Wechsel des Gerichtsvollziehers im Vollstreckungsverfahren

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Ist ein Gerichtsvollzieherwechsel während des laufenden Vollstreckungsverfahrens möglich? Die vom Gesetzgeber verabschiedete allgemeine Regel erlaubt es dem Gläubiger, im ganzen Land einen Gerichtsvollzieher zu wählen, der das Vollstreckungsverfahren durchführt. In diesem Fall muss der Gläubiger, der sich für die Gerichtsvollzieherwahl entscheidet, einen Antrag auf Einleitung der Vollstreckung mit beigefügter schriftlicher Erklärung über die Ausübung des Gerichtsvollzieherwahlrechts stellen.

Der Gerichtsvollzieher, der einen solchen Antrag zusammen mit der Erklärung erhält, ist verpflichtet, innerhalb von 7 Tagen geeignete Vollstreckungsmaßnahmen zu ergreifen und dann innerhalb der vom Gesetzgeber vorgesehenen 4-Tage-Frist die vollstreckten Beträge an den Gläubiger zu überweisen.

Es ist an dieser Stelle erwähnenswert, dass der Gerichtsvollzieher die Annahme eines solchen Antrags nicht ablehnen und geeignete Vollstreckungsmaßnahmen ergreifen kann. Eine Ausnahme bildet der Fall, in dem der Verzug bei der von diesem Gerichtsvollzieher durchgeführten Vollstreckung mehr als sechs Monate beträgt, in diesem Fall ist der Gerichtsvollzieher gezwungen, die Annahme des Antrags abzulehnen.

Gerichtsvollzieherwechsel – wie geht das?

Entschließt sich der Gläubiger im Zuge des Vollstreckungsverfahrens, den Gerichtsvollzieher aus Unzufriedenheit mit seinem Handeln, z.

Der Gläubiger kann den Gerichtsvollzieher während des laufenden Vollstreckungsverfahrens auf zwei Arten wechseln. Die erste Lösung besteht darin, das laufende Vollstreckungsverfahren mit dem derzeitigen Gerichtsvollzieher einzustellen. Für den Gläubiger selbst ist dies jedoch keine günstige Lösung, da er in diesem Fall die wiederholten Kosten und die Notwendigkeit der Ersatzkostenerstattung berücksichtigen muss.

Die zweite, wesentlich günstigere Lösung ergibt sich aus dem Gerichtsvollzieher- und Vollstreckungsgesetz, das in Art. 8 Sek. 13 heißt es: Der Gerichtsvollzieher kann mit Zustimmung des Gläubigers die Vollstreckungssache ganz oder teilweise auf einen anderen Gerichtsvollzieher übertragen, wenn dieser zustimmt.. Wie Sie sehen, ermöglicht diese Lösung dem Gläubiger, den Fall ganz oder teilweise auf einen anderen Gerichtsvollzieher zu übertragen, dies hängt jedoch von der Zustimmung zur Übernahme und der Durchführung des Verfahrens durch den Gerichtsvollzieher ab. Daher ist es erforderlich, dass der Gläubiger in einer solchen Situation mit dem zukünftigen Gerichtsvollzieher übereinstimmt.

Erhält der Gläubiger die Zustimmung des Gerichtsvollziehers, beantragt er bei der derzeit das Verfahren führenden Vollstreckungsbehörde die Aktenübergabe. Die Übertragung erfolgt durch eine anfechtbare Entscheidung.

Ist es möglich, den Gerichtsvollzieher bei der Immobilienvollstreckung zu wechseln?

Ganz anders ist die Situation, in der wir es mit der Immobiliendurchsetzung zu tun haben. In diesem Fall ist der Gerichtsvollzieher des Gebiets, in dem sich die Liegenschaft befindet, prozessbevollmächtigt. Daher kann der Gläubiger bei der Zwangsvollstreckung in Immobilien keinen Gerichtsvollzieher wählen und somit ist ein Gerichtsvollzieherwechsel nicht möglich.