonstige Aufwendungen mit Vertretungscharakter, d. h. Aufwendungen für Aufenthalt, Unterkunft, Verpflegung (Kaffee, Tee, Kekse), Verpflegung (Verpflegung), gemäß den Bestimmungen des Art. 16 Sek. 1 Ziff. 28 KStG, nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten einzustufen (...).