Erwerb von Nutztieren und Kosten

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Steuerpflichtige verwenden im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von Komponenten. Der Katalog ist breit genug, um auch Tiere aufzunehmen. Tiere als Lebewesen sind nach den allgemeinen Rechtsgrundsätzen keine Dinge, aber nach den gesetzlichen Bestimmungen gelten für sie alle Vorschriften, die sich auf Dinge beziehen. In diesem Zusammenhang ist zu überlegen, wie der Erwerb von Tieren, die für geschäftliche Zwecke verwendet werden, zu besteuern ist.

Kann der Erwerb von Tieren, die für geschäftliche Zwecke verwendet werden, in das Anlagevermögen einbezogen werden?

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass gemäß Art. 22 des PIT-Gesetzes sind die Kosten für die Erzielung von Einnahmen aus einer bestimmten Quelle alle Kosten, die zur Erzielung von Einnahmen anfallen, mit Ausnahme der in Art. 23.

Ein steuerlich abzugsfähiger Aufwand ist ein Aufwand, der direkt oder indirekt mit den erzielten Erträgen in Zusammenhang steht und nicht unter den nicht als Aufwand erfassten Aufwendungen aufgeführt wurde. Der Steuerpflichtige trägt die Beweislast dafür, dass ein bestimmter Aufwand im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit zur Erzielung von Einkünften entstanden ist.

Nicht alle Aufwendungen werden auf einmal in den steuerlich abzugsfähigen Kosten berücksichtigt, Aufwendungen für den Erwerb der sog Anlagevermögen wird systematisch durch Abschreibungen erfasst.

Gemäß Art. 22a Absatz. 1 des PIT-Gesetzes stehen abschreibungspflichtige Anlagegüter im Eigentum oder Miteigentum des Steuerpflichtigen, wurden im Zeitpunkt der Nutzungsübernahme selbst erworben oder hergestellt, vollständig und gebrauchsfähig:

  • Gebäude, Gebäude und Räumlichkeiten, die sich im Eigentum befinden,

  • Maschinen, Geräte und Transportmittel,

  • Andere Dinge

- mit einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr, die der Steuerpflichtige für seine geschäftlichen Zwecke nutzt oder aufgrund eines Pacht-, Pacht- oder Leasingvertrages in Gebrauch nimmt.

Tiere werden für Einkommensteuerzwecke nicht als Anlagevermögen behandelt und nicht abgeschrieben. Da jedoch Nutztiere für die gewerbliche Tätigkeit und die daraus erzielten Einkünfte verwendet werden können, ist zu berücksichtigen, dass dies steuerlich abzugsfähige Kosten darstellen kann. Daher sollte der Kauf von Tieren, die für die gewerbliche Tätigkeit verwendet werden, zum Zeitpunkt des Anfalls der Ausgaben einmalig als steuerlich abzugsfähige Kosten angerechnet werden, selbst wenn der Kauf 3.500 PLN übersteigt. Das Tier wird nicht als Anlagevermögen abgeschrieben und die Anschaffungskosten werden einmalig als Kosten der laufenden Periode verrechnet.

Beispiel 1.

Ein Unternehmer, der eine Reitschule betreibt, kaufte für Firmenzwecke ein Pferd im Wert von 20.000 PLN. Das Pferd wird als Vermögenswert behandelt, jedoch nicht als Anlagevermögen. Infolgedessen wird der Aufwand für den Kauf im Monat des Kaufs als einmaliger Steueraufwand erfasst. Der Unternehmer wird keine Abschreibungen auf den Wert des Pferdes vornehmen.

Eine ähnliche Position vertrat der Direktor der Steuerkammer in Warschau im Einzelbescheid vom 28. Mai 2014, Nr.IPPB1 / 415-266 / 14-2 / ​​​​AM:

Nach dem Steuerrecht ist das Pferd als Nutztier kein materieller Bestandteil des Vermögens des Steuerpflichtigen (Anlagevermögen oder Ausrüstung). Die Bestimmungen der oben genannten Gesetze, die den Begriff des Anlagevermögens definieren, schlossen Tiere nicht in ihren Anwendungsbereich ein.

Die Bestimmungen der Verordnung des Ministerrats vom 23. Dezember 2010 über die Klassifizierung des Anlagevermögens (KŚT) (Gesetzblatt Nr. 242, Pos. 1622) ordnen die Tiere in Gruppe 9 ein, einschließlich Nutztiere, Nutztiere, Zirkustiere und Tiere in Zoos und andere lebende Tiere, sowohl einzelne Tiere als auch ganze Herden, jedoch sind die statistischen Regelungen nicht Grundlage für die Abwägung der rechtlichen und steuerlichen Folgen von Handlungen des Steuerpflichtigen. Diese können nur auf der Grundlage der Vorschriften des Steuergesetzes beurteilt werden. Die im vorliegenden Fall anwendbaren Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes enthalten den Begriff des Anlagevermögens von Tieren nicht. Außerdem enthält die Liste der jährlichen Abschreibungssätze in Anhang 1 des Gesetzes nicht die Gruppe 9 der KŚT betreffend Tiere.

Vor diesem Hintergrund sind die Kosten für den Kauf eines Pferdes kein Aufwand für den Kauf eines abschreibungspflichtigen Anlagevermögens.

Sonstige tierbezogene Ausgaben

Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen ist festzuhalten, dass der Steuerpflichtige nicht verpflichtet ist, das gekaufte Tier in das Verzeichnis des Anlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte einzutragen, da es nicht als Anlagevermögen anzusehen ist, also nicht der Abschreibungen.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht nur die Aufwendungen für den Erwerb von Tieren, die dem Betrieb eines Gewerbes dienen, sondern auch alle sonstigen Aufwendungen im Zusammenhang mit deren Unterhalt und Pflege als steuerlich abzugsfähige Kosten anerkannt werden können. Es gelten selbstverständlich die allgemeinen Grundsätze der Kostenerfassung, das heißt, diese Aufwendungen müssen im Zusammenhang mit der ausgeübten Geschäftstätigkeit stehen.

Beispiel 2.

Einem Steuerzahler, der ein Gestüt mit gewerbsmäßigen Pferden betreibt, entstehen im Zusammenhang mit der Pflege der Pferde eine Reihe von Ausgaben, d. Alle oben genannten Aufwendungen können als steuerlich abzugsfähige Kosten der ausgeübten Geschäftstätigkeit eingestuft werden, da sie in engem Zusammenhang mit dem Tätigkeitsbereich des Unternehmers stehen.