Ausländerbeschäftigung und PIT

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Für einen Unternehmer, der Ausländer beschäftigt, hat das Einkommensteuergesetz eine Reihe von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Erfüllung der Funktion eines Zahlers auferlegt. Derzeit wird der Einsatz ausländischer Arbeitskräfte auf dem polnischen Markt immer beliebter, daher erscheint es notwendig, die Frage der Ausländerbeschäftigung steuerrechtlich zu klären.

Steuerpflicht von Ausländern

Zunächst sollte die Frage des steuerlichen Wohnsitzes von Ausländern angegangen werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob ein bestimmter Ausländer in Polen unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig ist. Gemäß den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes unterliegen Personen mit Wohnsitz im Hoheitsgebiet der Republik Polen unabhängig vom Ort ihrer Einkommensquellen der Besteuerung ihres gesamten Einkommens. Das nennt man unbeschränkte Steuerpflicht. Sie besteht darin, alle Einkünfte des Steuerpflichtigen der Steuerabrechnungspflicht zu unterwerfen - unabhängig davon, wo sie tatsächlich erzielt wurden. Dagegen unterliegen natürliche Personen, die keinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet der Republik Polen haben, der Besteuerung nur der im Hoheitsgebiet der Republik Polen erzielten Einkünfte. Eine solche Situation wird in den Verordnungen als beschränkte Steuerpflicht definiert.

Gemäß Art. 3 Sek. 1a des Einkommensteuergesetzes eine natürliche Person, die:

  1. einen Mittelpunkt persönlicher oder wirtschaftlicher Interessen (Mittelpunkt der Lebensinteressen) auf dem Gebiet der Republik Polen hat oder

  2. sich mehr als 183 Tage im Steuerjahr auf dem Territorium der Republik Polen aufhält.

Das auf dem Territorium der Republik Polen erzielte Einkommen wird unter anderem berücksichtigt für: Einkünfte aus Arbeit, die im Gebiet der Republik Polen aufgrund einer Geschäftsbeziehung, eines Arbeitsverhältnisses, einer Hausarbeit und eines kooperativen Arbeitsverhältnisses ausgeübt wird, unabhängig vom Ort der Zahlung des Entgelts, persönlich auf dem Gebiet der Republik Polen ausgeübte Tätigkeiten oder Geschäftstätigkeiten, die auf dem Territorium der Republik Polen ausgeübt werden.

Der Umfang der beschränkten Steuerpflicht bei der Einkommensteuer gilt für Personen, die nicht in Polen wohnen und Einkünfte im Hoheitsgebiet der Republik Polen erzielt haben, auch wenn die tatsächliche Zahlung im Ausland erfolgt ist.

Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich ist, ist die Frage der Staatsangehörigkeit bei der Bestimmung des steuerlichen Wohnsitzes nicht von vorrangiger Bedeutung. Zunächst wird der Wohnort einer bestimmten Person berücksichtigt.

Beispiel 1.

Ein deutscher Staatsbürger zog 2017 dauerhaft nach Polen und begann seine Arbeit im Rahmen eines Mandats. Der Ausländer lebt dauerhaft in Polen, ist also in Polen ansässig. Daher sollte der polnische Arbeitgeber als Zahler auf die von ihm im Rahmen des Auftrags erzielten Einkünfte monatliche Einkommensteuervorschüsse erheben, die nach den gleichen Regeln wie für einen polnischen Arbeitnehmer berechnet werden. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, bis zum 30. April 2018 eine Steuererklärung PIT-37 beim zuständigen Finanzamt einzureichen und die in Polen und im Ausland erzielten Einkünfte nachzuweisen. Hätte ein deutscher Staatsbürger keinen polnischen Wohnsitz, würden seine Einkünfte aus dem Mandatsvertrag in Form einer Pauschalsteuer besteuert. In einer solchen Situation wäre der Arbeitgeber verpflichtet, den IFT-1R beim zuständigen Finanzamt einzureichen.

Steuerpflichten und Ausländerbeschäftigung

Wenn der polnische Arbeitgeber Ausländer beschäftigt, ist er verpflichtet, bis zum 20. des auf den Zahlungsmonat folgenden Monats eine Einkommensteuervorauszahlung zu berechnen und zu zahlen. Eine weitere Verpflichtung des Arbeitgebers besteht darin, bis Ende Januar des nächsten Steuerjahres eine PIT-8AR- oder PIT-4R-Erklärung beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Bis Ende Februar des Folgejahres übermittelt der Arbeitgeber die jährlichen Einkommens- und Vorauszahlungen PIT-11 und übermittelt diese an den Ausländer und das für die Ausländeransiedlung zuständige Finanzamt.

Hinsichtlich der Verpflichtungen des Zahlers gelten für einen Ausländer die gleichen Abrechnungsregeln wie für einen polnischen Steuerpflichtigen. Bei Ausländern, die in zivilrechtlichen Formen beschäftigt sind, werden die Pauschalsteuerbeträge nicht in den Jahresbelegen ausgewiesen. In diesem Fall haben die Unternehmen, die sie beschäftigen, jedoch eine weitere Verpflichtung - sie sollten das IFT-1-Formular einreichen. Diese Daten werden Ausländern und Finanzämtern zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe die für die Besteuerung von Ausländern zuständigen Leiter der Finanzämter ihre Aufgaben bis Ende Februar des auf das Steuerjahr folgenden Jahres erfüllen und wenn der Zahler seine Tätigkeit aufgibt Geschäfte vor Ende Februar des auf das Steuerjahr folgenden Jahres tätigen.

Darüber hinaus sehen die Bestimmungen vor, dass der Zahler auf schriftliche Anfrage eines Ausländers verpflichtet ist, dem Steuerpflichtigen und dem vom Leiter des für die Besteuerung von Ausländern zuständigen Finanzamt verwalteten Finanzamt persönliche IFT-1-Informationen innerhalb von 14 Tage ab dem Datum der Antragstellung.

Bis Ende April des Folgejahres müssen gebietsfremde Erwerbseinkommen aus einem Arbeitsvertrag auf dem Formular PIT-37 ausgewiesen werden. Der Gebietsfremde ist beschränkt steuerpflichtig, d. h. er rechnet nur in Polen erzielte Einkünfte in seiner Steuererklärung ab.