Grundstückskauf zu Bauzwecken und steuerlich absetzbare Kosten

Webseite

Die Investitionstätigkeit im Baubereich gehört zu den sehr häufigen Tätigkeitsbereichen von Unternehmern. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von Immobilien oder Materialien und Dienstleistungen, die für den Bau von Gebäuden benötigt werden, entstehen dem Steuerzahler erhebliche Aufwendungen. Es stellt sich daher die Frage, wie die Aufwendungen für den Erwerb von Grundstücken zu Bauzwecken in den Steuerkosten der Wirtschaftstätigkeit zu berücksichtigen sind. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die Grundsätze zur steuerlichen Absetzbarkeit aller Immobilieninvestitionen umfassend vor.

Land wird nicht abgeschrieben

Unternehmer, die sich für den Erwerb von Grundstücken entscheiden, müssen daran denken, dass gemäß Art. Gemäß § 22c PIT-Gesetz werden Sachanlagen in Form von Grundstücken nicht abgeschrieben. Infolgedessen sollte das gekaufte Grundstück zwar in das Anlageregister eingetragen werden, es kann jedoch nicht auf seinen Wert abgeschrieben werden. Darüber hinaus sollten Unternehmer auch bedenken, dass die Grundstückserwerbskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs keine einmaligen steuerlich abzugsfähigen Kosten sind.

Wie also die Kosten für den Grundstückskauf in die Steuerabrechnung einbeziehen? Nun, gemäß Art. 23 Sek. 1 Punkt 1 PIT-Gesetz sind Aufwendungen für den Erwerb von Grundstücken im Zeitpunkt der Veräußerung dieses Vermögenswerts gegen Entgelt ein Steueraufwand.

Beispiel 1.

Im Jahr 2016 kaufte der Unternehmer das Grundstück für 200.000 PLN. Eine Abschreibung auf diesen Aufwand war nicht zulässig und der Aufwand wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht als Aufwand erfasst. Im Jahr 2018 verkaufte der Unternehmer das Grundstück für 300.000 PLN. Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks um die Anschaffungskosten reduziert, was bedeutet, dass die Steuer ab einem Betrag von 100.000 PLN gezahlt wird.

Daher gelten, wie aus den vorstehenden Regelungen hervorgeht, die Kosten des Grundstückserwerbs nicht als steuerlich abzugsfähige Kosten, zudem werden Grundstücke, obwohl es sich um ein Anlagevermögen des Steuerpflichtigen handelt, nicht abgeschrieben. Der Unternehmer kann keine Abschreibungen auf den Anfangswert des Grundstücks vornehmen und diese als Steueraufwand berücksichtigen. Sie müssen jedoch laut Gesetz in das Anlageregister eingetragen werden.

Ebenso sind alle Ausgaben, die direkt mit dem Grundstückskauf zusammenhängen, wie Notar- oder Gerichtsgebühren, steuerlich nicht abzugsfähig. Aufwendungen für den Erwerb von Grundstücken und alle mit dem Erwerb in direktem Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden erst zum Zeitpunkt des entgeltlichen Verkaufs der Immobilie steuerlich abzugsfähig. Dies bedeutet, dass erst der Verkauf von Grundstücken die Erfassung der Aufwendungen für den Erwerb als Steueraufwand ermöglicht. Dies gilt auch für die vorgenannten erwerbsbegleitenden Aufwendungen (Provisionen, Gerichtsgebühren etc.), die zum Zeitpunkt des Grundstückserwerbs nicht berücksichtigt werden, da sie den Anfangswert des Grundstücks erhöhen und somit beim Verkauf abzugsfähig werden das Land. Eine Erfassung dieser Aufwendungen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder durch Abschreibung ist nicht möglich.

Kreditfinanzierter Grundstückskauf

Oftmals haben Unternehmer nicht genügend Mittel, um Land zu kaufen und müssen Bankkredite oder Kredite in Anspruch nehmen. Der Kapitalbetrag ist in der Regel kein Kostenfaktor. Lediglich die Zinsen des zur Finanzierung des Grundstückskaufs aufgenommenen Darlehens sind steuerlich abzugsfähig.An dieser Stelle ist jedoch zu bedenken, dass nur die ab dem Zeitpunkt der Eintragung des Grundstücks in das Anlageregister aufgelaufenen und gezahlten Zinsen in den Kosten enthalten sind. Zinsen, die vor der Nutzung des Grundstücks gezahlt werden, erhöhen seinen Anfangswert. Zinsen, die vor der Eintragung des Grundstücks in das Anlageregister gezahlt werden, erhöhen den Anfangswert des Grundstücks und werden somit beim Verkauf aufwandswirksam.

Das Vorstehende ergibt sich aus dem Wortlaut des Art. 21 Sek. 1 Punkt 33 PIT-Gesetz, wonach Zinsen, Provisionen und Wechselkursdifferenzen auf Darlehen (Kredite), die die Investitionskosten bei der Durchführung dieser Investitionen erhöhen, nicht in den steuerlich abzugsfähigen Kosten enthalten sind.

Darüber hinaus findet sich eine Bestätigung der obigen Position beispielsweise in der individuellen Auslegung des Direktors der Steuerkammer in Bydgoszcz vom 31.01.2008, ITPB1 / 415-586 / 07 / DP:

Unter Berücksichtigung des Vorstehenden ist darauf hinzuweisen, dass die bis zur Überlassung des Grundstücks zur Nutzung als Anlagevermögen aufgelaufenen Zinsen nicht direkt als steuerlich abzugsfähige Kosten zu klassifizieren sind, sondern den Anfangswert erhöhen können. Nach dem Inhalt von Art. 22 g Absatz 1. 3 des vorgenannten Gesetzes ist der Kaufpreis der dem Verkäufer geschuldete Betrag, zuzüglich der bis zum Zeitpunkt der Übergabe des Anlagevermögens oder des immateriellen Gebrauchswerts aufgelaufenen Anschaffungskosten, insbesondere Transportkosten, Be- und Entladen, Versicherung durch Montage, Installation und Inbetriebnahme von Computerprogrammen und -systemen, Notargebühren, Steuer- und sonstige Gebühren, Zinsen, Provisionen und abzüglich Steuern auf Waren und Dienstleistungen, sofern nicht nach gesonderten Bestimmungen Steuern auf Waren und Dienstleistungen keine Vorsteuer ist oder der Steuerpflichtige keinen Anspruch auf Minderung des geschuldeten Steuerbetrags durch Vorsteuer oder auf Erstattung der Steuerdifferenz im Sinne des Gesetzes über die Steuer auf Waren und Dienstleistungen hat. Bei der Einfuhr beinhaltet der Kaufpreis Zoll und Verbrauchsteuern bei der Einfuhr von Vermögenswerten. (...) In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Anlagevermögens aufgelaufenen Zinsen für das Grundstückskaufdarlehen und die mit dem Grundstückskauf verbundenen Gebühren die anfängliche Wert dieses Anlagevermögens, während die aufgelaufenen und gezahlten Zinsen und sonstigen Kosten, die nach diesem Datum angefallen sind, als steuerlich abzugsfähige Kosten eingestuft werden können.

Starten Sie eine kostenlose 30-tägige Testphase ohne Bedingungen!

Beispiel 2.

Um ein Baugrundstück zu erwerben, nahm der Unternehmer im November 2017 einen Bankkredit auf. Das Grundstück wurde am 1. Januar 2018 gekauft und dann in Gebrauch genommen. Vor diesem Zeitpunkt gezahlte Darlehenszinsen erhöhen somit den Anfangswert des Anlagevermögens, während alle nach diesem Datum gezahlten Zinsen direkt steuerlich abzugsfähig sind .