Aufwendungen im Zusammenhang mit der Organisation von Schulungen und Mehrwertsteuer

Dienstleistungssteuer

Unternehmern, die in der Organisation von Schulungskursen tätig sind, entstehen erhebliche Kosten im Zusammenhang mit ihrer Vorbereitung. Problematisch sind die Ausgaben im Zusammenhang mit der Organisation der Ausbildung auf der Grundlage der Mehrwertsteuer und der Einkommensteuer.

Steuerlich abzugsfähige Kosten sind alle vernünftigen und wirtschaftlich gerechtfertigten Aufwendungen im Zusammenhang mit der ausgeübten Geschäftstätigkeit, die der Erzielung, Sicherung oder Erhaltung einer Einkommensquelle dienen. Die anfallenden Kosten sind nach ihrer Zweckmäßigkeit, d. h. der Gewinnstreben, zu beurteilen. Damit ein bestimmter Aufwand als steuerlich abzugsfähiger Aufwand gilt, muss ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesem Aufwand und der Erzielung von Einkünften bestehen, so dass der angefallene Aufwand einen Einfluss auf die Entstehung oder Steigerung dieser Einkünfte hat oder haben könnte.

Daher sind alle Ausgaben, die vorsätzlich zur Erzielung von Einkünften getätigt wurden, mit Ausnahme derjenigen, die im Katalog der nicht als Kosten anerkannten Ausgaben klar ausgewiesen sind, als steuerlich abzugsfähige Kosten anzusehen. Die Beweislast für die zweckgebundene Handlung liegt beim Steuerpflichtigen.

Aufwendungen im Zusammenhang mit der Organisation der Ausbildung und Steuern

Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Organisation der Ausbildung als Kosten zu berücksichtigen, da sie mit der Erzielung von Einnahmen zusammenhängen.

Auch die Steuerbehörden stellen eine solche Möglichkeit nicht in Frage, ein Beispiel dafür ist das Schreiben des Direktors der Steuerkammer in Katowice, Ref. Nr. IBPBI / 1 / 415-454 / 11 / ESZ, vom 26. Juli 2011, wo wir lesen können:

(...) Aus der Beschreibung des im Antrag dargelegten Sachverhalts geht hervor, dass dem Antragsteller Kosten im Zusammenhang mit der Organisation von Schulungen, Seminaren, Konferenzen, Werbeveranstaltungen für Auftragnehmer (Informations- und Verkaufsförderungsmaßnahmen oder Verkaufsförderungs- und Werbemaßnahmen) entstehen, die die entstandene Kosten für:

  • Ausstellung von Einladungen und Büromaterial,

  • die üblichen Erfrischungen und den Kauf von alkoholfreien Getränken oder den Kauf einer Catering-Leistung,

  • Vermietung der Anlage mit Schulungsraum,

  • Vergütung für die Anmietung von technischem Equipment und die Erstellung von Schulungsunterlagen,

  • Unterkunft und Versicherung der Teilnehmer,

  • Vergütung der Dozenten,

  • Erwerb einer umfassenden Konferenzorganisationsleistung (Rechnung des Veranstalters), einschließlich Catering-Service.

(...) Im Lichte der vorstehenden Bestimmungen ist darauf hinzuweisen, dass die dem Antragsteller entstandenen Aufwendungen als steuerlich abzugsfähige Kosten für die ausgeübte Geschäftstätigkeit gelten können, sofern diese Aufwendungen nicht die Merkmale von Größe, Großzügigkeit aufweisen , und ihr Charakter spiegelt nicht die Schaffung eines positiven Unternehmensimages wider, d. Es ist zu beachten, dass Tätigkeiten, deren Hauptzweck darin besteht, das Image des Unternehmers zu verbessern, auch in den Vertretungskosten enthaltene Aufwendungen darstellen, die keine steuerlich abzugsfähigen Kosten der ausgeübten Geschäftstätigkeit darstellen können (...).

Mehrwertsteuerabzug

Das Recht zum Abzug besteht in dem Umfang, in dem die vom Steuerpflichtigen erworbenen Gegenstände und Dienstleistungen zur Ausübung einer steuerpflichtigen Tätigkeit verwendet werden (§ 86 Abs. 1 UStG). Auf der Grundlage dieser Bestimmung unterliegt der Abzug unter anderem Vorsteuer auf Ausbildungsleistungen, die im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Tätigkeiten von Steuerpflichtigen erworben werden.

Aus der Regel des Art. 86 Sek. 1 des Umsatzsteuergesetzes gibt es einige Ausnahmen. Eine davon betrifft Catering- und Hoteldienstleistungen. Nach Art. 88 Sek. 1 Nummer 4 UStG gilt die Minderung oder Erstattung der steuerbedingten Differenz nicht für vom Steuerpflichtigen bezogene Beherbergungs- und Verpflegungsleistungen, mit Ausnahme des Erwerbs von Fertiggerichten für Fahrgäste durch Steuerpflichtige, die Personenbeförderungsleistungen erbringen.

Konzept "Catering-Service" für die Zwecke der Anwendung der fraglichen Befreiung wird sie eng verstanden. Die von dieser Ausnahmeregelung erfassten Catering-Leistungen umfassen ausschließlich die Dienstleistungen von Restaurants und sonstigen Catering-Einrichtungen der Gruppe 56.1 PKWiU.

Somit ist der Unternehmer bei der Erbringung von Schulungsleistungen und dem Einkauf von Hotel- und Gastronomieleistungen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Diese Position wird auch von den Finanzbehörden bestätigt, ein Beispiel dafür ist die individuelle Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Warschau vom 27. Januar 2017, Aktenzeichen. 1462-IPPP3.4512.801.2016.2.IG, wo wir lesen können:

(...) Der Antragsteller ist nicht berechtigt, die Ausgangssteuer um Vorsteuer zu mindern, die sich aus Rechnungen über den Bezug von Gaststätten- und Beherbergungs-(Hotel-)Leistungen ergibt, da dies nach den anwendbaren Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes und der Richtlinie nicht zulässig ist ein Abzug. Darüber hinaus erbringt der Antragsteller keine touristischen Leistungen, sondern lediglich die Konferenzorganisationsleistung, unter der er u.a. Hotel- und Gastronomiedienstleistungen.

Daher ist die Auffassung des Antragstellers, er sei zum Vorsteuerabzug von den Rechnungen über den Bezug von Catering- und Hotelleistungen berechtigt, als unrichtig anzusehen (...).

Es ist erwähnenswert, dass der Mehrwertsteuerabzug fällig wäre, wenn der Veranstalter Catering-Leistungen kaufte. Catering-Dienstleistungen sind Catering-Dienstleistungen sehr ähnlich, aber die steuerlichen Folgen ihres Kaufs sind sehr unterschiedlich. Aufgrund der unterschiedlichen Natur von Catering und Catering-Leistungen kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschränkung des Vorsteuerabzugs für Catering-Leistungen gilt.

Eine solche Position wurde von den Finanzbehörden wiederholt bestätigt, als Beispiel können wir das Schreiben des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz vom 28. April 2008, Nr. ITPP2 / 443-118 / 08 / AP, anführen, in dem wir Lies das:

(…) Der Catering-Service ist eine vom Catering-Service getrennte Leistung. In der Bestimmung des Art. 88 Sek. 1 Nr. 4 UStG, der das Recht zum Vorsteuerabzug ausschließt, erwähnte der Gesetzgeber nur Gastronomieleistungen, somit wurde das Recht auf Vorsteuerermäßigung beim Bezug von Gastronomieleistungen nicht ausgeschlossen (...).